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Gas geben ist out

Karriere-Planung 2015


Mehr Zeit in den Job inves­tieren? Sich beruflich stärker engagieren? Das ist nur für elf bzw. 17 Prozent der Deutschen ein erstrebenswertes Ziel für das neue Jahr. Mancher Arbeitgeber wird es nicht gern hören, aber ein großer Teil der Bundesbürger hat sich in Sachen Job für das Jahr 2015 etwas anderes auf die Fahne geschrieben: 36 Prozent wollen ihre Arbeit lockerer sehen als bisher. Ebenso viele wollen nach Feierabend besser abschalten. So die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter 1.000 Deutschen ab 18 Jahren, die vom Personaldienstleister ManpowerGroup im Dezember 2014 in Auftrag gegeben worden ist.

Den Ergebnissen der Studie nach zu urteilen, dehnt sich der Wille, 2015 entspannter anzu­gehen, auch auf den Weiter­bildungswillen der Bürger aus. Planten Ende 2013 noch elf Prozent eine berufsbegleitende Fortbildung fürs nächste Jahr, schrumpfte die Zahl Ende 2014 auf acht Prozent. 'Die Angst davor, nicht qualifiziert genug zu sein, um einen Job zu finden, scheint gesunken zu sein. Denn in vielen Branchen gibt es einen Fachkräftemangel. Das heißt, der Konkurrenzdruck durch andere Bewerber ist nicht so stark', vermutet Herwarth Brune, Vorsitzender der Ge­­schäftsführung der Manpower­Group Deutschland. Hinzu kommt womöglich, dass die Deutschen schon seit Längerem hören, dass der Arbeitsmarkt trotz aller Krisen hierzulande sehr robust ist. 'Da sich keine Jobflaute abzeichnet, rechnen viele sich auch ohne Weiterbildung Chancen auf einen Arbeitsplatz aus', so Brune. Und nicht nur das: Ein Großteil scheint sogar davon auszugehen, sich – trotz geringerem Engagement – in diesem Jahr finanziell verbessern zu können. 51 Prozent der Arbeitnehmer kündigten in der Umfrage an, sie hätten sich das Ziel gesetzt, 2015 mehr zu verdienen. Und das, obgleich bloß 15 Prozent einen Jobwechsel anstreben. Brune hält das Gehaltsplus dennoch für ein realistisches Ziel der Arbeitnehmer, weil sich der Arbeitsmarkt zu­­nehmend zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. 'Die Kandidaten werden selbstbewusster und erkennen, was ihre Leistung wert ist.'

Autor(en): (jum)


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