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Sind Millennials doch gar nicht so anders?

Junge Berufstätige


Sie wollen vor allem etwas Sinnvolles in der Welt bewirken, sie legen viel Wert auf die Balance von Beruf und Freizeit, sie wechseln besonders häufig den Arbeitgeber … die Rede ist, na klar, von den sogenannten Millennials. Das Bild, das in der Businesswelt von den nach 1980 Geborenen gezeichnet wird, hat klare Konturen, die Spezies der jungen Berufstätigen gilt als gut erforscht. Mittlerweile erscheinen jedoch zunehmend Studien, die das Bild ins Bröckeln bringen. Eine von diesen – übrigens eine der ersten weltweiten – hat gerade der Softwarehersteller SAP in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Oxford Economics vorgelegt. In ihrer Befragung von 5.400 Beschäftigten aller Altersklassen aus 27 Ländern kamen die Studienautoren zu Ergebnissen, die – so zumindest interpretieren sie ihre Zahlen und formulieren es – fünf gängige Vorstellungen über Millennials als Mythen entlarven.

Mythos 1: Millennials wünschen sich eher als andere Berufstätige eine sinnvolle Arbeit, mit der sie etwas in der Welt bewirken. Die Studienergebnisse widersprechen dieser Annahme klar. Lediglich ein Fünftel der befragten Millennials gab an, die Möglichkeit im Job etwas Positives zu bewirken, sei wichtig für ihre Arbeitszufriedenheit. Von den übrigen Befragten sagten dies genauso viele.
Mythos 2: Die Balance zwischen Beruf und Freizeit ist Millennials wichtiger als Nicht-Millennials. Die Studie zeichnet wieder ein gegenteiliges Bild: Nur 29 Prozent der Millennials gaben an, dass ihnen eine ausgeglichene Work-Life-Balance wichtig ist – gegenüber 31 Prozent in der Gruppe der übrigen Befragten.
Mythos 3: Millennials ist es wichtiger als anderen Mitarbeitern, in ihrer Arbeit persönliche Erfüllung zu finden. Im Widerspruch zu dieser Vorstellung wünschen sich 18 Prozent der befragten Nicht-Millennials aber nur 14 Prozent der Millennials, in ihrem Beruf persönliche Erfüllung zu finden.
Mythos 4: Millennials legen weniger Wert auf das Erreichen von Einkommens- und Karrierezielen als auf ihre persönliche Weiterbildung und -entwicklung. Stimmt laut Studie ebenfalls nicht. Die relative Mehrheit der Millennials (35 Prozent) nannte das Erreichen von persönlichen Karriere- und Einkommenszielen als wichtigstes berufliches Ziel.
Mythos 5: Millennials wechseln den Arbeitgeber häufiger und spontaner als Nicht-Millennials. Die sprichtwörtliche Sprunghaftigkeit der Millennials konnte in der Studie ebenfalls nicht bestätigt werden. Den Ergebnissen zufolge wechseln Millennials im Schnitt genauso oft den Arbeitgeber wie die Vertreter der anderen Altersgruppen.

Zumindest eine verbreitete Vorstellung über Millennials bestätigten die Studienergebnisse aber: Der jungen Generation ist Feedback besonders wichtig. Mehr als zwei Drittel der befragten Millennials wünschen sich mindestens einmal im Monat offenes Feedback von ihren Vorgesetzten, von den übrigen Befragten wünscht sich dies nur jeder Zweite.

Autor(en): (ama)

Link: Weitere Informationen zur Studie auf der Webseite von SAP


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