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Klassisches Rollendenken dominiert

Job und Familie


Der Mann geht arbeiten und die Frau kümmert sich um die Familie. Trotz aller Diskussionen um Frauenquoten und Förderung weiblicher Karrieren prägt diese klassische Vorstellung einer partnerschaftlichen Rollenverteilung immer noch wesentlich das Denken der Deutschen. Das lässt sich aus einer Studie herauslesen, für die das Allensbach-Institut im Auftrag des Familienunternehmens Vorwerk rund 1.500 Personen befragt hat. So kommt es nur für 44 Prozent der Befragten in Frage, dass der Mann bei der Karriere zurücksteckt, damit die Frau arbeiten kann. Pikant ist, dass die Zustimmung zu diesem Vorgehen in den vergangenen 20 Jahren sogar leicht nachgelassen hat. Bei der gleichen Befragung im Jahr 1993 sagten immerhin 50 Prozent, sie könnten sich vorstellen, dass der Mann zugunsten des Jobs der Frau beruflich Abstriche macht. Dass der Mann lediglich halbtags arbeitet und sich um die Kinder kümmert, damit auch die Frau arbeiten kann, ist für lediglich 36 Prozent der Befragten denkbar – immerhin eine leichte Steigerung um zwei Prozentpunkte zu 1993. Mit dem Modell des Hausmanns, der in Vollzeit für die Kindererziehung und den Haushalt zuständig ist, während die Frau das Geld verdient, könnten sich lediglich 20 Prozent anfreunden (1993: 18). Vergleichsweise deutlich an Akzeptanz gewonnen hat die Elternzeit männlicher Beschäftigter: Während es vor 20 Jahren für lediglich 36 Prozent der Befragten infrage kam, dass auch der Mann in Elternzeit geht, ist dies mittlerweile für 50 Prozent eine Option.

Autor(en): (ama)

Der Studienbericht kann auf der Webseite von Vorwerk im Pressebereich unter dem Button 'Publikationen' kostenlos heruntergeladen werden.


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