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Starke Firmen investieren durchdachter in HR-Themen

Internationale Studie


Leadership und Talent Management werden weltweit als die wichtigsten HR-Themen mit dem größten Handlungsbedarf betrachtet. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die die Boston Consulting Group (BCG) gemeinsam mit der World Federation of People Management Associations (WFPMA) unter über 3.500 Managern aus 101 Ländern durchgeführt hat. Laut der Untersuchung hebt sich Deutschland in einer Hinsicht von den meisten anderen Ländern ab: Auf das Thema Leadership folgen hier – noch vor dem Talent Management – die Themen strategische Personalbedarfserhebung sowie HR- und Personalstrategie. Der Unterschied lässt sich auf die besonderen Bedingungen am hiesigen Arbeitsmarkt zurückführen: Da es aufgrund des demografischen Wandels für Firmen hierzulande zunehmend schwierig wird, geeignetes Personal zu finden, gewinnt die langfristige Personalplanung an Bedeutung.

Die aktuelle Studie zeigt allerdings auch: Dass Bereiche als wichtig eingeschätzt werden, heißt nicht, dass auch dementsprechend in sie investiert wird. Wobei die Lücke zwischen Soll und Ist aus Sicht der im Rahmen der Studie befragten Nicht-HR-Manager (17 Prozent) deutlich gravierender ist als aus Sicht der befragten HR-Manager (83 Prozent). Während die Personaler die Alarmglocken bei keinem Thema bedrohlich schellen hören, besteht aus Sicht der Nicht-HR-Führungskräfte bei fast der Hälfte der insgesamt 27 identifizierten Themen dringender Handlungsbedarf – nicht zuletzt bei den Topthemen Leadership und Talent Management.

Die Studie leuchtet auch den Zusammenhang zwischen finanzieller Performance und Personalarbeit aus. Demnach haben finanziell schlecht aufgestellte Firmen nicht nur in nahezu allen HR-Bereichen einen erhöhten Handlungsbedarf. Auffällig ist auch, dass in den finanziell stärksten Betrieben ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Bedeutung, die einem HR-Thema zugeschrieben wird, und der Höhe des Investments feststellbar ist, in den finanzschwächsten Unternehmen jedoch nicht. Hier scheinen sich HR-Aktivitäten eher nach Zufallsprinzip auf einzelne Themenfelder zu verteilen. Die Autoren der Studie empfehlen Unternehmen, mehr Wert auf eine vernünftige Priorisierung von HR-Handlungsfeldern zu legen. Das Personalmanagement sollte sich zudem besser mit seinen internen Kunden abstimmen, um seine Arbeit stärker an die Unternehmensstrategie andocken zu können und auch, um einen reibungslosen Ablauf der HR-Prozesse zu gewährleisten. Eine stärkere Kennzahlenorientierung könnte der HR-Abteilung helfen, ihr Standing in den Augen der kritischen Nicht-HR-Kollegen zu verbessern. Darüber hinaus sollten Personaler auch an der Sichtbarkeit der eigenen Arbeit im Unternehmen arbeiten, rät Rainer Strack, der als Senior Partner bei BCG an der Studie mitgewirkt hat. Denn, so Strack: 'Die Wahrnehmung des Personalmanagements weicht aufgrund mangelnder Informationen weit von der tatsächlichen Performance ab.'

Autor(en): (jum)

Weitere Infos unter www.bcg.de.


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Nachricht aus managerSeminare 203:

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