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Bildung wird flexibler

Horizon Report 2015


Eine neue Abkürzung kursiert im Bildungsbereich: BYOD. Die vier Buchstaben stehen für 'Bring Your Own Device', auf deutsch: Bring dein eigenes Gerät mit. Dahinter verbirgt sich der Trend, dass immer mehr Mitarbeiter und Lernende ihr privates Smartphone oder Tablet zu Arbeits- und Weiterbildungszwecken nut­zen. Dadurch sind sie in der Lage, zu lernen und zu arbeiten, wo und wann sie möchten.

Der Horizon Report 2015, der bedeutendste Report im Bildungsbereich, identifizierte die Strategie nun als einen der Toptrends der Wissenstechnologie und geht davon aus, dass das Interesse an BYOD innerhalb der kommenden Monate signifikant steigt. Der Vorteil: Die Nutzer sparen die Zeit für die Eingewöhnung, weil sie mit dem Gerät bereits vertraut sind, und können Aufgaben schneller und effizienter erledigen. Vorreiter in Sachen BYOD ist der Computerchiphersteller Intel. Als das Unternehmen feststellte, dass viele Mitarbeiter eigene Geräte mitbrachten und an das Firmennetzwerk anschlossen, führte es BYOD offiziell ein und verzeichnete in der Folge eine signifikante Steigerung der Produktivität. Immer mehr Unternehmen und Bildungseinrichtungen folgen inzwischen dem Beispiel Intels und ziehen BYOD für ihre Belegschaft in Betracht.

Mehr Zeit für die Praxis

Ein weiterer Trend, der sich dem Report zufolge vermutlich innerhalb des kommenden Jahres durchsetzen wird, ist das Konzept des Flipped Classrooms, übersetzt etwa 'umgedrehtes Klassenzimmer'. Diese Lehrmethode zeichnet sich dadurch aus, dass die Lerner sich mithilfe von Online-Tools außerhalb der Präsenzzeiten mit Lerninhalten vertraut machen. So sind sie nicht an ein bestimmtes Lernmedium gebunden und können ihrem eigenen Tempo gemäß orts- und zeitunabhängig lernen. Im Unterricht kann der Fokus dann auf die Zusammenarbeit der Teilnehmer gerichtet werden, etwa indem diese auf Basis der Theorie gemeinsam Problemlösungen entwickeln. Der Horizon Report sah diese Methode bereits 2014 kurz vor dem Durchbruch und rechnet weiterhin mit zunehmendem Zuspruch.

Neben BYOD und Flipped Classroom benennt der Horizon Report 2015 weitere vier Trends, die das Potenzial haben, den Bildungsbereich in den kommenden Jahren entscheidend zu prägen. Dazu zählen adaptive Lerntechnologien, die sich im Laufe des Lernprozesses an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anpassen, und das Internet der Dinge (Internet of things), ein Netzwerk internetfähiger Gegenstände, das beispielsweise die Nachverfolgung und Überwachung von Geräten und Materialien ermöglicht.

Augmented Reality in der Bildung

Weitere Toptrends sind sogenannte Makerspaces – Werkstätten, die Technikbegeisterten offenstehen, um etwa elektronische Hardware und Programmiertechniken auszuprobieren und voneinander zu lernen – und Wearables – computerbasierte Geräte, die von ihren Nutzern am Körper getragen werden. So können Studenten beispielsweise mit Hilfe der Datenbrille Google Glass medizinische Abläufe trainieren, und die Immersionsbrille Oculus Rift ermöglicht den Besuch einer virtuellen Baustelle, die Studenten des Bauingenieurwesens auf Gefahrenpotenziale hin untersuchen können. Der Horizon Report veröffentlicht Trendprognosen von 56 Lernexperten weltweit, die Ansätze und Technologien im Bildungssektor beobachten, diskutieren und analysieren. Der Horizon Report 2015 ist auf deutsch erhältlich unter www.mmkh.de/newsmaterial/materialdownloads.html.

Autor(en): (fin)


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