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Wo Streitpotenzial zwischen Alt und Jung lauert

Generationen-Studie


Das größte Konfliktpotenzial zwischen Mitarbeitern unterschiedlichen Alters lauert in verschiedenen Arbeitsweisen. So zumindest sehen es die 310 betrieblichen Entscheider, die die Personalwissenschaftlerinnen Jutta Rump und Silke Eilers vom Ludwigshafener Institut für Beschäftigung und Employability im Rahmen einer zweijährigen Forschungsarbeit über das Miteinander verschiedener Altersklassen in Un­­ternehmen befragt haben. Laut der Studie betrachten viele Befragte neben unterschiedlichen Arbeitsweisen auch Abweichungen im Kommunikationsverhalten und im Umgang mit Innovation als potenziellen Zündstoff in der Zusammenarbeit von Mitarbeitern verschiedener Altersgruppen. Ebenso wird im unterschiedlichen Umgang mit Veränderungen sowie in einem unterschiedlichen Arbeitstempo Konfliktstoff gesehen. Allerdings schätzen die Angehörigen der verschiedenen Altersgruppen die Problemfelder unterschiedlich brisant ein. So halten Befragungsteilnehmer, die den beiden jüngeren Generationen angehören (also der Gruppe der unter 35-Jährigen sowie der Gruppe der 35- bis 55-Jährigen) das Konfliktpotenzial, das in unterschiedlichen Arbeitsweisen liegt, für weitaus größer als Angehörige der Generation 55plus. Vermutung der Autorinnen: 'Die jüngere Generation, aber auch zahlreiche Vertreter der mittleren Generation hinterfragen Bestehendes deutlich stärker als die Älteren und versuchen, eigene Vorstellungen umzusetzen, während die über 55-Jährigen bereits deutlich gelassener sind.' Dagegen erkennt die jüngere Generation weniger Zündstoff im unterschiedlichen Kommunikationsverhalten der Generationen als die Älteren ab 35. Dies liegt womöglich daran, dass ältere Kollegen die Präferenz der Jüngeren für eine virtuellere und auch informellere Form der Kommuni­kation als Unhöflichkeit interpretieren, schätzen Rump und Eilers. Die Jüngeren scheinen allerdings generationenbedingte Konflikte im Allgemeinen weit weniger zu fürchten als die über 35-Jährigen. Fraglich ist, ob dies auf eine höhere Toleranz der Jüngeren oder mangelnde Erfahrung in der generationenübergreifenden Zusammenarbeit zurückzuführen ist. Für die Autorinnen der Studie ist vor allem eines gewiss: Es braucht Toleranz für verschiedene Arbeits- und Herangehensweisen. Und die Mannigfaltigkeit in der Zusammenarbeit sollte nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung empfunden werden: 'Dazu ge­­hört, Erwartungen und Wahrnehmungen klar anzusprechen und der Kommunikation grundsätzlich Raum und Zeit zu geben, so dass Missverständnisse gar nicht erst entstehen bzw. früh geklärt werden können.' Die Untersuchung, die neben möglichen Konfliktfeldern zahlreiche weitere Aspekte in der Zusammenarbeit der Generationen ausleuchtet, ist unter dem Titel 'Generationen-Mix: Gestalten statt verwalten' 2015 im Verlag Wissenschaft & Praxis erschienen.

Autor(en): (jum)


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