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Wir hier und die da

Führungskräfte und Gemeinschaft


Angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Euro-Krise wird sie gebetsmühlenartig wiederholt: die Forderung nach einem Management, das gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernimmt und über den Tellerrand der eigenen Organisation hinausblickt. Dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist, lässt eine aktuelle Studie erahnen, die das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gemeinsam mit Egon Zehnder International, Düsseldorf, und der Berliner Stiftung neue Verantwortung durchgeführt hat. Die Untersuchung, die auf offenen leitfadengestützten Interviews mit 30 Spitzenentscheidern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen – etwa Wirtschaft, Politik, Kirche, Kultur – fußt, liefert Einblicke in eine Führungspraxis der Isolation. Egal in welchen Sektor man schaut, überall schmoren die Führungsriegen im eigenen Saft. Von Kooperation und Austausch über die Grenzen ihres Bereiches hinweg keine Spur. Gleichzeitig beklagen alle diesen mangelnden Austausch. Mögliche Gründe für die Isolation: Schon bei der Fächerwahl in Schule und Studium entwickeln sich die Wege der späteren Leitungspersonen auseinander. Es bilden sich sektorspezifische Führungsnetzwerke heraus, Kontaktpunkte sind selten. Die Autoren der Studie empfehlen Gegenmaßnahmen, darunter: Aufsichtsräte und öffentliche Gremien heterogen mit Angehörigen aus Wirtschaft, Staat, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu besetzen, sektorenübergreifende Austausch-, Jobrotations- und Mentoringprogramme einzuführen, flexible Zugangsmöglichkeiten zu Verwaltung und Ministerien auch für Führungskräfte aus anderen Sektoren wie der Wirtschaft zu schaffen. Beim Recruiting bzw. bei Beförderungen sollten von den Unternehmen Personen mit breitem Erfahrungsprofil bevorzugt werden. Und auch Weiterbildungen sollten gezielt sektorenübergreifend ausgerichtet werden und Teilnehmer verschiedener Bereiche in einem Lernkontext zusammenbringen.

Autor(en): (jum)

Die Studie finden Sie kostenlos auf der Webseite des Wissenschaftszentrums.


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