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Ein Risiko für die Produktivität?

Frauenüberschuss im Personalmanagement


HR ist eine Frauendomäne. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich erschienene Studie der Personalberatung HRblue. Braucht der Personalbereich mehr Männer? Studienleiterin Heike Gorges klärt im Interview über potenzielle Risiken der aktuellen Geschlechterverteilung auf.

Warum ist das Human Resource Management für Frauen so attraktiv?

Heike Gorges: Frauen interessieren sich häufig, so die Rückmeldungen, besonders für Soft-Skill-Themen. Sie reizt der Umgang mit Menschen und die damit verbundene Kommunikation. Das, so nehmen sie an, ist besonders in HR Gegenstand der Arbeit. Wenn ich etwa mit Studentinnen im Personalschwerpunkt spreche, höre ich oft die Aussage: „Ich habe mich für HR entschieden, weil ich mich gerne mit Menschen beschäftigen und sie bei ihrer Entwicklung unterstützen möchte.“

Aber im Personalmanagement geht es um mehr?

Ja, die Aufgaben haben sich in den vergangenen zehn, 15 Jahren verändert. Human Resource Management ist deutlich strategischer, businessorientierter und IT-lastiger geworden. Auch im Talent Management steht nicht mehr unbedingt das Individuum im Mittelpunkt der von HR verantworteten Aufgabe. Es könnte also sein, dass eine Person, die sich einmal aus diesem Grund für den Bereich entschieden hat, heute gefordert ist, sich zusätzliches Know-how anzueignen. Erfolgreich wird sie aber nur dann sein, wenn sie sich auch für Business- und IT-Themen interessiert.

Kann der große Frauenanteil in HR ein Risiko sein?

Nicht zwingend. Es kommt darauf an, ob die vielfältigen Rollen im Personalmanagement passend hinsichtlich der erforderlichen Interessen besetzt sind. Die Ergebnisse der Studie geben Hinweise in diese Richtung und empfehlen Unternehmen mit deutlichem Frauenüberschuss zu prüfen, ob Nachteile vorliegen, ob es ein Risiko für die Produktivität darstellt. So sollte zum Beispiel jemand, der als HR Business Partner einen Beitrag zum Businesserfolg leisten soll, sich ebenfalls brennend für Businessthemen interessieren. Bei konsequenter Umsetzung könnte sich damit auch das ein oder andere Imagethema von HR im Unternehmen positiv entwickeln.

Wie können Unternehmen die richtigen Mitarbeiter für HR anlocken?

Entscheidend ist, bekannt zu machen, wie vielfältig die Aufgaben im Personalbereich sind, und welche unterschiedlichen Interessensgebiete dabei angesprochen sind – eben nicht nur der Faktor Mensch, sondern ebenso Business-, IT-, Finanz- und Organisationsthemen. Auch die Öffnung für Quereinsteiger aus allen Fachrichtungen und Unternehmensbereichen wäre eine Möglichkeit. Sie können zum Beispiel adressiert werden, indem Unternehmen in Trainee- oder Weiterbildungsprogrammen, bei denen ein höherer Männeranteil herrscht, eine Station in HR einbauen.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und weitere Informationen stehen unter www.hrblue.com zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Autor(en): (obi)


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