Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Klarer denken dank Depression

Entscheidungsverhalten


Gut-drauf-Sein ist in unserer Gesellschaft angesagt. Miesepetrige Mitarbeiter sind vielen Chefs und Kollegen ein Gräuel. Wie eine neue Studie der Universität Basel zeigt, jedoch zu Unrecht. Die Untersuchung bestätigt eine viel diskutierte These in der Psychologie: dass nämlich eine (leichte) Depression die Fähigkeit zum analytischen Denken steigert – und damit auch hilft, gute Entscheidungen zu treffen. In Experimenten hatte das Team um Studienleiterin Dr. Bettina von Helversen 27 Gesunde und 27 Depressive ein Computerspiel durchführen lassen, in dem es u.a. darum ging, eine Personalentscheidung zu treffen. Die 'Bewerber' mit unterschiedlichen Merkmalen wurden den 54 Probanden nacheinander in zufälliger Reihenfolge präsentiert.

Ergebnis: Die trübsinnig Gestimmten unter ihnen wählten im Mittel die besser geeignete Person für die Stelle aus. 'Unsere Daten deuten darauf hin, dass die depressiven Patienten deshalb besser abschneiden, weil sie die einzelnen Optionen kritischer bewerten, eine nicht so gute Option ablehnen und weitersuchen', so von Helversen. Allerdings, fährt die Wissenschaftlerin fort, haben die depressiven Patienten auch länger gebraucht, sich eine einzelne Option anzuschauen. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Teil des Effekts darauf zurückzuführen ist, dass sie die Option schlicht gründlicher prüfen.

Die Wissenschaftler ziehen daraus den Schluss, dass Depressionen durchaus evolutionäre Vorteile mit sich bringen können – und zwar insofern, als sie Menschen dazu bringen, sich komplexen kognitiven Aufgaben besonders analytisch und beharrlich zu nähern. 'Allerdings kann man bei der relativ kleinen Studie nicht ausschließen, dass die negativen Effekte bei sehr schweren Depressionen überwiegen würden, weil die Patienten dann gar nicht mehr zu einer Entscheidung fähig sind', so Studienleiterin von Helversen.

Autor(en): (jum)

Die Studienergebnisse sind im Journal of Abnormal Psychology, April 2011, unter dem Titel 'Performance benefits of depression', nachzulesen.


ANZEIGE

Nachricht aus managerSeminare 162:

Bild zur Ausgabe 162
Das Magazin managerSeminare jetzt testen

Suche im Archiv

Weitere Informationen zum Thema


© 1996-2019, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier