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Je höher die Position, desto größer der Pay Gap

Entgeltunterschiede


Die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen besteht – trotz politischer Maßnahmen wie dem Entgelttransparenzgesetz – weiter fort. Eine neue Untersuchung des Beratungsunternehmens Kienbaum zeigt jetzt, dass sich der Gender Pay Gap mit steigender Position noch vergrößert. Grundlage der Untersuchung ist die Kienbaum Vergütungsdatenbank, in der Daten von mehr als 75.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern festgehalten sind. Das Kern­ergebnis: Frauen verdienen noch immer durchschnittlich 20 Prozent weniger als Männer. Betrachtet man die bereinigte Entgeltlücke, also die Gehälterdifferenz, bei der positions- und personenspezifische Merkmale herausgerechnet wurden, beträgt die Lücke immer noch vier Prozent. Auch bei gleicher Arbeit, Position und Branche verdienen Frauen durchschnittlich also immer noch weniger Geld als Männer. Dieser Unterschied verschärft sich mit der Höhe der Hie­rarchiestufen. So beträgt der bereinigte Gender Pay Gap bei Positionen wie Referenten und Spezialisten ca. 4 Prozent, bei Führungskräften der oberen Managementebene jedoch rund 11 Prozent. Als Grund dafür vermuten die Kienbaum-Berater unter anderem, dass Frauen in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert sind – die Studie zeigt, dass der Frauenanteil im oberen Management nur 20 Prozent beträgt –, was unter anderem auf strukturelle Probleme wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurückzuführen sei.


Neben einem Zusammenhang zwischen Hierarchiestufe und Entgeltlücke zeigt die Studie noch eine weitere Korrelation: Je größer ein Unternehmen ist, desto geringer ist die Entgeltlücke. So beträgt der bereinigte Pay Gap bei Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitenden rund zehn Prozent, bei Unternehmen mit mehr als 10.000 Angestellten nur noch 0,3 Prozent. In großen Konzernen verdienen Männer und Frauen also praktisch gleich viel. Eine Erklärung dafür kann in den Augen der Studienautoren sein, dass große Unternehmen häufig mit ausdifferenzierten Vergütungssystemen arbeiten, die weniger Raum für Entgeltunterschiede lassen als eine Gehaltspolitik, bei der Löhne im stillen Kämmerlein verhandelt werden. Auch die Arbeit von Arbeitnehmervertretungen, die sich für Gleichbehandlung von Frauen und Männern einsetzen, könnte einen positiven Effekt auf die gleiche Bezahlung beider Geschlechter haben, mutmaßen die Kienbaum-Berater.

Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen bei unterschiedlichen Hierarchiestufen
Facharbeiter/in: Anteil Frauen 11%; Bereinigte Entgeltlücke 1,6%
Sachbearbeiter/in: Anteil Frauen 70%; Bereinigte Entgeltlücke 1,8%
Spezialist/in: Anteil Frauen 33%; Bereinigte Entgeltlücke 4,1%
Führungskraft: Anteil Frauen 26%; Bereinigte Entgeltlücke 10,6%

Quelle: www.managerseminare.de, Kienbaum-Studie zu Entgeltunterschieden, n=75.165 Datensätze, 2019.

Autor(en): Marie Pein


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