Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Gen Y doch nicht so agil

Digital Natives


Wer den Debatten der vergangenen Jahre gefolgt ist, musste den Eindruck gewinnen, dass Unternehmen in Zukunft von einer neuen Spezies bevölkert werden: der Generation Y, die auch deshalb völlig anders tickt als das herkömmliche Arbeitnehmer-Auslaufmodell, weil sie die Prinzipien der Agilität quasi in der DNA trägt. Doch jetzt stutzt eine Studie dieses Vorurteil zurecht.

Die Untersuchung 'Die Digital Natives: Grenzenlos agil?' des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) beruht auf einer Erhebung unter 1.418 Studenten verschiedener Fachrichtungen. Die Forscher interessierte, wie offen junge Menschen neuen agilen Arbeitsweisen tatsächlich gegenüberstehen. Das Ergebnis fällt weniger eindeutig aus, als es die stereotypen Bilder von der Generation Y nahelegen. Zwar sind die Digital Natives durchaus bereit, den Trends zu folgen. Aber sie setzen dabei klare Grenzen. Sich an der eigenen Zielerreichung messen zu lassen, finden die meisten jungen Menschen zwar beispielsweise völlig in Ordnung. Nicht aber wollen sie sich dem direkten Wettbewerb um Aufträge, Kontakte und Ansehen aussetzen. Wechselnde Aufgaben und Rollen werden gern übernommen. Mit Skepsis reagieren viele jedoch auf den Anspruch, häufig mit wechselnden und deshalb 'fremden' Partnern zusammenzuarbeiten. Auslandsreisen sind ab und zu okay. Aber sie sollten nicht zu oft erfolgen. Präsenz zeigen im Internet, in sozialen Netzwerken und im Intranet, gilt – wenn die Arbeit es erfordert – als akzeptabel. Aber jederzeit erreichbar sein oder den Arbeitsplatz und -ort flexibel wechseln? Nein danke.
Neun von zehn Befragten streben zudem eine unbefristete Festanstellung an. Befristete Tätigkeiten oder ein Leben als Freelancer erscheinen der Mehrheit dagegen – entgegen dem Bild vom freiheitsliebenden Knowledge-Worker, das mancher Zukunftsexperte in den vergangenen Jahren euphorisch gezeichnet hat – nicht erstrebenswert. Dass sich also mit dem Eintritt der jungen Menschen in die Arbeitswelt und dem Austritt der älteren Kohorten gleich die gesamte Kultur ändert und komplett durchagilisiert – von dieser Vorstellung müssen sich Unternehmen wohl verabschieden: 'Es wird darauf ankommen, sorgfältig zwischen Unternehmenserfordernissen und Mitarbeiterinteressen abzuwägen', schreiben die Studienmacher. Das allerdings ist wahrlich keine neue Herausforderung.

Autor(en): Sylvia Jumpertz


ANZEIGE

Nachricht aus managerSeminare 217:

Bild zur Ausgabe 217
Das Magazin managerSeminare jetzt testen

Suche im Archiv


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier