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Wo bleibt die Weiterbildung?

Die deutschen Unternehmen und die Digitalisierung


Mitarbeiter stehen der Digitalisierung positiver gegenüber, als viele Führungskräfte denken. Gleichzeitig aber beklagen die Arbeitnehmer, zu wenig auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet zu werden, zeigen aktuelle Studien.


Laut einer Umfrage des Personaldiagnostik-Experten metaBeratung unter hundert Führungskräften in Deutschland fürchten 70 Prozent der Befragten, dass Mitarbeiter zu sehr an traditionellen Verhaltensmustern festhalten und damit die digitale Transformation behindern. Schaut man sich jedoch Studien an, in denen die Mitarbeiter selbst zu Wort kommen, relativiert sich das Bild deutlich. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young (Digitale Arbeitswelt: Chance oder Jobkiller?) begegnet ein großer Teil der befragten 1.042 Angestellten der Digitalisierung nämlich mit nur wenig Vorbehalten. 48 Prozent gehen sogar davon aus, dass ihnen digitalisierte Arbeitsprozesse zusätzliche Chancen bieten werden. Laut der Studie versäumen es die Unternehmen jedoch, ihre Mitarbeiter ausreichend auf die Digitalisierung vorzubereiten. Je weiter unten in der Hierarchie ein Mitarbeiter angesiedelt ist, umso schlechter fühlt er sich über die konkreten Implikationen der Digitalisierung informiert. 41 Prozent der Mitarbeiter wissen außerdem von keinen Fortbildungsangeboten zum Thema zu berichten. Und das, obwohl 85 Prozent der Befragten sagen, dass die Digitalisierung ihre Arbeit schon heute beeinflusst.
Bestätigung finden diese Ergebnisse in der Erhebung Digitale Agenda 2020 – Human Resources, die der Digitalisierungsspezialist CSC aus Wiesbaden unter rund 1.000 deutschen Arbeitnehmern durchgeführt hat. Auch laut dieser Studie sind schon heute 80 Prozent der Befragten von Veränderungen durch die Digitalisierung betroffen. Doch auch diese Umfrage zeigt: Es mangelt an passenden Schulungsangeboten. Rund zwei Drittel der von CSC Befragten kritisieren die Skills- und Kompetenzstrategie in ihrem Unternehmen. Für die Firmen wird es demnach höchste Zeit, die Digitalisierung strategisch durchdacht in Angriff zu nehmen, wozu auch ein wohl durchdachtes Aus- und Weiterbildungskonzept gehört.
Dass sie ohne Digitalstrategie in Zukunft sogar Recruiting-Probleme bekommen könnten, zeigt das aktuelle Manager-Barometer der Personalberatung Odgers Berndtson. Demnach wollen zumindest viele Führungskräfte in Zukunft nicht mehr in einem Betrieb mit wenig ambitionierter und nachvollziehbarer Digitalstrategie anheuern: 63 Prozent der 1.800 Befragten gaben an, beim nächsten Jobwechsel auf diesen Faktor zu achten. 

In meinem Unternehmen gibt es Weiterbildungsmaßnahmen, die mich auf die veränderten Arbeitsbedingungen durch die Digitalisierung vorbereiten. 
  • 16% Ja, aber ich nutze diese nicht 
  • 43% Ja, und ich nutze sie 
  • 41% Nein, es gibt keine Angebote

Quelle: Studie „Digitale Arbeitswelt: Chance oder Jobkiller?“ der Ernst & Young GmbH, Februar 2016, N = 1.042.

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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