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Fehltritte an der Tagesordnung

Corporate Ethics


Knapp jeder dritte Beschäftigte in Europa nimmt ethisches Fehlverhalten an seinem Arbeitsplatz wahr. Deutschland liegt hier leicht unter dem Durchschnitt: Hierzulande berichtet nur jeder vierte über ethische Fehltritte. Zu diesen Ergebnissen kommt die europaweite Studie „Ethics at Work 2018“, die unter anderem vom Londoner Institute of Business Ethics (IBE) und der Zeppelin Universität, Friedrichshafen, durchgeführt wurde. Rund 6.000 Beschäftigte aus acht europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, wurden befragt. Demnach nehmen nicht nur die Mitarbeiter ethisches Fehlverhalten wahr, fast jede dritte Führungskraft gibt an, dass sie kleinere Tricksereien sogar toleriert und als unvermeidbar ansieht. Dabei nehmen gerade die Führungskräfte eine zentrale Rolle in Bezug auf Ethik am Arbeitsplatz ein: „Die Menschen folgen ihren Vorgesetzten, ihnen kommt eine Schlüsselrolle dabei zu, die ethische Kultur eines Unternehmens zu definieren“, erklärt Philippa Foster Back, Direktorin des IBE, und fügt hinzu: „Organisationen sollten Führungskräfte im Hinblick auf ethische Entscheidungen weiterbilden und unterstützen.“ Der Studie nach schätzen Mitarbeiter aus Unternehmen, in denen dies bereits geschieht, die Ehrlichkeit an ihrem Arbeitsplatz höher ein, und sie sind eher bereit, ethisches Fehlverhalten zu melden.

Autor(en): Marie Pein


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