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Auszeichnung 'TopCoach'

Branchenvertreter warnen vor neuem Siegel


Es gibt ein neues Siegel am Coaching-Markt: 'TopCoach 2016'. Das lässt höchste – und vor allem streng geprüfte – Qualität vermuten. Doch allzu weit her ist es mit der Qualitätsprüfung nicht. So sehen das jedenfalls die Coachingverbände, die die Auszeichnung scharf kritisieren.

Das Siegel 'TopCoach' beruht auf einem Ranking, das das Nachrichtenmagazin Focus gemeinsam mit der Businessplattform Xing und dem Marktforschungsunternehmen Statista initiiert hat. Im Frühjahr 2016 wurden die auf Xing gelisteten Coachs – es sollen 140.000 sein – sowie 77.000 Personalverantwortliche darum gebeten, in verschiedenen Kategorien Empfehlungen für Coachs auszusprechen. Auf diese Weise soll es zu 6.800 abgegebenen Stimmen und 24.000 Einzelbewertungen gekommen sein. 500 Coachs mit bestem Ruf bei Kollegen und Personalern sollen so identifiziert worden sein. Man findet sie über die Coachseite bei Xing. Und auch der Focus hat im Juli in seiner Karrierebeilage eine gekürzte Liste publiziert. Die Initiatoren begründen das Projekt mit dem Anliegen, mehr Transparenz in den Coachingmarkt bringen zu wollen.
Doch aus Sicht des Marktes hat die Aktion einen unseriösen Touch. Nachdem die Wellen in der Branche schon wochenlang hochgeschlagen waren, hat sich im September 2016 der Roundtable der Coachingverbände (RTC) zu einer Stellungnahme veranlasst gesehen. Die Branchenvertreter kritisieren in ihrer Verlautbarung, dass die Coachs, sofern sie sich außerhalb des Focus- und Xing-Umfeldes mit dem Siegel 'TopCoach' schmücken wollen, 5.000 Euro zahlen müssen. Und zwar pro Jahr und pro ausgezeichneter Kategorie. Schwerer noch wiegt ihre Kritik am Auswahlverfahren selbst. 'Ein wirklicher Topcoach muss Voraussetzungen erfüllen, die über eine reine Empfehlung deutlich hinausgehen', heißt es in der Stellungnahme. Als Beispiele werden Kriterien wie eine fundierte Aus- sowie kontinuierliche Weiterbildung genannt.
All dies fällt in einem allein auf Empfehlungen beruhenden Prüfverfahren freilich unter den Tisch. 'Das Top-Coach-2016-Siegel bietet Kunden keine geeignete Orientierung', lautet denn auch die Warnung der Branchenvertreter. Potenziellen Klienten rät der Roundtable stattdessen dazu, sich an sein 2015 veröffentlichtes Positionspapier als Orientierungsanker für die reflektierte Auswahl eines passenden Coachs zu halten. Download unter http://bit.ly/2cCdUao

Autor(en): Sylvia Jumpertz

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