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Von Rettern und Helfern

Bildungsanbieter auf dem Hochschulmarkt


Für die eine war es Rettung in höchster Not, die andere sichert sich in schwieriger Lage eine – auch finanzielle – Stütze. Die Rede ist von der insolventen Gisma Business School mit Sitz in Hannover und von der notorisch klammen HHL Graduate School of Management aus Leipzig. Was beide gemein haben, ist, dass ihnen ein privater Bildungsanbieter beigesprungen ist. Dies hat die eine vor dem Untergang bewahrt und die andere ein Stück weit zukunftssicherer gemacht. Den Kunden eröffnet es neue Optionen.

Die Gisma wurde von der holländischen Global University Systems, die bereits Inhaber der London School of Business and Finance ist, übernommen, nachdem sie am 14. Mai 2013 einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Sie soll zuvor unter ihren sinkenden Studentenzahlen wie auch den hohen Zahlungen an ihren bisherigen US-Partner, die Krannert School of Management an der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana, gelitten haben. Der für das Institutsprogramm der Gisma besonders wichtige Vollzeit-MBA nämlich fußt auf einer engen Kooperation mit Krannert: Der US-Partner stellte bislang das Studienprogramm wie auch alle Dozenten und vergab den Abschluss. Dafür fielen Gebühren von 1,9 Millionen Euro jährlich an, was bei zuletzt gerade einmal 24 Studenten eine kaum tragbare Summe war. Durch die Insolvenz ist der ursprünglich bis 2014 laufende Vertrag mit dem Partner hinfällig geworden. Der neue Betreiber will die bislang ausschließlich englischsprachigen und auf internationale Studenten ausgerichteten Vollzeit-MBA-Kurse nun stärker auf deutsche Teilnehmer und den Mittelstand ausrichten.

Derart in der Bredouille wie die Gisma steckt die HHL zwar nicht. Doch auch sie hat mit Geldsorgen zu kämpfen. Im Zuge einer Kapitalerhöhung holte sie sich nun die Cognos AG, Hamburg, in den Gesellschafterkreis. Die private Bildungsgruppe, zu der u.a. Einrichtungen wie die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft und die Hochschule Fresenius zählen, erhält vom erhöhten Stammkapital einen Anteil von 25 Prozent plus einer Stimme. Im Rahmen der Kooperation werden an der HHL zwei neue Forschungszentren gegründet: eines für Wirtschaftspsychologie und Leadership und eines für Gesundheitsökonomie und Regulierung. Ersteres soll in Zukunft eine maßgebliche Rolle bei der Weiterentwicklung des 'Leipziger Führungsmodells' der HHL spielen, das den Weg weg vom kurzfristigen Gewinnstreben hin zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung ebnen will. Inhaltlich profitieren werden die Studenten auch von der Gründung des Forschungszentrums für Gesundheitsökonomie und Regulierung, ist Uni-Rektor Andreas Pinkwart überzeugt: 'Der dynamisch wachsende Gesundheitsbereich bietet künftigen Führungskräften spannende Aufgaben.' HHL-Kunden bringe die Kooperation darüber hinaus infrastrukturelle Vorteile: Die Hochschule wird durch Nutzung von Cognos-Standorten den Radius ihrer Teilzeitstudiengänge nach Westdeutschland ausdehnen. Für herausragende Studierende der Hochschule Fresenius wiederum eröffnen sich Möglichkeiten für ein weiterführendes Master-Studium (MBA oder M.Sc.) oder eine Promotion an der HHL. Die Hochschule sieht sich damit in Zeiten, in denen das Thema Aufstiegsqualifizierung und Talentförderung immer mehr an Bedeutung gewinnt, auf einem innovativen Weg.

Autor(en): (ena/jum)


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