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Immer kürzer und immer weniger elitär

BDU-Marktstudie Outplacement-Beratung 2012/2013


mmer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern nach einer Kündigung Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung an. Dass die Nachfrage nach der Dienstleistung Outplacement-Beratung wächst, zeigt jedenfalls die aktuelle Markterhebung Outplacement-Beratung in Deutschland 2012/2013 des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) aus Bonn. Die Branche verzeichnete im Jahr 2013 ein Marktwachstum von 8,5 Prozent. Im Krisenjahr 2011 war das noch anders. 'Zum einen, weil in Deutschland durch politische Maßnahmen nicht sehr viele Stellen abgebaut worden sind. Zum anderen, weil sich Unternehmen, die mit dem Rücken zur Wand standen, die Investition in Outplacement nicht leisten konnten', erklärt BDU-Vizepräsident Herbert Mühlenhoff. Momentan ist die Lage anders: Vielen Firmen geht es gut. Sie restrukturieren aber trotzdem, um sich für schlechtere Zeiten zu rüsten. Um angesichts dieser für Mitarbeiter oft schwer verständlichen Melange den guten Ruf nicht zu verlieren, setzen die Firmen verstärkt auf Einzel-Outplacements. Diese allerdings werden, anders als noch vor Jahren, von den Firmen überwiegend in zeitlich begrenzten Formaten nachgefragt. Das heißt: Der gekündigte Mitarbeiter wird nicht so lange begleitet, bis er in einem neuen Job Fuß gefasst hat. Vielmehr endet die Beratung in 90 Prozent der Fälle nach spätestens sechs Monaten. 'Verantwortung ja, aber nicht unbegrenzt, lautet das Motto der Unternehmen', konstatiert Mühlenhoff.

Auch die Kosten spielen dabei eine Rolle. Wie andere Consultants bemerken auch die Outplacement-Berater, dass der – kostenbewusste – Einkauf in den Unternehmen zunehmend die Hoheit über den Vertragsabschluss übernommen hat. Ein Zeichen dafür, dass Outplacement-Beratung mittlerweile regulärerer Teil des Personalmanagements geworden ist. Obgleich der klassische Kandidat immer noch der 44-jährige Mittelmanager mit 100.000 Euro Jahreseinkommen ist, wird zunehmend auch Mitarbeitern ohne Führungsposten Einzel-Outplacement-Beratung angeboten. Auch Betriebsräte plädieren heutzutage immer häufiger für die Maßnahme. Den Beratern macht es das nicht immer leichter. 'Die Erwartungen der Arbeitnehmervertreter gehen oft in die falsche Richtung. Das Motto lautet 'Besorgt den Leuten jetzt mal einen neuen Job'. Dem müssen wir aufklärend entgegenwirken', sagt Mühlenhoff. Folgen wird die Branche dagegen in Zukunft wohl dem Ruf der Unternehmen nach einer Unterstützung des gesamten Kündigungsprozesses. 'Die Firmen interessieren sich nämlich zunehmend für eine Prozessbegleitung vom Konzept bis zur Qualifizierung des Vorgesetzten', erklärt Mühlenhoff.

Autor(en): (jum)

Link: BDU


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