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Das kann man so nicht (mehr) sagen

Ausgediente Begriffe


Die Arbeitswelt wandelt sich – und damit auch ihre Begriffe. Wir haben 10 herausgepickt, die man vor 25, 10 oder 5 Jahren noch oft hörte, die teilweise immer noch genutzt werden und die man heute alle – finden wir – getrost entsorgen darf.

Vorgesetzter
Ein Begriff, der nach wie vor viel gebraucht wird – leider. Denn die Metapher, die er in sich trägt, passt nun wirklich nicht mehr in die heutige Zeit: Eine Person wird einer anderen vor (die Nase) gesetzt. Letztere kann damit auch nur bis zu ersterer blicken, die Sicht auf die Ziele im Hintergrund, aufs große Ganze, ist ihr damit versperrt. Macht aber ja auch nichts, zumindest dann nicht, wenn man von der Person lediglich erwartet, dass sie die Anweisungen ihres Vorgesetzten ausführt.

Anweisung
Das Wort klingt nach Gebrauchsanleitung: 'Bitte den Anweisungen genau Folge leisten.' Also bitte nicht vom vorgegebenen Weg abweichen, bitte nicht kreativ sein und ja nicht eigene Ideen entwickeln! Am besten gar nicht (mit)denken, sondern nur die Anweisungen des Vorgesetzten ausführen.

Vorschrift
Mitdenken verboten lautet auch die Devise bei dem Begriff Vorschrift. Der wird vor allem – früher sehr oft und leider durchaus immer noch – gerne als Totschlagargument ge­­braucht, in Form der Formulierung: 'Das ist Vorschrift.' Und wenn die Vorschrift keinen Sinn macht? Vorschrift ist Vorschrift.

Untergebener
Die Bezeichnung Untergebener ist das Pendant zum Begriff des Vorgesetzten. Untergeben klingt nach unterlegen und nach ergeben, jedenfalls nicht nach selbstbewussten, mitdenkenden Mitarbeitern.

Mitarbeitender/Mitarbeitende
Mmmh, Mitarbeiter ... sollte es nicht besser Mitarbeitender heißen? Eine Zeitlang las man das Wort Mitarbeitender recht häufig, genauso wie Studierender statt Student. Der Grund für die Nutzung solcher substantivierten Partizipien: Sie sind beidgeschlechtlich verwendbar, es lässt sich also auch die feminine Form – die Mitarbeitende, die Studierende – formulieren. Sie waren en vogue, weil sie als besonders gendergerecht galten, mittlerweile sind die sperrigen Konstruktionen glücklicherweise wieder auf dem Rückzug.

Nach Diktat verreist
Kennen Sie noch die Formulierung 'Nach Diktat verreist'? Ein Relikt der Arbeitswelt von Vorvorgestern, das sich aber tatsächlich immer noch ab und zu auf Briefen von Behörden und Unternehmen findet. Die ursprüngliche Bedeutung: Ich habe den Text zwar diktiert, aber nicht mehr geschafft, ihn zu unterschreiben. Ähm ja, das dauert natürlich auch so seine Zeit mit der Unterschrift, die soll ja schließlich auch schön werden. Heute meint man damit eher: Ich bin fürs Thema verantwortlich, aber auf unbestimmte Zeit nicht zu erreichen. Warum dann in der Zeit nicht die Verantwortung übertragen? Dann unterschreibt der, der den Brief auch wirklich geschrieben hat und fügt gegebenenfalls ein i.A. (in Auftrag) hinzu. Da weiß der Empfänger wenigstens, an wen er sich richten kann, wenn er sofort eine Nachfrage hat.

Sitzung
Ebenfalls die Toilette runterspülen sollte man den Begriff Sitzung. Für einen längeren Aufenthalt auf dem stillen Örtchen passt er prima, aber ein Meeting oder – wer es lieber in Deutsch will – eine Besprechung so zu bezeichnen, wirkt heutzutage antiquiert. Denken Sie nicht auch sofort an große lange Tische, an denen Menschen im dunklen Business Look sitzen, um Probleme buchstäblich auszusitzen? Das Bild einer dynamischen Diskussion dürfte bei dem Wort Sitzung jedenfalls den wenigsten in den Sinn kommen.

Betrieb
Genauso wenig denkt man wohl an ein dynamisches Unternehmen, wenn man das Wort Betrieb hört. Betrieb klingt nach starren Strukturen und Stechuhr – jedenfalls nicht nach einem Ort, an dem Menschen mit Freude und Elan an gemeinsamen Zielen arbeiten.  

Mitarbeiterschulung
Hand aufs Herz: Macht der Begriff Mitarbeiterschulung Lust auf Lernen? Wohl nicht. Denn irgendwie klingt er zu sehr nach 'Der kann das nicht, also wird es ihm beigebracht – zur Not auch gegen seinen Willen'. Den Begriff gibt es auch noch in
der Hardcore-Variante: Mitarbeiterbeschulung. Die hört und liest man mittlerweile glücklicherweise aber nur noch sehr selten.

Boss
Ob man den Begriff Boss mag oder nicht, ist zugegeben Geschmacksfrage. Fest steht aber, dass Boss ein bisschen wie böse klingt und viele mit dem Boss eher ein Raubein assoziieren als eine Führungskraft, der man gerne folgt. Warum nicht einfach Chef sagen – klingt doch irgendwie charmant?

Autor(en): (ama)


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