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Unternehmenskultur und Mindset sind die größten Hürden

Agilität in der Praxis


Das größte Problem bei der Ausweitung von Agilität ist die Unternehmenskultur sowie das Mindset der Mitarbeitenden. Das zumindest ist das Ergebnis einer qualitativen Studie, für die das Management- und IT-Beratungsunternehmens Capgemini 45 Führungskräfte weltweit ausführlich interviewt hat – allesamt aus unterschiedlichen Unternehmen, die Agilität bereits erfolgreich flächendeckend umgesetzt haben. Aber auch die Technik stellt immer noch eine große Herausforderung dar: So geben 64 Prozent der Befragten an, dass agile Arbeitsweisen aufgrund von technischen Mängeln noch nicht umgesetzt werden können, bzw. sich die Technik nicht schnell genug weiterentwickelt und deshalb das flexible und autonome Arbeiten der Teams ausbremst. Ein weiteres großes Problem sieht mehr als die Hälfte der Interviewpartner bei sich selbst bzw. ihren Kollegen: Führungskräfte haben demnach häufig Probleme, die neuen Arbeitsweisen zu adaptieren und beispielsweise eine positive Fehlerkultur zu etablieren.


Wie Unternehmen, die agile Arbeitsweisen einführen bzw. ausweiten wollen, den geschilderten Schwierigkeiten begegnen können, haben die Studienautoren in vier Handlungsempfehlungen zusammengefasst:

1. Klein anfangen: Auch wenn das Ziel ist, Agilität im gesamten Unternehmen umzusetzen, sollte dies nicht auf einen Schlag geschehen. Ein solcher „Big Bang“ führt in den Augen der Studienautoren nur zu Unsicherheit und Misstrauen und widerspricht zudem den Grundsätzen der Agilität. Stattdessen sollten Unternehmen Agilität in kleinen Teams, die möglichst nah am Kunden sind, einführen, aufmerksam die Erfolge und Misserfolge beobachten, daraus Lehren ziehen und dann schrittweise die agilen Arbeitsweisen auch auf andere Teams und Unternehmensbereiche übertragen.

2. Langsamen Kulturwandel durch Verhaltensänderungen erzielen: Die Studienautoren empfehlen, schrittweise Verhaltensweisen zu ändern. Dazu gehört, dass die Führungskräfte versuchen, Veränderungen direkt vorzuleben. Sie sollten ihre Mitarbeiter ermutigen, iterativ zu experimentieren und Erfahrungen mit Selbstorganisation zu sammeln. Bei allem sollte offen und transparent kommuniziert werden, auch Weiterbildungen sollten ermöglicht werden.

3. Anpassen der Unternehmensstrategie: Die Unternehmensorganisation sollte sich an die agilen Prinzipien anpassen, was bedeutet: Statt einmal jährlich Pläne und Budgets aufzustellen, sollte kontinuierlich und anlassbezogen geplant und budgetiert werden. Prozesse sollten ständig hinterfragt und verbessert sowie Entscheidungen dezentral getroffen werden. Hilfreich kann es zudem sein, ein sogenanntes Agilitätszentrum zu gründen, das die Fortschritte des Unternehmens überprüft.

4. Die IT verbessern: Unternehmen sollten in ihre IT investieren und diese verbessern, damit Fortschritte in der Zusammenarbeit der Teams nicht durch mangelnde technische Unterstützung ausgebremst werden.

Top-4-Hürden für die Skalierung von Agilität
Unternehmenskultur und Mindset der Mitarbeitenden 82%
Technische Probleme/Verzögerungen 64%
Unternehmensziele passen nicht zur Transformation 56%
Führungskräfte sind noch in alten Arbeitsweisen verhaftet 53%

Grafik: www.managerseminare.de; Studie 'Agile at Scale' des Capgemini Research Institute, Experteninterviews mit 45 Führungskräften, 2019.

Autor(en): Marie Pein


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Nachricht aus managerSeminare 265:

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