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'Viele Burnout-Erkrankte werden falsch behandelt'

Ulrich Hegerl über das Modewort Burnout

Burnout ist zu einem Modewort geworden. Kliniken springen auf den Zug auf und hoffen auf eine Klientel von Managern mit Privatversicherung. Unternehmen führen betriebsinterne Maßnahmen ein, um dem Burnout ihrer Mitarbeiter vorzubeugen. Zwar ist zu begrüßen, dass durch all dies die Sensibilität für die große Bedeutung psychischer Erkrankungen gestiegen ist, meint Professor Dr. Ulrich Hegerl. Aber der Wissenschaftler warnt auch vor dem inflationären Gebrauch des schwammigen Begriffs Burnout. Laut Hegerl kann dieser Verwirrung stiftend, irreführend und längerfristig für die Betroffenen stigmaverstärkend sein.

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Professor Dr. Ulrich Hegerl ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig sowie Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Kontakt: info (at) deutsche-depressionshilfe.de

Autor(en): Ulrich Hegerl
Quelle: managerSeminare 167, Februar 2012, Seite 16 - 17 , 5442 Zeichen

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