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Eine Methode wird zum Selbstläufer

Internationaler Kongress für Systemaufstellungen

Von den einen als Psychoguru verschrien, von den anderen als Urvater der heutigen Aufstellungsarbeit geehrt: Das ist Bert Hellinger. Auf dem 5. Internationalen Kongress für Sytstemaufstellungen Anfang Mai in Köln war von der Kontroverse jedoch wenig zu spüren. Die Berater und Trainer ernten die Verdienste des 80-Jährigen und begründen damit neue Trends.

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Bert Hellinger sorgt für Überraschungen. Auch heute noch, mit fast 80 Jahren. Auf dem 5. Internationalen Kongress für Systemaufstellungen konnten es die aus 40 Ländern nach Köln gereisten 1.200 Teilnehmer hautnah erleben: Was alle von ihm erwartet hatten, nämlich dass Hellinger gleich am ersten Kongresstag sein weltweit beobachtetes Können demonstriert und auf der Bühne Familienaufstellungen vornimmt, blieb erstmal aus. Diese Erwartung erfüllte der Urvater der heutigen Aufstellungsarbeit erst gegen Ende der viertägigen Veranstaltung, deren Ausrichter die GfS (W) Gesellschaft für Systemaufstellungen-West gGmbH war.

Stattdessen verblüffte der Theologe und Therapeut mit einer Ankündigung, die jenseits aller Erwartungen lag: Hellinger, der immer gesagt hat, “die Schüler sind die Schande des Meisters”, will nun das tun, was er bislang stets ablehnte: Er will eine Schule gründen und gemeinsam mit seiner Ehefrau regelmäßige Fortbildungen anbieten.

Zudem hatte Hellinger den Appetizer für eine neue Zeitschrift mitgebracht, betitelt “Hellinger Zeitschrift: Lebenshilfe”. Keine Frage: Bert Hellinger will nicht nur seine Stellung als Frontmann der von ihm ausgelösten Aufstellerbewegung verteidigen, sondern darüber hinaus auch seinen Wirkungskreis noch einmal entscheidend erweitern. Und das im wahrhaft reifen Alter.

Das ist bewundernswert. Zum einen. Zum anderen fragt man sich: Will Hellinger wieder mehr Kontrolle über die von ihm angestoßene Szene ausüben? Hat er Schwierigkeiten damit, dass inzwischen Nachfolger am Werk sind, die die Aufstellungsarbeit selbstbewusst zu neuen Ufern und in neue Kontexte führen? Langjährige Weggenossen Hellingers zeigten sich auf dem Kongress jedenfalls über den geplanten Neuaufbruch des Altmeisters eher befremdet.

Extras:

  • Fakten und Hintergründe zur Aufstellungsarbeit.
  • Interview mit Gunthard Weber zu Entwicklungen im Bereich der Organisationsaufstellung und über Hellingers Einfluss.
  • Service: Kurzrezension von sechs Büchern zum Thema Aufstellungsarbeit und zur Hellinger-Kontroverse sowie zwei Linktipps.

Autor(en): Dr. Jochem Kießling-Sonntag
Quelle: managerSeminare 88, Juli 2005, Seite 58 - 65 , 27333 Zeichen

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