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Das Blog


28. Oktober 2011 | Von Nicole Bußmann

TV-Coaching: Sabine Asgodom ab heute auf Sendung

Davon träumen sicher einige Coachs: ein eigenes Format im Fernsehen zu haben. Für Sabine Asgodom ist es kein Traum. Ab heute, Freitag, den 28. Oktober 2011, zeigt sie in sechs Folgen jeweils ab 23.30 Uhr Coaching im Fernsehen. Pünktlich zum Sendungsstart nimmt die Münchnerin im Interview Stellung zu Idee, Coaching-Konzeption und Herausforderung TV.

Sind Sie aufgeregt, sich heute abend mit „Sabine Asgodom“ im TV zu sehen?

Sabine Asdodom: Aufgeregt ist vielleicht das falsche Wort, ich freue mich narrisch. Nach der vielen Vorbereitungszeit, den Besprechungen, den Aufzeichnungen ist es jetzt ein gutes Gefühl, das Ergebnis zu sehen.

Wie kam es zu der Idee, Coaching ins TV zu bringen?

Asgodom: Seit neun Jahren habe ich immer wieder an TV-Konzepten für Coaching-Sendungen mitgearbeitet. Aber die Zeit war wohl noch nicht reif gewesen – ich vielleicht auch noch nicht.

Warum hat sich der BR zu diesem Format entschieden? Und warum hat sich der Sender für Sie entschieden?

Asgodom: Es war eher andersherum. Wie die Verantwortlichen neulich auf einer Pressevorführung gesagt haben, haben sie erst mich gesehen, zum Beispiel bei einer Highspeed-Coaching-Veranstaltung in Leipzig, und gedacht „Die Frau muss ins Fernsehen“ – und dann habe ich ein Format dafür erarbeitet. Und dieses Format ist sofort auf höchste Akzeptanz gestoßen. Meine Sendung, die ja auch meinen Namen trägt, ist etwas völlig Neues in diesem Medium.

Legt man den Begriff Coaching sehr weit aus, könnte man auch Formate wie Die Super-Nanny, die Schuldenberater, die Kochprofis etc. dazu zählen. Gibt es da Parallelen? Bzw. was zeichnet Ihre Sendung aus?

Asgodom: Nein, das sind keine Coaching-Sendungen, sondern Beratungssendungen, da werden Menschen gedrillt und angeleitet, was sie tun müssen. Das hat mit Coaching herzlich wenig zu tun. In meiner Sendung sagen die Menschen, wofür sie eine Lösung brauchen, und wir erarbeiten sie gemeinsam.

Sie legen Wert darauf, zu betonen, dass in Ihrer Sendung nicht geschauspielert wird. Echte Menschen mit echten Problemen. Wie haben Sie bzw. der Sender diese gefunden?

Asgodom: Der Bayerische Rundfunk hat übers Internet gesucht, ich habe den Aufruf in den Social Media gepostet, und es haben sich mehr Gäste gemeldet als wir anschließend einladen konnten. Ich halte das für einen ungeheuren Vertrauensbeweis, dass Menschen sich im Fernsehen mir anvertrauen. Das war eine große Herausforderung für mich.

Wie haben Sie sich auf die Sendungen vorbereitet? Was wussten Sie im Vorfeld über die Coachees?

Asgodom: Wir hatten eine fünfköpfige Redaktion, die die Gäste interviewt hat, ihre Hauptarbeit war, den Lösungswunsch auf den Punkt zu bringen. In fünf bis acht Minuten kann man ja keine Lebensfragen klären, sondern einzelne, kleine Schritte erarbeiten. Ich habe einen Castingfilm der Gäste gesehen und den ausgefüllten Fragebogen der Gäste bekommen. Das heißt, ich habe mich genauso konzentriert vorbereitet wie auf meine anderen „richtigen“ Coachings. Natürlich habe ich mir überlegt, mit welchen Methoden ich sie zu einer Lösung führen kann. Getroffen habe ich die Gäste erst bei der Aufzeichnung im Studio. Das heißt, wir haben auch nicht vorher den Auftritt geprobt. Das war schon eine Herausforderung, vor allem für die Fernsehredakteure, die ja gewohnt sind, dass Moderatorentexte vorher vorliegen. Aber das geht nicht, wenn man nicht weiß, was die Gäste sagen werden und wie sich das Coaching entwickeln wird.

Den Coaching-Ansatz, den Sie im TV zeigen, nennt sich High-Speed-Coaching. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Asgodom: Highspeed-Coaching kennen Trainer und Trainerinnen aus Seminaren, wenn aus der Diskussion heraus ein einzelner Teilnehmer eine Lösung für irgendetwas braucht. Da nimmt man sich ein paar Minuten Zeit, um etwas zu entwickeln. Seit einigen Jahren biete ich Highspeed-Coaching im Rahmen von Vorträgen auf der Bühne an. Und es ist immer spannend, wer sich mit welcher Frage melden wird und was und ob überhaupt etwas in der kurzen Zeit herauskommt. Das Entscheidende dabei ist die Fokussierung der Frage. Je klarer sie ist, umso eher findet sich eine Lösung.

Das TV-Coaching wird Unterschiede zu einem „normalen“ Face-to-Face-Coaching aufweisen. Kann das Format dennoch Menschen für die Beratungsform Coaching öffnen?

Asgodom: Ja, da haben Sie völlig Recht. Meine „normalen“ Coachings dauern zwischen zwei und vier Stunden. Nur, da würde halt niemand zuschauen, wenn zwei Menschen an einem Tisch zwei Stunden lang intensiv arbeiten. Außerdem wäre das viel zu intim. Trotzdem bietet das TV-Coaching einen guten Einblick, wobei ein Coach jemandem helfen kann.

Ihre Einschätzung: Muss etwas erst ins TV, damit es wahrgenommen wird? Hat Coaching noch ein Image-Problem à la Sitzungen für Gestörte auf der Couch?

Asgodom: Nein, ich glaube, dass es eher kein Image als ein schlechtes hat. Für viele Menschen ist es noch ein ungewohnter Begriff, Coaching, was macht man da eigentlich? Und für wen ist das eigentlich? Ich glaube, dass wir den Begriff aus der Ecke „Ist nur was für Führungskräfte“ herausbekommen. Und mehr als das: Ich hoffe, dass die Grundidee des Coachings, dass ein Mensch dem anderen dabei helfen kann, eine individuelle Lösung zu finden, bekannter wird. Ich bin, wie Sie vielleicht wissen, überzeugt davon, dass wir den Coachinggedanken „demokratisieren“ sollten, also in die Gesellschaft hineinbringen.

Auf Kritik aus der Coaching-Branche sind Sie sicher vorbereitet. Was erwarten Sie an Feedback?

Asgodom: Ich hatte einige Coaching-Kollegen im Publikum, die mit großem Interesse zugeschaut haben, von denen habe ich bisher nur gutes Feedback bekommen. Aber ganz sicher werden manche Kollegen sagen „Das ist ja gar kein Coaching, die berät ja viel zu viel“. Aber ich glaube, es ist klar, dass ich in fünf Minuten schon einige Impulse setzen muss, damit die Coachees zu einer Lösung kommen. Ich halte auch im Übrigen nicht allzu viel von der reinen Lehre, die bestimmt, dass der Coach sich mit seinen Erfahrungen und seinen Ideen völlig zurückhalten muss. Ich mache schließlich keine Therapie, sondern zielorientiertes Coaching.

Wie erklären Sie Ihren Kollegen Ihr Engagement?

Asgodom: Ich finde es total wichtig, dass wir die bewährten, hilfreichen Coaching-Methoden vielen Menschen bekannt machen, so dass sie sich selbst und anderen Menschen weiterhelfen können. Diese Impulse möchte ich setzen.

Fotos: Bayerischer Rundfunk/Jacqueline Krause-Burberg


Kommentare (2) | Kategorie: Karriere & Wissen, Lernen & Lehren, Training & Development

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Kommentare

  1. Sabine Asgodom – So coache ich

    […] führte zu Diskussionen. Sabine Asgodom war auf diese Kritik vorbereitet und sagte gegenüber managerSeminare.de: „Ich glaube, es ist klar, dass ich in fünf Minuten schon einige Impulse setzen muss, […]

  2. Magdalena Krolikiewicz

    Ich habe Sabine Asgodom 2014 auf einer Tagung für Servicequalität erlebt. Eine mitreißende Persönlichkeit, die Ihr Wissen mit viel Humor (und Selbstironie) in kleine Geschichten verpackt und so alle Zuhörere in Ihren Bann zieht. Eine inspirierende und motivierende Frau. Und sympathisch ist sie auch.

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