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3. Juni 2019 | Von Redaktion

#DigitalMisfits Festival: New Work all Day long

Bullshit-Bingo, Pizza-Kartons und selbstgebastelte Papp-Hocker: Das Digital Misfits Festival, das Ende Mai in Köln Premiere feiert, zieht in Sachen New Work-Stimmung alle Register. Inhaltlich geht es viel um ein neues Mindset, neue Führung und neue Formen der Zusammenarbeit – bekannte Inhalte, die die Besucherinnen und Besucher zustimmend abnicken können.

Ein Beitrag von Marie Pein

Kunstrasen auf dem Boden, nebenan thront jemand auf einem großen aufblasbaren Einhorn, alle anderen sitzen auf selbst zusammen gesteckten und wild mit Stickern verzierten Papphockern: „Man fühlt sich wie in einem riesigen Kindergarten“, stellt Coskun Tuna, Abschluss-Redner auf dem Digital Misfits Festival lachend – und treffend – fest. Der Gründer der Mitfahrzentrale berichtet, im Stil einer lockeren Lesung, aus seinem bewegten Leben: Vom sicheren Job bei der Polizei stürzte er sich abenteuerlustig ins Unternehmertum und gründete die Online-Plattform Mitfahrzentrale.de. Selbstironisch erzählt er, wie naiv er an die Sache heranging, mehrmals scheiterte, zeitweise in seinem Auto lebte, eine Dating-Webseite gründete, fast Undercover-Bordellbesitzer wurde und letztlich doch die Mitfahrzentrale profitabel verkaufen konnte. Ein untypischer und holpriger Lebenslauf – wie es für die Digital Misfits, die mit dieser neuen Veranstaltung insbesondere angesprochen werden sollten, ganz typisch ist.

Doch was genau soll das eigentlich sein, ein Digital Misfit? Das erklären gleich zu Anfang die beiden Organisatoren Hendric Mostert und Dennis Schenkel: Sie meinen damit Menschen, die sich unpassend für die Arbeitswelt fühlen. Vielleicht, weil sie 16 Semester in ihrem Bachelor studiert haben, oder die Schule zunächst abgebrochen haben – was vielen HRlern nur schwer zu vermitteln sei –, oder sich in einem klassischen, strikt hierarchisch organisierten Unternehmen schlicht nicht wohl fühlen.

Rund 250 solcher Misfits sind heute in Köln in der Trinitatiskirche zusammen gekommen. Sie alle verbindet, dass sie die Arbeitswelt der Zukunft anders sehen, für sich und andere anders gestalten wollen. Ein großes – und mit 75 Minuten auch sehr langes – Plädoyer dafür, genau das zu tun, hält Eröffnungssprecher Ali Mahlodji. Der Gründer der Video-Plattform whatchado ermutig sein Publikum, sich zu fragen: „Wie kann ich die Welt mit meinen Talenten ein bisschen besser machen?“ – und sich dann auch zu trauen, dies wirklich umzusetzen. Er erzählt von seinem eigenen, keineswegs geradlinigen Werdegang, der ihn vom Flüchtlingskind und Schulabbrecher zum Unternehmer und EU-Jugendbotschafter geführt hat.

Mut und Inspirationen sammeln, von Erfahrungen anderer Misfits profitieren sowie mit Unternehmensvertretern und HRlern ins Gespräch kommen, die sich auf die Querköpfe und Andersdenker einlassen wollen – das alles will das Digital Misfits Festival seinen Teilnehmenden ermöglichen. Dazu können sich die Besucherinnen und Besucher nach dem Auftakt aussuchen, ob sie bei einem der neun Vorschläge im Open Space oder bei einem Workshop mitmachen wollen. Im Open Space geht es um Themen wie New Work, agile Transformation, Mindset und Recruiting, in den Workshops um spielerische Innovationen und das digitale Nomadentum. Nicht ganz transparent ist, inwiefern die Workshops verkauft bzw. an Sponsoren vergeben sind. Und auch der ein oder andere Open-Space Vorschlag wirkt wie eine Eigen-Marketing-Maßnahme. Aber die Auswahl ist groß, und die Teilnehmenden scheint’s nicht zu stören, sie teilen sich gefügig in verschiedene Gruppen ein und widmen sich ihren gewählten Themen.

Nachdem sich mittags alle an den Familienpizzen, die unkompliziert im Pizzakarton dargeboten werden, gestärkt haben, geht es in den zweigleisig-geplanten Nachmittag. Fishbowl-Diskussion und Talk-Runden oder kurze Impulsvorträge mit anschließender Fragerunde: Die Teilnehmenden haben die Wahl. Die Fishbowl-Diskussion dreht sich allgemein um die Arbeitswelt der Zukunft – von der die Teilnehmenden erwarten, dass sie von den Arbeitnehmern große Anpassungsfähigkeit sowie Individualität verlangen wird.

In den Impulsvorträgen berichten unter anderem die Brüder Achim und Adrian Hensen von ihrer Purpose Stiftung und ihrer Überzeugung des „Verantwortungseigentums“: An erster Stelle stehe der Sinn und die Verantwortung der handelnden Personen. Das Unternehmen sei damit kein Spekulationsobjekt mehr, sondern eine Gruppe von Menschen, die für einen Sinn arbeitet. Wissenschaftler und Startup-Gründer Florian Feltes (siehe Foto links) zielt in seinem Impuls zu „#Revolutionjabitte“ indes auf das Mindset ab. U.a. definiert er die „vier Is einer guten Führungskraft: identifizierend, inspirierend, intellektuell, individuell“ und gibt eine Anleitung zur Revolution. Ein Punkt dabei: Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du allein der Experte bist, der eine Revolution meistern kann. Ein weiterer Punkt: Unvollkommen zu beginnen ist besser, als perfekt zu zögern.

Eine Runde Bullshit-Bingo – passend zum Hashtag der Veranstaltung #NoDigitalBullshit – beendet die Veranstaltung in der Kölner Kirche, die ihre Besucherinnen und Besucher vielleicht nicht mit zahlreichen neuen Erkenntnissen entlässt, jedoch mit einer Prise Inspiration und Mut, sich selbst zu trauen und sich für einen Wandel der Arbeitswelt einzusetzen – allein oder mit anderen Misfits zusammen.

Fotoquelle: Nicole Bußmann


Kommentare (0) | Kategorie: Karriere & Wissen, _erlebt

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