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Das Blog


10. April 2019 | Von Nicole Bußmann

Gerhard Roth mit Live Achievement Award ausgezeichnet

Wer sich mit der Frage des nötigen Mindsets für unsere heutige Arbeitswelt beschäftigt, kommt auch an dieser Frage nicht vorbei: Wie veränderungsfähig ist eigentlich der Mensch? Wissenschaftlich fundierte Antworten darauf lieferte Hirnforscher Gerhard Roth auf den #PTT2019, die unter dem Motto Mindset X.0 standen. Für seine Erkenntnisse aus der Persönlichkeits- und Verhaltensforschung, die grundlegend sind für jede Personalentwicklung, erhielt der Neurobiologe am 5. April 2019 den Life Achievement Award der Weiterbildungsbranche.

Beitrag von Sylvia Jumpertz und Nicole Bußmann

Zwei illuminierte Puppen schweben durch den Raum und erweisen dem Preisträger ihre stumme, doch freundliche Referenz. Bewegt werden die „Dundus“ – so heißen die Puppen – von einem Team, das in der Wahrnehmung der Zuschauer hinter den Lichtgestalten verschwindet. Ein bisschen ist es daher wie mit dem menschlichen Gehirn: Wie es funktioniert, liegt für die meisten im Dunkeln.

Roth bringt Licht in das Dunkel des Gehirns. In den Jahrzehnten als Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen hat er mit Hilfe bildgebender Verfahren entscheidende Entdeckungen zum Zusammenhang von Verhalten und den neurophysiologischen Prozessen dahinter gemacht. Entdeckungen, die auch für die Weiterbildungsbranche von praktischem Wert sind, wie Sebastian Herbst, Geschäftsführer des „Roth Institut Science for Business“, in seiner Laudatio auf den Preisträger betont.

Kamera: Oliver Hartmann, Siegburg, Schnitt: Sarah Lambers





Roth nimmt den Award unter Standing Ovations des Publikums entgegen und zeigt sich gerührt und dankbar. Denn das, wofür er geehrt wird, lag ihm von Anfang an am Herzen: verschiedene Fachdisziplinen zusammenzubringen, die vor Jahrzehnten scheinbar nichts miteinander zu tun hatten – namentlich die Neurologie mit der Psychotherapie und später dem Coaching. Roth – und seinen bislang 220 Publikationen und 13 Büchern – ist es zu verdanken, dass Praktiker, die sich mit Verhaltensänderungen beschäftigen, heute viel besser als früher wissen (oder zumindest wissen könnten), was sie dabei wie erreichen können, aber auch: wo ihre Grenzen liegen.

„Eine Botschaft bewusst zu akzeptieren, heißt nicht, sie auch unbewusst zu akzeptieren“, räumt Roth in seinem Vortrag mit der immer noch verbreiteten Vorstellung auf, dass es die Vernunft ist, die unser Verhalten steuert: Wer einem Veränderungsprozess zustimmt, ändert deswegen noch lange nicht sein Verhalten. Selbst wenn er es mit seiner Zustimmung ernst meint. Dass rationales Erkennen nicht automatisch zu vernünftigem Handeln führt, liegt in der Struktur unseres Gehirns begründet.

Denn das rationale Erkennen findet auf der kognitiv-sprachlichen Ebene des Gehirns statt: Hier findet die bewusste Handlungsplanung statt, hier werden unsere Handlungen nachträglich rational gerechtfertigt, hier machen wir uns ein praktikables Bild von uns selbst und davon, wie wir uns am besten nach außen darstellen. Doch zwischen dieser Ebene und den tiefer liegenden Teilen des Gehirns gibt es laut Roth keine direkte Verbindung, zumindest keine in beide Richtungen. Dort aber ist unsere Persönlichkeit verankert, vor allem sind unsere (unbewussten) Motive verankert, die unser Handeln bestimmen und die unseren bewussten Zielen oft entgegenstehen. „Das Denken hat kaum direkten Einfluss auf das Verhalten. Das ist die große Tragik unseres Verstandes“, erklärt Roth. Wie aber lässt sich dann Verhalten verändern bzw. wie lässt sich der Mensch überhaupt verändern?

An der untersten limbischen Ebene ist laut Roth nicht zu rütteln: Was hier angesiedelt ist – unser Temperament –, wird schon früh in der Schwangerschaft durch epigenetische Prozesse gebildet und ist von außen praktisch nicht veränderbar. Die mittlere limbische Ebene prägt sich dagegen in den Jahren nach der Geburt aus. Hier fließen vor allem Bindungserfahrungen ein. Das Kind lernt von seiner Bezugsperson. Und was es lernt, formt, gemeinsam mit der untersten Ebene, seine Gefühlswelt weiter aus. Dieses Level ist eher veränderbar, doch nur durch starke emotionale und wiederholte Interventionen. Das obere limbische System wiederum formt sich auf der Grundlage der vielfältigen Erfahrungen, die der Mensch auch später noch in Familie, Schule, Beruf usw. macht. Hier lernt er, seine frühkindlich angelegten Bedürfnisse sozialverträglich anzupassen, bildet also Fähigkeiten wie Empathie und Kooperation aus. Veränderungen sind hier leichter möglich.

Die Lehre, die sowohl Coachs als auch changewillige Firmen daraus ziehen können: „Es gibt keine allein selig machende Interventionsebene.“ Stattdessen müssen der Neuroforschung zufolge bei schwierigen Veränderungsanliegen alle drei limbischen Ebenen des Gehirns adressiert werden. Auf den unteren Ebenen heißt das vor allem, mit körperbetonten Methoden und nicht zuletzt durch wiederholtes Erleben. Denn wenn der Mensch neue Erfahrungen macht, die sein Gehirn als positiv einstuft, wird er dafür mit der Ausschüttung körpereigener Opioide belohnt. Passiert das mehrfach, prägt sich das Verhalten als Gewohnheit ein. Laut Roth heißt das: „Veränderung gibt es nur über Belohnungsaussichten.“

Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen im Kontext von Transformationen darauf achten, dass die unbewussten Motive der Mitarbeitenden berücksichtigt werden. Sie müssen hinter die individuelle Belohnungsstruktur jedes Einzelnen kommen – die laut Roth von Mensch zu Mensch extrem verschieden ist. Generell gilt allerdings: Materielle Belohnungen nutzen sich schnell ab. Soziale, wie etwa Lob, sind auch problematisch. Zumal auch sie – bei denen, die nicht belohnt werden – negative Gefühle wie Neid provozieren können. Die einzige Belohnung, die laut Roth dagegen nicht in die Sättigung geht, ist die intrinsische: Der Mensch zieht Wohlbefinden daraus, dass er etwas tut, woran er Freude hat und worin er sich als selbstwirksam erlebt.

Roth selbst ist dafür das beste Beispiel. Inzwischen 75jährig wird er nicht müde, seine Erkenntnisse zu teilen und jede Frage dazu zu beantworten.

Interview: Sarah Lambers, Kamera: Oliver Hartmann, Siegburg, Schnitt: Sarah Lambers






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25. Februar 2019 | Von Nicole Bußmann

Trainerhonorare: Was Weiterbildner verdienen

Gute Konjunktur gleich gute Auslastung gleich steigende Honorare? Dass diese Gleichung in der Weiterbildung nicht aufgeht, belegt die gerade ausgewertete Honorarumfrage aus dem Verlag managerSeminare.

Eigentlich standen alle Zeichen auf Wachstum: Der deutschen Wirtschaft ging es gut, die Beschäftigungszahlen stiegen, die fortschreitende Digitalisierung schrie nach Orientierungshilfen. Und tut es noch. Gute Zeiten für Weiterbildner also? Sollte man meinen. Doch die Gleichung „gute Konjunktur gleich gute Auslastung gleich steigende Honorare“ geht nicht auf. Das belegt zumindest die Honorarumfrage des Verlags managerSeminare.

Rund 1.150 Weiterbildnerinnen und Weiterbildner ließen sich in ihr Portemonnaie gucken und gaben Ende 2018 per Online-Befragung Auskunft über ihre Verdienste im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das zentrale Ergebnis vorab: Honorarzuwächse auf breiter Basis, wie sie in der vergangenen Erhebung im Jahr 2015 zu Protokoll gegeben wurden, sind dieses Mal nicht vermeldet worden. Eher scheint es, dass die Honorare unter Druck geraten sind: Aktuell liegt der Durchschnittshonorarsatz bei knapp 1.300 Euro (bei Männern bei 1.480 Euro; bei Frauen bei rund 1.154 Euro), Honorarsätze jenseits der 2.000 Euro sind für Präsenztrainings zunehmend schwieriger durchzusetzen. Auch die Auslastung macht den Weiterbildnern zu schaffen: So geben über 30 Prozent der Befragten zu Protokoll, dass sie 2018 nicht mehr als 20 Präsenztage durchgeführt haben. Nur noch jeder Fünfte Befragte schaffte es auf über 80 Präsenztage.

Woran das liegt? Die Befragten nannten mehrere Gründe, die sie als belastend wahrnehmen:

_ Verkürzung der Seminar- und Trainingsdauer
Entscheidungsunsicherheit bei Autraggebern
Rückgang der Teilnehmerzahlen bei offenen Seminaren
_ Dumpingpreise durch Wettbewerber
_ Rabattforderungen der Auftraggeber


Ein Grund, der von den befragten Trainerinnen, Beratern und Coachs erstmals in vernehmbarer Deutlichkeit genannt wurde: die Verbreitung alternativer, vor allem digitaler Weiterbildungsformate. Jeder fünfte Befragte empfindet diese als Konkurrenz, die die eigenen Verdienstmöglichkeiten schmälert. Vor drei Jahren wurde die Konkurrenz durch digitale Weiterbildungsformate nur von jedem zehnten Befragten gesehen. So legt die Studie den Schluss nahe: Die Digitalisierung ist in der Weiterbildungsbranche angekommen, zumindest bei den Nachfragern. Wer daher als Trainerin, Berater und Coach die alternativen, vor allem digitalen Formate nicht anbieten kann und ausschließlich auf Präsenztage setzt, wird das Nachsehen haben. Zwar ist die Durchführung von Seminaren und Training neben Beratungstagen, Coachings und Speaker-Aktivitäten nur ein finanzielles Standbein, aber es ist für die meisten wohl das wichtigste: Laut Befragung investiert der durchschnittliche Weiterbildner 45 Prozent seiner Arbeitszeit in diesen Bereich.

*******
Die rund 100seitige Studie „WeiterbildungsSzene 2019 – Honorare und Gehälter in Training, Beratung und Coaching“ erscheint Anfang März bei managerSeminare (Preis: 99,50 Euro). Ein erster ausführlicher Bericht zu den Honoraren von Trainerinnen und Trainern und dem Einfluss von Berufserfahrung auf dieselben findet sich in der aktuellen Ausgabe von Training aktuell. In den kommenden zwei Ausgaben wird Studienautor Jürgen Graf die Verdienstmöglichkeiten durch Coaching und Speaking beleuchten sowie aufzeigen, wo Hebel zur Steigerung des Einkommens liegen. Leserinnen und Leser von Training aktuell bekommen die Studie als eBook übrigens kostenlos im Rahmen ihres Abonnements.


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4. Dezember 2018 | Von Nicole Bußmann

#LAA2019: Gerhard Roth wird von der Weiterbildungsbranche ausgezeichnet

Er ist einer der bedeutendsten Hirnforscher Deutschlands und gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Persönlichkeits- und Verhaltensforschung. Seine Erkenntnisse zur Persönlichkeit und zur Veränderbarkeit von Menschen haben Personalentwicklung, Führung und Management entscheidend geprägt. Die Rede ist von Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth. Für sein Lebenswerk wird der Neurobiologe auf den Petersberger Trainertagen 2019 mit dem Life Achievement Award der Weiterbildungsbranche ausgezeichnet.

Über 200 Fachbeiträge und 13 Bücher hat Roth bislang veröffentlicht, darunter den Bestseller „Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern“. Das erstmals 2007 erschienene Werk bietet einen Überblick über Roths Forschungsergebnisse zur menschlichen Persönlichkeit, die nach Ansicht der Jury des Life Achievement Awards Roths besonderer Verdienst sind. Roth hat zusammen mit führenden Wissenschaftlern aus angrenzenden Fachbereichen nachgewiesen, dass die Entwicklung der menschlichen Kern-Persönlichkeit bereits in jungen Jahren weitestgehend abgeschlossen ist. Wollen oder sollen sich erwachsene Menschen verändern, ist am ehesten am individuellen Verhalten anzusetzen. Daraus folgt für die Weiterbildung: Es gibt nicht den einen Königsweg, der dazu führt, dass sich Menschen verändern. „Roth hat eines besonders deutlich gemacht: Die Vielfalt an menschlichen Persönlichkeiten erfordert auch eine Vielfalt an Weiterbildungsmethoden“, erklärt das LAA-Gremium zur Auszeichnung von Roth.

Der Frage, wie eine solche Toolbox an Methoden und Interventionsformen im Rahmen von Aus- und Weiterbildung konkret aussehen kann, geht Roth zusammen mit seinem Team im Bremer Roth Institut nach. Das Institut verfolgt dabei einen ganzheitlichen Coaching-Ansatz, der auf drei Ebenen fußt: der Ebene der Befindlichkeit, der Ebene des Verhaltens und der Ebene der Körperlichkeit. Nur wenn die Interventionen auf allen drei Ebenen greifen, kann es zu nachhaltiger Veränderung kommen.

Die Antwort auf die Frage nach der Veränderbarkeit des Menschen ist Roths eigentliches Lebenswerk. Dabei begann seine akademische Laufbahn zunächst völlig anders. Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Münster und Rom. Er promovierte im Fach Philosophie. Erst danach wandte er sich der Biologie zu – konkreter: den kognitiven Neurowissenschaften, der Neurophilosophie und der Persönlichkeitsforschung. Eine zweite Promotion absolvierte er in Zoologie.

Seit 1976 und über seine Pensionierung im Jahre 2008 hinaus lehrt Roth als Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie an der Universität Bremen. Zu seinen wesentlichen Publikationen zählen Titel wie „Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert“ (2001) oder „Bildung braucht Persönlichkeit. Wie Lernen gelingt“ (2011). In Kürze erscheint bei Klett-Cotta sein neuester Titel „Coaching und Beratung in der Praxis: Ein neurowissenschaftlich fundiertes Integrationsmodell“ als praxisorientierte Fortsetzung des Grundlagenwerks „Coaching, Beratung und Gehirn“ (beide Titel mit Dr. Alica Ryba als Co-Autorin).

„Roth schafft es, den Hintergrund abzubilden, vor dem wir Praktiker im Rahmen von Coaching, Beratung, Recruiting oder Changemanagement ständig agieren“, freut sich Sebastian Herbst über die Auszeichnung seines Geschäftspartners. Der Personalmanager wird die Laudatio auf Roth bei der Verleihung des Life Achievement Awards auf den Petersberger Trainertagen am 5. April 2019 halten. Roth selbst gibt am Folgetag einen Einblick in seine Forschung und seine Vorstellung von der Veränderbarkeit des Menschen.

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Der Life Achievement Award (LAA) wird jährlich von einem Gremium, bestehend aus führenden Vertretern der Weiterbildungsbranche, verliehen. Dazu gehören: Anja Myrdal, Vorstandsmitglied des DVNLP, Nicole Bußmann, Chefredakteurin im Verlag managerSeminare, Gerd Kulhavy, Geschäftsführer der Referentenagentur Speakers Excellence, André Jünger, Inhaber des Gabal Verlags und Vize-Präsident des didacta Verbands, sowie Andreas Buhr, Past President der German Speakers Association. Verliehen wird der Preis auf den Petersberger Trainertagen in Königswinter bei Bonn. Der Weiterbildungskongress wird von der managerSeminare Verlags GmbH ausgerichtet.
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Die Petersberger Trainertage (#PTT) sind ein Kongress für Weiterbildungsprofis und Personalexperten, der seit 2005 von der managerSeminare Verlags GmbH veranstaltet wird. Die Verleihung des Life Achievement Awards ist seit 2009 auf dem Branchenevent beheimatet. 2019 finden die Petersberger Trainertage am 5. und 6. April im Steigenberger Grandhotel Petersberg statt. www.petersberger-trainertage.de
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Fotocredit: Sarah Lambers, managerSeminare, Bonn.


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22. November 2018 | Von Nicole Bußmann

Trainerhonorare: Was ist Weiterbildung aktuell wert?

Über Geld spricht man nicht? 3.792 Trainerinnen und Trainer, Coachs und Weiterbildungsanbieter konnten diesem vermeintlichen Tabu nichts abgewinnen. Sie beteiligten sich an den beiden vorangegangenen Honorarstudien des Verlags managerSeminare und gaben Auskunft über Honorarsätze, Auslastung und Gehaltshöhen. Und trugen damit dazu bei, dass das hochemotionale Thema Honorare mit soliden Daten „geerdet“ werden konnte.

Jetzt geht die Honorarstudie des Verlags in die dritte Runde. Nach 2012 und 2015 fragt Studienautor Jürgen Graf erneut nach: Was hat sich in den vergangenen drei Jahren geändert? Profitiert auch die Weiterbildungsbranche von der robusten wirtschaftlichen Lage in Deutschland? Was genau ist Weiterbildung aktuell wert?

Freilich sind Honorare in der Weiterbildungsbranche ein brisantes Thema. Die einen prahlen öffentlich mit astronomisch hohen Tagessätzen, die anderen beklagen sich bitter über das unnachgiebige Feilschen der Auftraggeber und das Nachverhandeln von Leistungen. Die Zahlen, die der Verlag managerSeminare mit seinen ersten Studien zur tatsächlichen Honorarsituation von Weiterbildnerinnen und Weiterbildnern an die Öffentlichkeit brachte, waren zuweilen erschreckend, aber auch erhellend.

Die Umfrage unter diesem Link ist bis zum 7. Dezember 2019 scharf geschaltet. Selbstverständlich werden alle ermittelten Daten streng vertraulich behandelt, Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgen ausschließlich anonymisiert.

Als Dankeschön für die Mithilfe verlost der Verlag unter allen Teilnehmenden ein iPad mini sowie zehn Bücher aus der Edition „Training aktuell” (Wert: 49,90 Euro, Titel freilich nach Wahl). Alle Beteiligten erhalten zudem Ende Februar 2019 eine Kurzauswertung der zentralen Ergebnisse der Studie, gedacht als Schnell-Check, um sich selbst zu verorten.


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6. März 2018 | Von Nicole Bußmann

Studie „WeiterbildungsSzene“: Wie VUKA-fit sind Managementtrainer?

Bildschirmfoto 2018-03-06 um 12.21.30Die Schlagworte der VUKA-Welt wirbeln auch die Arbeit von Trainern, Beratern und Coachs durcheinander. Angesichts des rasanten Wandels der Arbeitswelt müssen sie sich organisatorisch wie inhaltlich neu aufstellen. Doch so selbstverständlich wie Weiterbildner über die Digitalisierung reden, so wenig ist die Digitalisierung im Arbeitsalltag der Weiterbildner angekommen. Dieses Bild zeichnet die Befragung „WeiterbildungsSzene Deutschland“, die soeben erschienen ist.

Im Oktober 2017 titelte die Zeitschrift „Training aktuell“ mit dem Header „Personalentwicklung goes VUKA“. Die Redaktion nahm damit Bezug auf die Verleihung des Europäischen Preises für Training, Beratung und Coaching durch den Berufsverband für Training, Beratung und Coaching (BDVT). Denn die Gewinnerkonzepte zeigten, wie Personalentwicklung in der digitalen Transformation aussehen kann. Agil? – Selbstverständlich. Nur Training? – Keineswegs. Individuell? – Sowieso. Vernetzt? – Auf jeden Fall.

Doch so VUKA-fähig wie diese Konzepte scheint der Otto-Normal-Weiterbildner noch nicht unterwegs zu sein. Dieses Bild zumindest zeichnet die Online-Befragung von 1.169 Weiterbildnern durch den Verlag managerSeminare. Jährlich bittet Studienautor Jürgen Graf die Protagonisten der Weitbildungsbranche um ihre Einschätzung, dieses Jahr zu Trends und Themen der Weiterbildung. Im Vordergrund standen dabei Fragen zur inhaltlichen und organisatorischen Einbettung von Trainings in Unternehmen. Das Ergebnis: Das Gros der Trainer verhält sich zu VUKA wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange. Ziemlich bewegungslos.

Dabei werden Trainer, Berater und Coachs mit den Auswirkungen der VUKA-Welt durch ihre Teilnehmer, Klienten und Auftraggeber täglich konfrontiert. Diese erwarten Antworten, schließlich wird die Weiterbildungsbranche für ihren Know-how-Vorsprung engagiert und bezahlt. Was sind denn nun die Inhalte, Tools, Methoden und Konzepte, mit denen wir den Herausforderungen der VUKA-Welt erfolgreich begegnen können? Na?

Hier zeigt die Studie: Weiterbildnern ist sehr wohl bewusst, dass sich ihre Arbeit in nächster Zukunft grundlegend verändern wird. Als treibende Kraft oder in der Rolle eines Vorreiters agieren sie indes noch lange nicht. Vielmehr scheinen sie sich eher nolens volens mit dem Unvermeidlichen abzufinden und bisweilen sogar ihre Überzeugungen über Bord zu werfen. Beispiel: die immer kürzeren Planungshorizonte der Unternehmen. Nehmen wir das Training von Sozialkompetenzen: Das funktioniert auch in kurzen, halbtägigen Modulen, sagt die eine Hälfte der befragten Weiterbildner. Das geht nicht, sagt die andere Hälfte. Das Spannende daran: Bei der Vergleichsstudie aus dem Jahr 2015 war der Anteil der „Geht nicht”-Überzeugten noch deutlich größer…

Es kommt also einiges ins Wanken in der Weiterbildungswelt durch VUKA, schlussfolgert Studienautor Jürgen Graf: „Die Überzeugungen der Akteure sind immer auch (Verkaufs-)Argumente gegenüber Auftraggebern und Klienten. Wenn Weiterbildner mit ihren Überzeugungen hadern oder sie um Glaubwürdigkeit ringen, steht sogleich das Fundament ihrer Arbeit auf dem Spiel.“ Die VUKA-Welt stellt für Trainer, Berater und Coachs mindestens also eine doppelte Herausforderung dar: Sie müssen ihren Kunden Antworten liefern und zugleich ihre eigene Arbeit neu erfinden.

Mehr zu den Studienergebnissen gibt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Training aktuell sowie in den kommenden beiden. Für Abonennten ist die gesamte Studie „WeiterbildungsSzene Deutschland“ kostenfrei als E-Book abzurufen.


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