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Besprechungen moderieren

Eine Einführung in die moderierte Besprechung

Michael Tosch
5,00 EUR für Mitglieder von Training aktuell
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3. Aufl. 2002, 78 Seiten, PDF
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Dieses Buch ist ein leicht lesbarer Leitfaden für die Durchführung von moderierten Besprechungen. Der Autor zeigt die altvertrauten Besprechungs-Fehler auf und gibt sinnvolle Hinweise zur Verbesserung der Besprechungs-Kultur auf allen Ebenen. Auch nicht moderationserprobte Anwender oder Seiteneinsteiger erkennen die Vorteile der Moderation für eine der häufigsten Versammlungsformen.

Einleitung

Besprechung: Morgens, 9.30 Uhr im Konferenzzimmer

Kurz nach halb zehn Uhr im Konferenzzimmer 6A eines Wiesbadener Unternehmens. Kaffeetassen klappern, Papier raschelt. Die ersten Besprechungsteilnehmer blättern in ihren Akten. Ein kleines Grüppchen spricht mit gedämpften Stimmen. Nachzügler treffen ein, blicken sich kurz um und setzen sich. Am besten in die letzte Stuhlreihe, möglichst weit weg vom Besprechungsleiter.

Die Türe wird geschlossen. Hörbar und energisch. Wie ein Signal! Mit „kleinem Gefolge“ (einer jungen Assistentin an der Seite) platzt der Marketingleiter ins Zimmer. Er setzt sich. Spart sich den Gruß. „Was ich mit Ihnen zu besprechen habe...“ Und beginnt zu reden. Vierzig Minuten lang.
Wer redet, beobachtet selten mit ganzer Konzentration seine Zuhörer. Und bemerkt nicht, daß nach zehn Minuten die ersten Zuhörer gedankenverloren aus dem Fenster sehen, sich vielleicht ein Rendezvous mit der Assistentin ausmalen oder über die Arbeit nachdenken, die sich unerledigt auf ihrem Schreibtisch stapelt.

Der „Chef“ redet, alle anderen schweigen – dieses Bild haben viele Menschen vor Augen, wenn sie an Besprechungen denken. Die Besprechung steht derzeit in keinem guten Licht: „Thronsaal“ für die Selbstdarstellung einiger weniger, „Schlachtfeld“ für den Grabenkrieg verfeindeter Abteilungen, „Kindergarten“ für das Gezänk um Nichtigkeiten. Mitunter scheint es, an keinem anderen Ort in einem Unternehmen wird so viel geredet und so wenig erreicht wie in Konferenzzimmern – einmal abgesehen von der Kantine.
Viele Mitarbeiter wissen genau, weshalb sie Besprechungen am liebsten meiden: Schlecht geführte Besprechungen rauben wertvolle Arbeitszeit und gelegentlich Nerven – und kosten die Firma wöchentlich und täglich viel Geld. Trotzdem ziehen landauf, landab allmorgendlich Sachbearbeiter, Projektleiter, Filialleiter, Arbeitsteams und Manager wie die Lemminge in die Besprechungsräume. Den Meetings grundlos fernbleiben – ausgeschlossen! Und doch nutzen einige jedes sich bietende Schlupfloch, um den lästigen Besprechungen zu entkommen.

Indes, fragen Sie in einem Unternehmen nach, ob es ohne Besprechung geht! Ob man diese lästigen Zusammenkünfte nicht streichen sollte? Ersatzlos, um die gewonnene Zeit anderweitig zu verwenden? – Nein! Besprechungen müssen sein, und sie müssen tatsächlich sein. Niemand würde darauf verzichten wollen.
Ohne Informationsfluß kann ein Unternehmen nicht funktionieren. Der Hauptumschlagplatz für Informationen sind nun einmal Besprechungen, Sitzungen, Meetings oder Konferenzen. Auch dies wissen viele Mitarbeiter genau: Sie benötigen Besprechungen. Und zwar Besprechungen, die am Ende handfeste Ergebnisse erbracht haben. Die sich lohnen. In denen Mitarbeiter zu Worte kommen und Fakten äußern oder Fragen stellen können, die ihnen unter den Nägeln brennen. Die Bereitschaft wäre groß, Besprechungen zu besuchen. Würden sie nur zum Erfolg führen. Könnten Mitarbeiter mitreden, würde in den Konferenzzimmern etwas bewegt...

Inhaltsverzeichnis

1. Besprechung: Morgens, 9.30 Uhr im Konferenzzimmer

2. Was wir alles Besprechung nennen... Erste Zwischenbilanz

3. Besprechungen moderieren: „Welche Themen liegen an?“

4. Ideen „à la carte“

5. Aus Ideen Maßnahmen destillieren

6. Wer macht was – und bis wann?“ Zweite Zwischenbilanz

7. Wenn es blitzt und donnert – Konflikte meistern

8. ...gegen landläufige Besprechungsfehler gefeit?

9. Rollenspiel – Sie als Moderator

10. Startphase: Bereiten Sie Ihre moderierte Besprechung vor

Stichwortverzeichnis

Rezension

„... Das Buch führt Schritt für Schritt in die moderierte Besprechung ein und bietet eine Art Fahrplan für erfolgreiche Besprechungen. Viele Beispiele aus der Praxis machen das Gelesene sofort nachvollziehbar und helfen, mögliche Startschwierigkeiten zu überwinden. Hervorzuheben sind auch die kurzen Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels, die zahlreichen Grafiken und das ausführliche Stichwortverzeichnis.
Fazit: Ein kleines, aber feines Buch zum Thema Besprechungen. Anschaulich geschrieben und sofort in die Praxis umsetzbar.“
(Training aktuell)

'Zum Thema Meetings gehen die Meinungen weit auseinander: Die einen schätzen sie als wichtige Informationsbörse im Betrieb, die anderen halten sie schlicht für überflüssig. ... Der Trainer und Autor Michael Tosch zeigt die häufigsten Fehler auf - und wie man sie am besten vermeiden kann.'
(Hotel & Technik, 5/2000)

'Mit seinem vieljährigen Erfahrungsschatz hat der Autor die moderierte Besprechung auf den Punkt gebracht und serviert den Lesern Lebenshilfe 'à la carte'.'
(Wirtschaft & Berufserziehung, 04/99)

'Die Moderation ist eine Methode der Arbeit in und mit Gruppen, die alle Voraussetzungen mitbringt, die entsprechenden Mängel zu beseitigen. Das Buch schildert anschaulich auch für nicht moderationserprobte Anwender alle Vorteile der Methode; ein Leitfaden für die Durchführung von moderierten Besprechungen. Und noch dazu in amüsanter und unterhaltender Form geschrieben.' (Der Betriebsleiter, 08/99)

Michael Tosch

Autorenportrait

Michael Tosch
Gelernter Maschinenbauer, danach Studium. Weitere Ausbildungen als EDV-Fachmann, Verkäufer, Verkaufsleiter und schließlich seit inzwischen 29 Jahren Trainer und Berater. Er hat sich auf die Themen Moderation, Mitarbeiterführung, Kommunikation und Verkauf spezialisiert. Kontakt: Zur Homepage des Autors
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