Gesundheitliche Prävention in Unternehmen ankurbeln

'In kaum einem anderen Bereich der Personal- und Mitarbeiterentwicklung ist der Return-on-Investment entsprechender Maßnahmen so klar nachweisbar wie bei der präventiven Gesundheitsförderung', erklärt Herausgeber Jürgen Graf in der Studie 'WeiterbildungsSzene Deutschland 2018'.

Trotzdem machen Weiterbildner und Berater in Unternehmen oft negative Erfahrungen zu dem Thema. 'Stress und Überlastung der einzelnen Mitarbeiter sind häufig strukturell und organisational bedingt. Und genau an diesem Punkt fehlt es offenbar nach wie vor an Problembewusstsein und erst recht an Strategien und klaren Handlungsoptionen, um wirkungsvoll gegenzusteuern und die eigentlichen Ursachen zu bekämpfen. Stattdessen wird die latente Arbeitsüberlastung häufig als persönliche Angelegenheit der Mitarbeiter betrachtet', lautet ein Fazit der Studie.
In jeder elften Organisation gibt es gar überhaupt keine Gesundheitsförderungsangebote, wie diese Studie der Techniker Krankenkasse aus 2017 aufzeigt. Und das, während
  • das Durchschnittsalter der Beschäftigten steigt,
  • psychische Erkrankungen häufiger diagnostiziert werden
  • und die Beschleunigung der Marktveränderungen und der Kommunikationskultur steigenden Stress verursachen.
Der erste Schritt ist daher, die Geschäftsführung von der Wichtigkeit (und Rentabilität) Betrieblicher Gesundheitsvorsorge überzeugen. Hier muss zunächst die Bereitschaft zu einem auch tief greifenden Wandel geweckt werden. Denn Unternehmen müssen hier an vielen Punkten gleichzeitig ansetzen – sowohl an den Strukturen und Prozessen als auch an den gelebten Werten, denn auch die Kultur des Unternehmens wird tangiert.

Dabei ist es am wirkungsvollsten, wenn die Geschäftsleitung selber zu der Schlussfolgerung kommt: 'Da muss etwas geschehen!' Hier helfen gezielte Fragen und auch eine Analyse weiter.
  • Wie hoch ist der Krankenstand?
  • Wo fallen besonders viele Mitarbeiter aus?
  • Sind Überstunden üblich?
  • Gibt es Regeln zur Erreichbarkeit nach Feierabend?
  • Was zeigt die vom Gesetzgeber verlangte Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen auf?
Zur Sprache kommen sollten langfristige Trends und Strategien. Denn ad-hoc-Maßnahmen zielen nur auf kurzfristige Senkungen der Krankheitsquote ab. Es sollte klar sein, dass ein langfristiger Prozess mit Budget und Ressourcen erforderlich ist.


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