Tipps aus dem trainerkoffer

Monatlich stellen wir Ihnen einen praktischen Impuls rund um Training, Beratung und Coaching vor. Hier lesen Sie kostenfrei alle bereits erschienenen Tipps.

Tolle Effekte mit Moderationskarten

beispiele fuer moderationskarten
Moderationskarten sind der praktische Klassiker. Wir zeigen hier, wie Sie die bekannten Karten auf sinvolle Weise variieren können. Lernen Sie drei einfache Ideen kennen, mit denen Ihre Präsentation mehr Pfiff und Klarheit gewinnt.

Moderationskarte als Baustein

Für Aspekte, die aufeinander aufbauen, eignen sich „Bausteine“. Dazu schreiben Sie auf jede Karte etwas links von der Mitte einen Teilaspekt und umrahmen den Schriftzug. Das wird die Vorderseite des gezeichneten Quaders. Nun ziehen Sie von allen Ecken außer der unten links schräge Striche mit gleichem Winkel und verbinden diese. Jetzt müssen Sie noch die überstehenden Ecken oben links und unten rechts abschneiden.

anleitung fuer Moderationskarte Baustein
Anleitung fuer Moderationskarte Prozesspfeil

Prozesskette mit rhombenförmigen Moderationskarten

Um Abläufe anschaulich zu machen, nutzen Sie einfach rhombenförmige Karten, deren linke Ecke Sie nach innen einfalten. Diese Ecke dient als Schablone, an deren Kanten Sie die Schnittlinie markieren und die Karte entsprechend zuschneiden. Nun schreiben Sie den Begriff darauf und können nach Belieben einen Rahmen am Rand entlang ziehen.
bastelanleitung Moderationskarte Fisch

Fisch – ein vielseitiges Symbol

Für einen Fisch benötigen Sie eine ovale Moderationskarte. An einem Ende machen Sie zwei Einschnitte und knicken kleine Dreiecke nach innen. So erhalten Sie die Schwanzflosse des Fisches. Jetzt drehen Sie die Karte um, damit Sie den Fisch auf die Vorderseite zeichnen können. Nun können Sie die vorbereiteten Karten in der Präsentation einsetzen und aufkleben.



Moderationskarten anbringen - auf verschiedene Weise

  • Sehr einfach sind selbstklebende Moderationskarten
  • Auch mit dem Removable Stick von Scotch können Sie Karten ablösen und wiederverwenden
  • Kleberöllchen aus Klebeband, die hinter die Karten geklebt werden und die Karten etwas abstehen lassen, verschaffen einen plastischen Eindruck
  • Der besondere Clou: Sie nutzen statisch aufgeladene Moderationskarten. Solche Karten haften von selbst auf glatten Hintergründen und lassen sich hin und her schieben, auch auf Flipcharts.


buchabbildung kreativ praesentieren

Diese und noch viele weitere Tipps zur lebendigen Präsentation finden Sie in der Neuerscheinung
Kreativ präsentieren
von Axel Rachow und
Johannes Sauer.


Wie komme ich bei einem neuen Kunden an?

zwei telefonhoerer im gespraech
Ein Unternehmen würde sehr gut als Kunde zu Ihnen passen? Rufen Sie an! Denn per Telefon können Sie einen unmittelbaren Eindruck und sofort neue Anknüpfungspunkte gewinnen. Der größte Teil von so einem Gespräch ist zwar kaum planbar, aber eine gute Vorbereitung kann Sie dennoch weit bringen. Und gibt Ihnen Sicherheit bei Ihrem Akquiseanruf.

ein telefonhoerer praesentiert

Legitimation für den Anruf vorbereiten

Was ist Ihre Legitimation für den Anruf? Vielleicht kennen Sie durch Ihr Netzwerk das Unternehmen oder jemanden aus dem Unternehmen? Oder Sie haben eine Dienstleistung für ein ähnliches Unternehmen durchgeführt? Möglicherweise haben Sie als Kunde des Unternehmens Erfahrungen gesammelt? Oder Sie verfolgen dessen Organisationsentwicklung und sind auf einen interessanten Anknüpfungspunkt gestoßen?

Eine solche Legitimation zu haben, hilft Ihnen. Sie hilft Ihnen, in ein richtiges Gespräch zu kommen und sie hilft Ihnen, selbst eine sichere Haltung zu gewinnen. Danach ist es wichtig, sich in Erinnerung zu rufen:
Das Ziel des Kontakts besteht darin, sich besser kennenzulernen!

Dass das Gegenüber Vertrauen zu Ihnen aufbaut, ist in der Regel ein längerer Prozess, der mehr als ein Telefonat erfordert.

Realistische Etappenziele für ein Telefonat setzen

Setzen Sie sich für die Telefonakquise kleine Etappenziele. Das erspart Ihnen Enttäuschung und liefert Gesprächsresultate, die Sie in kleinen Schritten wirklich weiterbringen. Außerdem können Sie im Gespräch weitere wichtige Informationen sammeln. Schreiben Sie deswegen unbedingt mit, denn manche Information kann im weiteren Dialog wertvoll werden. Das Notieren hilft Ihnen auch, Ihren Redefluss zu bremsen.
stufen fuehren zum ziel Etappenziele und interessante Informationen:
  • Die Namen der für Sie wichtigen Ansprechpartner.
  • Die Erlaubnis, Ihren Newsletter zuzusenden.
  • Ein erster Eindruck, wie das Unternehmen „tickt“.
  • Erfahren, was der Kunde im Kontakt mit Ihnen wann und wie wünscht und braucht.
  • Die aktuelle Unternehmenssituation.
  • Ein erstes Gefühl, ob das Unternehmen zu einem Wunschkunden werden kann.
  • Die Erkenntnis, ob Sie mit Ihrer Annahme oder Anlass zum Gespräch richtig lagen.
  • Das Wissen, ob der Gesprächspartner zurzeit Interesse an Ihrem Angebot hat.
  • Das Wissen, wie der Gesprächspartner die Chance einschätzt, zusammenzuarbeiten.
Außerdem können Sie solche Telefonate nutzen, sich offiziell die Erlaubnis einzuholen, um:
  • Ihre Unterlagen zuzusenden,
  • später nochmal Kontakt aufnehmen zu dürfen,
  • die Adressdaten Ihres Gesprächspartners in Ihren Verteiler zu nehmen,
  • ihn zu Veranstaltungen einzuladen.


youtubevideo erstgespraech in englisch

Gute Hinweise dazu, wie Sie sich bei einem Akquiseanruf am Telefon verhalten, gibt auch dieses (englischsprachige) Video.
der akquise-coach buch


Besonders ausführliche Informationen rund um das Sammeln von Informationen, das Führen eines Akquisetelefonats und die Selbstpräsentation am Telefon gibt das Buch 'Der Akquise-Coach' von Angelika Eder.
- Mit vielen Beispielen und Vorbereitungsvorlagen! -
Aus diesem Buch stammt auch dieser Tipp.


Interaktive Tools für virtuelle Konferenzen

Gruppe nutzt interaktive Tools
Damit Online-Trainings oder -Meetings nicht zu langweiligen Frontal-Inputs werden, gibt es einige zusätzliche Applikationen. Diese interaktiven Tools gestalten den Wissensaustausch abwechslungsreich. Wir zeigen hier ein paar der gängigsten. Die meisten sind in einer kostenfreien Version verfügbar.

Google Apps als Interaktions-Tools

Interaktives Arbeiten mit Tools von Google Apps

Google stellt unter seinen Apps einige zur Verfügung, die ein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten, Präsentationen und Tabellen ermöglicht. Die Applikationen Drive, Docs, Tabellen und Präsentationen unterstützen Windows-Dateien aus Word, Excel und PowerPoint. Das Google Jamboard ist ein Äquivalent zum Whiteboard. Hier kann geschrieben und gezeichnet werden. Dabei können mehrere Blätter gleichzeitig aufgemacht werden, was gut für Gruppenarbeiten und verschiedene Visualisierungsformen geeignet ist. Die Voraussetzung für die Nutzung dieser Apps ist, dass Sie sich einen Google-Account einrichten, der kostenlos ist.

Tools für Live-Abstimmungen und Quizze

Veranstaltungsbegleitende Abstimmungen zeigen Meinungen und bieten dadurch Reflexionsanreiz. Sie halten die Teilnehmer aktiv und binden sie in Diskussionen ein. Dafür speziell entwickelte eigenständige Tools haben oft mehr und besser entwickelte Funktionen als die in Meeting-Plattformen integrierten Umfragen. Fragen und Quizze können hier spontan erstellt werden, die Antworten werden anonym zurückgesendet und vom Moderator aus vorgegebenen Mustern visualisiert. Das Zeigen des Ergebnisses ist unmittelbar möglich, also direkt nach dem Stellen der Frage.

Gute und kostenfreie Abstimmungstools gibt's unter:

Tools für Online-Umfragen und Fragebögen

Vorab oder im Nachgang einer Veranstaltung können Sie als Trainer oder Moderator Meinungen und Informationen der Teilnehmer mit einer Online-Umfrage abholen. Solche Online-Umfragen sind praktisch und sparen Zeit, da Sie als Nutzer sie standardisieren können. Sie können verschiedene Fragearten und Antwortmöglichkeiten wählen, wie z. B. Einfach- und Mehrfachantworten, gewichtete Matrizen oder auch Freitextantworten. Sie erhalten die Ergebnisse in anschaulicher Form aufbereitet.

Bekannte Anbieter sind beispielsweise:
Mind-Map als Interaktions-Tool

Mind-Maps als Interaktion und Protokoll

Um online Ideen zu sammeln, gibt es effektive Mind-Map-Tools, mit denen auch außerhalb der Online-Veranstaltung weitergearbeitet werden kann. Die Dokumentation ist leicht, da der Verlauf der Bearbeitungen gespeichert wird. Die Darstellung ist variabel hinsichtlich Formen und Farben. Die meisten dieser Applikationen bieten eine Export-Funktion in verschiedenen Varianten.

Verschiedene Beispiele für Mind-Map-Apps sind:

Mural - die digitale Moderationswand

Eine Online-Entsprechung zur Moderationswand ist die Applikation 'Mural' (www.mural.co), sie erlaubt synchrone und asynchrone Zusammenarbeit, um Skizzen, Notizen und Videos an einer virtuellen Pinnwand zu teilen. Diagramme und Visualisierungen können Sie schnell und benutzerfreundlich erstellen.
buch virtuelle meetings leiten Mehr Infos und Tipps finden Sie im Buch
Virtuelle Meetings leiten von Eugenia Schmitt.
Die Autorin erklärt effiziente Gestaltung und Durchführung von virtuellen Meetings. Damit die professionelle virtuelle Zusammenarbeit der Teilnehmer gelingt.


Wie gehe ich mit einem extremen Persönlichkeitsstil um?

Mauer einer Persönlichkeit durchbrechen
Persönlichkeitsorientierter Coach Bettina Hafner Ganz aktuell ist bei managerSeminare ein Buch erschienen, das eine echte Lücke in der Coaching-Literatur schließt. Es zeigt, wie bei Klienten mit extremen Persönlichkeitsstil (bis hin zur Störung) ein wirksames Coaching stattfinden kann. Das betrifft Menschen, bei denen - wie etwa bei Narzissmus - bestimmte Verhaltensstile und Eigenschaften
  • extrem ausgeprägt sind
  • und sich gleichzeitig als unflexibel und starr erweisen. (Sie treten auch dann auf, wenn sie unangemessen und wenig hilfreich sind.)
Die Coach Bettina Hafner hat zusammen mit der Psychologin Gudula Ritz hierzu eine fundierte und zugleich sehr praxisbezogene Hilfestellung geschrieben, in Zusammenarbeit mit Expertinnen aus den relevanten Fachbereichen. Wir haben ihr einige grundlegende Fragen zu ihrem Thema gestellt:


Liebe Frau Hafner, müssen Coachs denn überhaupt damit rechnen, dass Menschen mit extremem Persönlichkeitsstil auch in ihrer Praxis auftauchen?

Extreme Persönlichkeitsstile in der Bevölkerung Ja, das müssen sie auf jeden Fall. Wir alle zeichnen uns durch bestimmte Persönlichkeitsstile aus – mal sind sie stärker, mal schwächer ausgeprägt. Schon wenn wir unter Stress geraten, kann sich ein Persönlichkeitsstil deutlicher zeigen und womöglich auch für unseren Alltag hinderlich sein. Insofern ist es auch für Coachs von großem Nutzen, über Persönlichkeitsstile Bescheid zu wissen und starke Ausprägungen bei Klienten richtig einordnen zu können. So sind Coachs einfach sehr viel wirksamer für ihre Klientinnen und Klienten. Aus meiner Sicht geht es darum, das Sichtfeld als Coach zu weiten und den Aspekt der Persönlichkeit in die Beratung mit einzubeziehen.

Woran könnte man als Coach merken, dass man es bei einem Klienten eventuell mit einem extremen Stil zu tun hat?

Scheiternder Coaching-Prozess Wir stellen als Coachs meist fest, dass Methoden, die üblicherweise gut funktionieren, nicht zu gewohnten Veränderungen führen. Und dann sind wir schnell dabei zu denken: „Der Klient will nicht …', oder wir beziehen die Situation auf uns und denken: „Ich habe die Methoden wohl nicht gut erklärt, da muss ich noch mehr machen“. Für Klienten mit einem ausgeprägten Persönlichkeitsstil sind Veränderungen viel schwerer zu erreichen – und zwar nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht können.

Wir können im Coaching nur in kleinen Schritten arbeiten und im besten Fall soweit Klärungen herbeiführen, dass die Klienten eine Therapie ins Auge fassen, sollte sich ein Bedarf zeigen. Wir müssen viel langsamer und viel geduldiger arbeiten.

Kann ich mit solchen Klienten so arbeiten, wie ich es gewohnt bin?

herausfordernder Klient Ja und nein. Natürlich kann man mit Klienten mit ausgeprägten Persönlichkeitsstilen viele Coachingmethoden nutzen, die man in seinem Repertoire führt. Und natürlich kann man mit ihnen auch an Aufträgen arbeiten und die dort festgehaltenen Ziele erreichen. Es hängt sicher von der Ausprägung des Stils ab. Ich muss nur andererseits damit rechnen, dass ich nicht so glatt vorwärts komme oder dass mich das Gegenüber in meiner Rolle anders fordert.

Wenn es mir als Coach gelingt, dem Klienten eine Idee von der Dysfunktionalität seines Verhaltens oder Denkens zu geben, habe ich schon viel erreicht und womöglich sehr wichtige Veränderungen angestoßen. Man könnte es auf den Punkt bringen: Coaching ist möglich trotz eines ausgeprägten Persönlichkeitsstils, aber es ist sicherlich ein steinigerer Weg.

Was ist Ihr wichtigster Tipp, wenn man den Verdacht bekommt, es bei einem Klienten mit einem „extremen Persönlichkeitsstil“ zu tun zu haben?

Mein Tipp wäre, sich dann entweder bei seinem Supervisor Rat zu holen, um welchen Stil es sich handelt oder sich zu belesen, was diesen Stil genau ausmacht. Jeder Klient hat diesen Stil aus bestimmten Gründen entwickelt – als systemische Coach gehe ich davon aus, dass der Persönlichkeitsstil im System der Klientin oder des Klienten Sinn macht oder machte. Die mit diesem Stil verbundenen Denk- und Verhaltensmuster hatten eine Funktion in der Familie, in der Schule, im sozialen Umfeld. Und wenn ich das weiß und verstehe, kann ich anders damit umgehen. Ich muss dann sehr genau auf meine Rolle als Coach achten und darf in bestimmte Fallen nicht tappen. Unser Buch hält dafür viele praktische Tipps bereit.


Buch Coaching mit extremen Persönlichkeiten
Mehr Infos über das Buch: 'Irgendwie seltsam ...! Über den Umgang im Coaching mit extremen Persönlichkeiten'. Mit der Expertise aus Systemischem Coaching, Tiefenpsychologie, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, persönlichkeitsorientierter Beratung, Systemischer Therapie und psychosomatischer Medizin. Geschrieben von Bettina Hafner und Gudula Ritz, unter Mitarbeit von Margarete Röd, Judith Bahmer und Stephan Pflaum.

Ein Leserfazit von Dr. S. Löhken auf Amazon: Zugrunde liegt diesem Buch (...) eine tiefe Wertschätzung und Akzeptanz für Menschen in all ihren Erscheinungsformen. Ein Coaching kann nur dann gelingen, wenn es auf die Persönlichkeit des oder der Coachee zugeschnitten wird. Das erfordert neben einem soliden Fachwissen den Zugriff auf ein breites Repertoire an Interventionen, das Wissen um (auch eigene!) Grenzen – und die Menschenliebe, die uns auch gegen den Wind innerhalb vernünftiger Grenzen in der Begleitung bleiben lässt.


TeilnehmerInnen ein Rezept mitgeben

Lassen Sie Ihre TeilnehmerInnen ein eigenes Rezept entwickeln, mit allen Zutaten, die sie aus dem Seminar mitnehmen. Hier gibt's als Beispiel ein Rezept gegen die 'Aufschieberitis'. Die TeilnehmerInnen tauschen sich am Ende des Seminars über das Rezept aus und versuchen, die Rezeptur zu verbessern, ihre Wirkung zu hinterfragen und weitere mögliche Nebenwirkungen zu entdecken.


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