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Rezension: Lösungsfokus in Organisationen

Das Buch wendet sich an Praktiker, die in und mit Organisationen nach effektiveren Lösungen für den Arbeitsalltag suchen. Gründlich und umfassend wird der lösungsfokussierte Ansatz vorgestellt. Die Herausgeberin will dabei keine abgrenzende Definition geben, sondern in den Hintergrund dieses Konzeptes einführen, die Wurzeln und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Praxisbeiträge gliedern sich nach Arbeit mit Einzelnen, Teams und Organisationen und beschreiben sowohl Methoden als auch Designs und Prozesse. Sehr klar wird zu Beginn die zentrale Idee beschrieben: die gewünschte Zukunft so klar wie möglich darzustellen, funktionierende Anzeichen dieser Zukunft in der Gegenwart zu erkennen und sie für die Gestaltung der Veränderung zu verwerten. Dann nämlich führt der direkte Weg zu dem, was funktioniert, ohne sich mit Umwegen zum Problem zu befassen. Dieses 'Herzstück' wurde im therapeutischen Kontext entwickelt, geprägt von Bateson, Erickson, der Palo-Alto-Schule und insbesondere Steve de Shazer.

Relativ neu ist, damit auch in Organisationen zu arbeiten. Erhellend ist deshalb die Beschreibung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen lösungsfokussierter und systemischer Organisationsberatung. Klar wird herausgearbeitet, dass für die Arbeit mit dem Lösungsfokus keine Theorie von Organisation und Veränderung bzw. Widerstand nötig ist, es wird 'an der Oberfläche' mit den Zielen und Aussagen des Kunden gearbeitet. Change ist damit kein geplanter Prozess episodischen Wandels, sondern findet kontinuierlich statt. Der lösungsfokussierte Berater identifiziert mit dem Kunden, was jetzt schon für die gewünschte Zukunft passiert und wie dies in kleinen Schritten gestärkt werden kann. Die Umsetzung in Organisationen wird mit konkreten Methoden gezeigt. Aufschlussreich ist hier zum Beispiel die SCOP- im Unterschied zur SWOT-Analyse, weil hier auf Stärken (strengths), Veränderung (change), Möglichkeiten (opportunities) und vor allem Fortschritte (progress) fokussiert wird. Erfreulich konkret werden auch Möglichkeiten gezeigt, wie lösungsfokussiertes Führen von Mitarbeitern geht, besonders in schwierigen Fällen wie etwa betriebs- oder verhaltensbedingten Kündigungsgesprächen.

TA-Fazit: Eine umfassende und interessante Einführung in lösungsfokussierte Beratung, wissenschaftlich fundiert und mit vielen praktischen Beispielen.

Susanne Burgstaller (Hg.): Lösungsfokus in Organisationen, 264 S., Carl-Auer, Heidelberg 2015, 34 Euro – Bestellmöglichkeit hier.


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