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Rezension: Der unbewusste Lebensplan

Die Autorin gibt in diesem Buch ihre vielfältigen Erfahrungen und Einsichten, die sie als Therapeutin, Supervisorin und Seminarleiterin gewonnen hat, weiter. Ihre Arbeit fußt auf dem Modell der Transaktionsanalyse und deren Erkenntnis, dass Menschen sich oft schon als Kind ein 'Lebensskript', also einen Entwurf von ihrem Leben und ihrer Beziehung zu anderen Menschen, machen. 


Um dieses zentrale Konzept zu verstehen, wird kurz und prägnant das Persönlichkeitsmodell mit den unterschiedlichen 'Ich-Zuständen' zwischen Eltern-, Erwachsenen- und Kind-Ich vorgestellt. Im Coaching oder in der Supervision können damit 'Trübungen' aus früheren kindlichen Mustern, die eine realitätsangemessene Erwachsenensicht auf Probleme erschweren, benannt werden. Die einfachen Konzepte erlauben es, über Glaubenssätze und innere Barrieren mit angemessener Tiefe zu sprechen, ohne den anderen zu pathologisieren. Der Vorteil: Wenn der eigene unbewusste Lebensplan entschlüsselt wird, wächst die Freiheit des Erwachsenen, mit Anforderungen kreativ und verantwortlich umzugehen.
Herz- und Kernstück des Buches sind die ausführlichen Beschreibungen von insgesamt 13 Lebensskript-Mustern. Über die Psychodynamik und auch die erzählten Erinnerungen an zentrale Erlebnisse der Kindheit wird nachvollziehbar, wie z.B. die innere Überzeugung 'Ich bin nicht so wichtig' entstehen kann. Als Erwachsener kann sich dies dann darin äußern, sich Urlaub nur über krank werden gönnen zu können. Besonders interessant sind die ausführlichen Beschreibungen der Veränderungswege und therapeutischen Strategien. Die Ich-Zustands-Analyse, mit der kognitiv und emotional passende Erlaubnissätze gefunden werden können und die innere 'weise Ratgeberinstanz' aktiviert wird, ist auf Beratung und Therapie anwendbar. Die unterschiedlichen Skriptmuster sind einfach formuliert, z.B. 'Besser nicht so viel fühlen' oder 'Keiner darf merken, was hier los ist', und beschreiben gut, welche inneren Glaubenssätze Erwachsene in wichtigen Lebensbereichen prägen und einschränken können. Dabei wird dies nicht als 'Schublade' gesehen, sondern als Möglichkeit, irrationales Handeln zu verstehen. Nur so gelingt wirkliche Veränderung, die positivere Lebenseinstellungen ermöglicht.

TA-Fazit: Eine hervorragende Auseinandersetzung mit einem zentralen Beratungskonzept, fachlich fundiert, lebensnah und leicht verständlich.

Almut Schmale-Riedel: Der unbewusste Lebensplan. 240 S., Kösel, München 2016, 22,99 Euro.

Autor(en): Hubert Kuhn

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