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Masterplan für stärkenorientierte Beratung

Mit den Schwächen ihrer Coachees hält sich Elke Antwerpen nicht lange auf. Statt zu versuchen, diese zu beheben, setzt die Düsseldorferin mit ihrer Coaching-Methode 'To win on strength' (TWOS) auf die Optimierung der persönlichen Stärken ihrer Kunden. Seit Jahresbeginn arbeitet sie dabei mit dem von ihr entwickelten TWOS-Masterplan. Das fünfstufige Beratungskonzept startet mit einer Persönlichkeits- und Werteanalyse, für die Antwerpen das von Dr. Thorsten Will entwickelte TWprofiling benutzt. 'Dieses Testverfahren ist das einzige auf dem Markt, das sowohl das Können als auch das Wollen, also die tatsächliche Nutzung der Kompetenzen, darstellt und misst', begründet die Beraterin ihre Wahl dieses Diagnose-Tools (Stufe 1: Eigene Stärken (er)kennen).

Im nächsten Schritt werden die Stärken analysiert: Können sie miteinander Synergien entwickeln? Oder behindern sie sich vielleicht gegenseitig im Berufsalltag? So kann eine eigentliche Stärke, beispielsweise ausgeprägte Empathie, für bestimmte Berufe, etwa für einen Rettungssanitäter, problematisch sein (Stufe 2: Fokussieren auf die Stärken). Ist die Ausgangslage erfasst, muss der Coachee sich darüber klar werden, was er im Coaching und darüber hinaus erreichen will (Stufe 3: Ziele definieren).

Erst danach startet der Coachingprozess im engeren Sinn: Coach Antwerpen bespricht mit ihrem Klienten, wie er seine Ziele erreichen kann (Stufe 4: Erfolgsstrategien entwickeln). Unter anderem vermittelt sie hier Techniken, wie der Coachee mit seinen Stärken arbeiten kann, um seine Schwächen zu kompensieren. Bei einer jungen, extrem strukturierten Führungskraft beispielsweise, deren Karriere ins Stocken geraten war, weil es ihr an Empathie mangelte, nutzte ihr Coach ihre strukturierte Arbeitsweise: Antwerpen trainierte systematisch Gesprächsverläufe inklusive Begrüßungs- und Abschiedsformeln. So wurde die Nachwuchskraft zwar nicht zu einem empathischeren Menschen, lernte aber auf ihre organisierte Art trotzdem die Erwartungen ihres Teams zu erfüllen. Eine andere Möglichkeit, eigene Schwächen auszugleichen, könnte sein, Kooperationspartner zu finden – etwa eine Assistentin für das eigene Zeitmanagement. Zum Abschluss geht es um die praktische Umsetzung des Erarbeiteten (Stufe 5: Stärken gezielt einsetzen).

Die grundlegende Idee der Stärkenfokussierung ist nicht neu, wie auch Antwerpen einräumt. Entscheidend sei vielmehr die Umsetzung, so die Beraterin: 'Das Besondere an der TWOS-Methode ist die Systematik, mit der eigene Stärken und Talente erkundet werden.' Von der Qualität ihres Masterplans ist sie so überzeugt, dass sie ihn nicht nur beim Patentamt eingereicht hat. Sie gibt ihren Kunden auch eine Erfolgsgarantie: Skeptische Teilnehmer können nach Abschluss des Masterplans das Profiling vom Anfang wiederholen: Haben sich die Werte nicht verbessert, bekommen sie ihr Geld zurück.

(lis)

Training aktuell, Heft 09/09 vom 31.08.2009 (2906 Zeichen)

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