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Digitales Lernen: Mobile Learning ist in

Lerntrends in der E-Learning-Branche sind manchmal von kurzer Dauer, wie die aktuelle MMB-Studie zeigt. Von den ehemals gehypten Weblogs wollen die Experten nichts mehr wissen, stattdessen ruhen die Hoffnungen nun auf Mobile Learning.

In die Zukunft des digitalen Lernens will das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung, Essen, mit seinem Learning Delphi 2010 blicken – und zeigt doch, dass persönlicher Kontakt zwischen Dozent und Seminarteilnehmer immer noch das Maß aller Dinge ist. Nach den Lernformen und -technologien befragt, die in drei Jahren am wichtigsten sein werden, nannten 91 Prozent der Befragten 'Blended Learning', also die Kombination aus traditionellen Präsenz-Lernformen und digitalem Lernen. Ohne direktes Feedback zum Dozenten geht es also nicht – aber ohne technische Unterstützung kommt auch das klassische Seminar immer seltener aus: 'E-Learning-Elemente wurden in viele Präsenzangebote schleichend integriert', beobachtet Studienautor Dr. Lutz Goertz von MMB. Die Unterlagen zum Seminar werden eben nicht mehr in Kopie ausgeteilt, sondern im Learning-Management-System hinterlegt, gibt Goertz ein Beispiel. 

Social Media wird wichtiger

65 E-Learning-Experten (sowohl Anbieter als auch Anwender und Wissenschaftler) gaben im Frühling 2010 zu Protokoll, wie sie digitales Lernen im Jahr 2013 sehen. Ein Ergebnis der Studie, die im August 2010 erschienen ist: Die Social-Media-Werkzeuge haben sich einen festen Platz im Kanon der Lerntechnologien erobert. 'Learner Communities' und 'Social Networks allgemein' belegen mit 84 Prozent bereits den zweiten Platz; im Vorjahr war es mit 83 Prozent noch Platz drei. Ein Minus verbuchten die Web Based Trainings (WBTs), die in diesem Jahr mit 82 Prozent Platz drei erreichten und im Vergleich zur Vorjahresbefragung neun Prozent einbüßten. Auf eine sinkende Bedeutung der 'Brot-und-Butter-Anwendung', wie Goertz die WBTs nennt, lässt sich daraus allerdings nicht schließen: 'WBTs fallen nur deshalb im Ranking ab, weil die Experten sie selbstverständlich finden und nicht mehr als Trend benennen.'

Deutliches Plus für Simulationen

Spannender als WBTs finden die E-Learning-Experten Simulationen, die sich auf Platz vier wiederfinden und in denen die E-Learning-Experten wachsendes Potenzial sehen: 2009 waren 61 Prozent der Befragten der Meinung, dass Simulationen in der Personalentwicklung eine zentrale Bedeutung haben können, in der aktuellen Studie sind es bereits 69 Prozent.

Rapider Bedeutungsverlust für Weblogs

Die absoluten Verlierer unter den digitalen Lernhelfern: Twitter und Weblogs. Das Potenzial der Weblogs für betriebliche Weiterbildung hatten 2006, als die Studie zum ersten Mal durchgeführt wurde, noch 74 Prozent der Befragten gesehen. In der aktuellen Studie kommen die Online-Tagebücher gerade mal auf 17 Prozent. Den rasanten Bedeutungsverlust erklärt Goertz so: 'Die sogenannten One-to-many-Tools sind für die Weiterbildung nur begrenzt nutzbar, weil hier wenige für viele schreiben und die Adressaten schnell in eine passive Rolle geraten.' Gefragt seien stattdessen kollaborative Tools, in denen die Lernenden auf Augenhöhe und gleichzeitig an Projekten arbeiten können. Dazu kommt: Die Studie belegt, dass sich vor allem solche Tools etablieren, die sich in begrenzbaren Netzwerken einsetzen lassen. 75 Prozent der Befragten präferieren etwa geschlossene Systeme wie firmeninterne Wikis und Communities, die nur für die eigenen Mitarbeiter zugänglich sind. Nur 25 Prozent sehen Potenzial etwa in öffentlich zugänglichen Tools wie Weblogs. Die Angst vor Ideenklau und Indiskretionen überwiegt offenbar den Nutzen, den sich Firmen aus dem Open Space erwarten. Erklären lässt sich diese restriktive Haltung auch durch die E-Learning-Nutzer: Digitales Lernen findet derzeit vor allem in Großunternehmen statt, KMU – die wegen geringerer Mitarbeiterzahlen vom Austausch mit Externen profitieren würden – sind oft zurückhaltend.

Mobile Learning ist der Star

Weblogs sind also out – aber was ist in? Mobile Learning, meinen 36 Prozent der Befragten, wenn sie spontan und ohne Vorgaben die größten E-Learning-Trends benennen sollen. Damit hat sich das mobile Lernen, das im Vorjahr noch mit 20 Prozent auf Platz drei lag, als wichtigster Trend etabliert. 'Die Bedeutung steigt durch neue Endgeräte wie das iPad', vermutet Goertz. Auf Platz zwei der Lerntrends folgt 'Rapid Learning/Micro-Learning' (27 Prozent) und auf Platz drei findet sich ein alter Bekannter wieder: Blended Learning fällt 24 Prozent der Befragten auch dann als größter Lerntrend ein, wenn ihnen die Antwortmöglichkeiten nicht vorgegeben werden.

(Corinna Moser)

Weitere Ergebnisse der MMB-Studie stellen die Autoren in einer zehnseitigen Zusammenfassung kostenlos zur Verfügung. , Wie können kleine und mittelständische Unternehmen Web 2.0 für ihr Lern- und Wissensmanagement einsetzen? Diese Frage beantwortet ein Praxisleitfaden, den das Deutsche Netzwerk der E-Learning-Akteure e.V. (D-ELAN) seit August 2010 kostenlos zur Verfügung

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