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Dass müde Beschäftigte schlechter performen als ausgeruhte, liegt auf der Hand. Zu gelten scheint das allerdings nur für Einzelarbeit. Im Team sind matte Mitarbeiter meist genauso leistungsfähig wie ausgeruhte. Diesen Schluss legt jedenfalls ein Experiment von Forschern der London South Bank University nahe. Die Sozialpsychologen ließen 171 Offiziersanwärter während einer Truppenübung einzeln und in Gruppen Rechen- und Logikaufgaben lösen – in zwei Durchläufen. Der erste fand am Anfang der Übung statt, als die Soldaten noch ausgeruht waren. Der zweite am Ende, nachdem die Kadetten schon einige Drills und Nachtwachen hinter sich hatten. Erwartungsgemäß schnitten die Einzelkämpfer in der ersten Runde deutlich besser ab als in der zweiten. Die Leistungen der Teams blieben dagegen überraschenderweise trotz Erschöpfung und Müdigkeit der Mitglieder konstant. 'Gruppenstrukturen verhindern offenbar sehr effizient die Inflexibilität des Denkens, die sich bei Müdigkeit einstellt', schreibt Studienleiter Daniel Frings im 'Journal of Experimental Psychology: Applied'. Zudem motiviere die Zusammenarbeit mit den müden Leidensgenossen dazu, noch einmal das Letzte aus sich herauszuholen. (ama)