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Erfolge und Entwicklungspotenziale

Status quo der Shared Service Centres

Schnelligkeit, Sparsamkeit, gute Services – das ist es, was HR Shared Service Centres versprechen. Doch erfüllen die HR-Fabriken, in denen Unternehmen Human-Resources-Dienstleistungen bündeln und standardisieren, diese Versprechen? Dieser Frage ist das Beratungs- und Outsourcing-Dienstleistungsunternehmen Hewitt in einer Studie nachgegangen. Es befragte 19 deutsche Unternehmen zu ihren Erfahrungen mit ihrem HR Shared Service Centre und glich die Ergebnisse mit einer im Jahr 2007 erstellten europaweiten Studie unter 44 Firmen ab.

Fazit: Die meisten deutschen Unternehmen (70 Prozent) erklären, mit ihrer HR-Zentrale das Ziel der Kosteneinsparung erreicht zu haben. Durchschnittlich sparen die Firmen ein Viertel der jährlichen Gesamtkosten ein. Auch die Zufriedenheit der Geschäftsbereiche mit der HR-Station ist hoch: 57 Prozent der Firmen gaben an, dass sich die Kundenzufriedenheit durch die Einführung des Centres verbessert habe. Nur 14 Prozent beklagten eine Verschlechterung. Die mehrheitlich positiven Einschätzungen sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass die deutschen HR Shared Service Centres mittlerweile überwiegend in ihre Wachstums- und Reifephase eingetreten sind. Bekanntlich, so Studienautor Nelson Taapken, nimmt in dieser Zeit die Zufriedenheit der Kunden mit den Leistungen zu, während es in der Anfangsphase oft Kritik gibt. 'Das liegt zumeist daran, dass das HR Shared Service Centre zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll einsatzfähig ist', erklärt Taapken.

Im Unterschied zu Shared Service Centres in anderen Ländern Europas wickeln die Zentren in Deutschland generell weniger HR-Prozesse ab. Während hierzulande im Schnitt 4,6 Prozesse von insgesamt 14 abgefragten Prozessen übernommen werden, sind es woanders 7,7. In Deutschland wie auch europaweit stehen an erster Stelle Leistungen wie Lohn- und Gehaltsabrechnung, Mitarbeiterverwaltung und die Administration von Lohnnebenleistungen. Dagegen werden Dienste wie HR-Reporting, Personalbeschaffung, Vergütung und internationale Entsendungen in Deutschland seltener als im europäischen Ausland von den Zentralstationen übernommen. Hier sehen die Autoren der Studie Entwicklungspotenzial. Die deutschen HR Service Centres selbst streben derzeit vor allem die weitere Verbesserung ihrer Qualität, die Steigerung der Standardisierung sowie die Erhöhung der Kundenzufriedenheit an. Probleme bereitet den deutschen HR-Fabriken neben dem Umgang mit Veränderungen und der Beschaffung und Bindung qualifizierten Personals derzeit nämlich vor allem der Umgang mit unterschiedlichen Kundenanforderungen.

(jum)

managerSeminare, Heft 130 vom 23.12.2008 (2611 Zeichen)

Die Studie kann kostenlos bezogen werden:
pressegermany@hewitt.com



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