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Was auf Personaler zukommt

Personalmanagement-Trends


Welche Themen werden die Arbeit der Personalmanager in naher Zukunft beeinflussen? Antworten liefert die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) mit ihrer so genannten Trendstudie: Auf Basis einer Inhaltsanalyse von Personalmanagement-Zeitschriften, einem Workshop mit HR-Experten aus deutschen Unternehmen und einer Online-Befragung unter den DGFP-Mitgliedsunternehmen hat sie zehn übergeordnete 'Leittrends' ausgemacht.

Flexibilisierung der Personalarbeit

Belegschaftsstrukturen flexibel halten sowie die hierfür entsprechenden Instrumente im Unternehmen einführen – das zählt laut der DGFP-Trenduntersuchung zu den wichtigsten Aufgaben des Personalmanagements in den kommenden Jahren. Nach Meinung der befragten HR-Experten geht es insbesondere darum, Mitarbeiter auch in Krisenzeiten zu halten, um ihr Know-how für das Unternehmen zu sichern. Hierfür könnten die Unternehmen z.B. Mitarbeiter kurzfristig in neue Positionen bringen und qualifizieren. Weitere Vorschläge für eine „atmende Organisation“: flexibilitätsfördernde Personalinstrumente wie Arbeitszeitkonten oder Mehrarbeit ohne Zuschläge.

Strategische Ausrichtung des Personalmanagements

Die befragten Experten beobachten, dass Personaler sich zunehmend mehr als strategische Partner in Geschäftsprozessen etablieren. Das heißt, sie orientieren sich an der Unternehmensstrategie und richten auch ihre eigene Arbeit strategisch aus. Entscheidend für seine Akzeptanz als strategischer Partner ist das Auftreten des Personalmanagers: Ähnlich wie etwa seine Kollegen aus dem Marketing muss er aus sich heraus einen Gestaltungsanspruch haben, um den eigenen Erfolgsbeitrag wissen, Entscheidungen begründen können, aber auch die Personaladministration perfekt beherrschen, um ernst genommen zu werden.

Effiziente Gestaltung der Personalarbeit

Prognostiziert wird für die Personaladministration, dass künftig weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Daraus folgt, dass die Personalarbeit effizienter gestaltet werden muss. Moderne Personaladministrations- und -informationssysteme gewinnen damit an Bedeutung. Zudem rechnen die befragten Experten damit, dass sich die Rollen im Personalmanagement weiter ausdifferenzieren werden – und zwar in die Rolle Change-Agent versus Experte für die Personaladministration.

Talentmanagement

Dass Talentmanagement zu den Personalmanagement-Trends zählt, überrascht vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wenig. In den untersuchten Fachzeitschriften ist es ein Dauerbrenner-Thema: Wie werden strategisch relevante Leistungsträger gefunden, gebunden und gefördert? Insbesondere die Bindung der strategisch wichtigen Mitarbeitergruppen an das Unternehmen wird nach Ansicht der befragten DGFP-Mitglieder das Personalmanagement in den kommenden drei Jahren prägen.

Employer-Branding

Stark verknüpft mit dem Talentmanagement ist das Thema Employer-Branding, geht es doch darum, das Unternehmen dauerhaft als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Individualisierung der Personalarbeit

In den Kontext des Talentmanagements gehört auch das Zukunftsthema 'Individualisierung der Personalarbeit': Nach Einschätzung der HR-Experten sind Personalmanager zunehmend gefordert, auf einzelne Mitarbeiter(gruppen) einzugehen und ihnen individuelle Anreize zu bieten. Sie müssen die zunehmende soziale Vielfalt der Mitarbeiter berücksichtigen und deren unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht werden – zum Beispiel sollten sie auf die Lebenssituation abgestimmte Dienstleistungen anbieten, wie etwa betriebliche Kindergärten, oder Karrieremodelle konzipieren, die das Zusammenspiel von Beruf und Familie ermöglichen.

Messbarkeit der Personalarbeit

Personalcontrolling – heute schon ein wichtiges Thema – wird laut der Analyse der DGFP zukünftig noch weiter an Bedeutung gewinnen. Allerdings werden die Personaler von einer reinen Controller-Mentalität Abstand nehmen und mehr Mut aufbringen müssen, eigene Maßnahmen für das Handeln im Personalmanagement zu entwickeln. Die Herausforderung besteht nach Ansicht der HR-Experten darin, die Logik des Controllings zu kennen und bei relevanten Personalthemen zu nutzen, gleichzeitig aber auch die Grenzen des Controllings für die Personalarbeit zu sehen und diese selbstbewusst zu vertreten.

Vermittlung von Werten und Sinn

Das Unternehmen bei der Wahrnehmung seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu unterstützen wird als weiterer Personalmanagement-Trend ausgemacht. So sind Personaler z.B. bei Standortschließungen gefordert, die Unternehmensleitung auf Diskussionen im öffentlichen Raum vorzubereiten. Aber auch den Mitarbeitern die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit zu verdeutlichen, kommt künftig verstärkt auf die Personaler zu.

Führungskräfteentwicklung

Die Führungskräfte werden als wichtiger Treiber für die Unternehmensentwicklung gesehen. Das zeigt insbesondere die Umfrage unter den DGFP-Mitgliedern. Demnach wird die Führungskräfteentwicklung auch zukünftig im Fokus des Personalmanagements stehen. Der Förderung der Führungskommunikation – z.B. durch Coaching oder Feedback – kommt eine besondere Bedeutung zu.

Leistungserhalt und Workforce

Das war nicht anders zu erwarten: Die demografische Entwicklung schlägt sich auf den künftigen Aufgabenbereich der Personaler nieder. Die Herausforderung: die Leistung älterer Mitarbeiter zu erhalten bzw. zu fördern. Nicht zuletzt ist daher auch das Thema Gesundheitsmanagement ein Zukunftsthema des Personalbereichs.

Autor(en): (pwa)

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