Vom Fach- und Führungskräftemangel sind vor allem KMU, also kleine und mittlere Unternehmen, bedroht. Für sie gibt es nun in Eschborn eine neue Anlaufstelle, die helfen will, Personalengpässe zu vermeiden: das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung. Träger sind das RKW Kompetenzzentrum, Eschborn, sowie das Institut der deutschen Wirtschaft, Köln. Beide wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit der Einrichtung der Institution beauftragt.
Laut der Leiterin Dr. Ekaterina Kouli hat die neue Zentralstelle unter anderem die Funktion, Unternehmen per Internetplattform, Printmedien und Newsletter über das Thema Fachkräftesicherung aufzuklären. Etwa über internationales Recruitment und die Möglichkeiten, die auch kleinere Firmen in diesem Bereich haben. 'Auch gilt es, die Betriebe dafür zu sensibilisieren, dass es sich oft nicht lohnt, die großen Unternehmen nachzuahmen, sondern dass es besser ist, in Sachen Arbeitgeberattraktivität eigene Wege zu beschreiten', so Kouli. Das bedeute z.B.: die Vorzüge herauszustellen, die kleine Firmen ihren Angestellten bieten können. Das neue Kompetenzzentrum will allerdings nicht nur aufklären, sondern Firmen auch direkt einbinden. Deshalb setzt es stark auf Austausch. Beispielsweise in Unternehmenswerkstätten. Firmen einer Region sollen darin zusammenkommen, ihre Problemstellungen einbringen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Kouli: 'So wächst die Wahrscheinlichkeit, dass sie Hilfen bekommen, die ihnen nicht nur nutzen, sondern die sie auch annehmen können, weil sie zu ihnen passen.' (jum)
managerSeminare, Heft 161 vom 22.07.2011 (1569 Zeichen)
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