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Geschätzt - aber vernachlässigt

Mitarbeiter 50plus


Vielfach prophezeit, und schon mittendrin: Wie eine Studie der Bundesagentur für Arbeit zeigt, macht sich der demografische Wandel bereits heute auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Deutlich mehr Unternehmen würden Mitarbeiter, die 50 Jahre und älter sind, beschäftigen, als es noch vor ca. vier Jahren der Fall war. Konkret stieg die Zahl der 50- bis 54-jährigen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen März 2005 und März 2009 von 2,89 Millionen auf 3,28 Millionen, die der 55- bis 59-Jährigen von 1,96 Millionen auf 2,56 Millionen und die der 60- bis 64-Jährigen von 780.000 auf 960.000. Ob die Unternehmen nur notgedrungen auf ältere Arbeitnehmer zurückgreifen, bleibt dahingestellt. Unzufrieden scheint der Großteil der Firmen mit den Mitarbeitern 50+ jedenfalls nicht zu sein, wie aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zu schließen ist. Der Untersuchung zufolge schätzt die Mehrheit der 1.350 befragten Industrieunternehmen die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der über 50-Jährigen genauso wert wie die ihrer jüngeren Kollegen. Lediglich 27 Prozent der Personalverantwortlichen und Geschäftsführer halten Ältere aufgrund eines ihnen vielfach unterstellten geringen Arbeitstempos für zu wenig produktiv. Nur knapp ein Viertel beklagt bei den Mitarbeitern 50+ außerdem einen geringeren Leistungswillen im Vergleich zu jüngeren Mitarbeitern.

Die Ansicht, dass sich Weiterbildung für ältere Arbeitnehmer nicht rentiert, weil sie nichts Neues mehr lernen können und wollen, teilt laut der IW-Studie ebenfalls nur ein Viertel der Unternehmen. Ein gutes Drittel der Betriebe führt Innovationsmüdigkeit unter der älteren Generation eher auf Versäumnisse der Unternehmen zurück, die Mitarbeiter weiterhin in den Wissensprozess einzubinden.

Letztlich ist in Sachen Age-Management noch viel zu tun, wie eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt: 63 Prozent der in der Untersuchung 500 befragten Mitarbeiter im Alter von 50 bis 65 Jahren bemängeln, dass ihre Bedürfnisse in Bereichen wie Gesundheit, Karriere-Entwicklung und Mitarbeiterführung zu wenig berücksichtigt werden. Knapp zwei Drittel fühlt sich nicht motiviert, über das normale Rentenalter hinaus zu arbeiten. Und mit speziell für sie vorgesehenen Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen sind nur ein Drittel der Älteren zufrieden.

Autor(en): (pwa)

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