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Vernachlässigte Mitarbeitergruppen im Blick

Fachkräftemangel


Die Wirtschaft zieht wieder an, doch für den Aufschwung fehlt es an Mitarbeitern: 977.000 offene Stellen meldete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg, für das zweite Quartal 2010. Damit ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent angestiegen. Von einem allgemeinen Fachkräftemangel kann laut dem IAB jedoch nicht die Rede sein. Lediglich in einigen Teilarbeitsmärkten sei die Lage angespannt.

Die Kommentierung sollte die Unternehmen dennoch nicht beruhigen. Denn fest steht: Langfristig wird der Fachkräftemangel kommen. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung berechnet hat, werden dem deutschen Arbeitsmarkt künftig im Durchschnitt alle vier Jahre rund eine Million Spezialisten durch Pensionierung verloren gehen. 'Der jährliche Zustrom an Absolventen und Zuwanderern kann den Abgang von Rentnern auf Dauer nicht ausgleichen', sagt Johann Fuchs, der beim IAB die Entwicklung des Arbeitsmarktes beobachtet. Er schätzt, dass das Angebot an Erwerbspersonen in Deutschland bis zum Jahr 2050 um rund 18 Millionen Menschen zurückgehen wird.

Mit besseren Bedingungen für die Zuwanderung, wie sie derzeit in der Politik diskutiert werden, kann der Fachkräftemangel nur zu einem Bruchteil aufgefangen werden. Gefragt sind darüber hinaus neue Wege in der Personalarbeit: Unternehmen müssen sich auf bislang vernachlässigte Mitarbeitergruppen konzentrieren und Maßnahmen schaffen, um diese in das Erwerbsleben zu integrieren. Prof. Dr. Markus Glück, Mitinitiator der Initiative 'Fachkräftesicherung' an der Hochschule Augsburg, legt z.B. spezielle Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter nahe. Dr. Jürgen Pfister, Vorsitzender des Demographie-Netzwerks ddn, verweist indes auf das Potenzial der Generation 50+. Nahezu die Hälfte der Unternehmen würde Mitarbeiter, die 50 Jahre und älter sind, nicht beschäftigen. Auch werden ältere Mitarbeiter zu wenig gefördert, zeigt eine aktuelle Studie von Rundstedt HR Partners, Düsseldorf: Lediglich 17 Prozent der rund 500 befragten Führungskräfte gaben an, Mitarbeiter zwischen 51 und 55 Jahren weiterzubilden, die über 55-Jährigen erfahren noch weniger Förderung.

Autor(en): (pwa)

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