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Bild zum Beitrag Umgang mit Verbalattacken
© Shutterstock / lolloj

Klüger kontern

Umgang mit Verbalattacken

In wirtschaftlich schwächeren Phasen wird die Tonlage in vielen Unternehmen rauer. Mancherorts hat gar Kampfdialektik Konjunktur. Bei dieser geht es darum, den anderen mittels verbaler Tiefschläge zu dominieren und aus dem Konzept zu bringen. Dialektiktrainer Albert Thiele erklärt, wie wir unfaire Attacken so kontern können, dass das Gespräch konstruktiv bleibt.

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'Hübsch, was Sie sich da ausgedacht haben, aber was soll das bringen?' 'Ihr Fachchinesisch ist toll, können Sie auch Deutsch?' 'Vielleicht würde es helfen, wenn Sie sich mal sachkundig machen.' Zack, das hat gesessen. Ganz gleich, ob im Teammeeting, in Verhandlungen, oder im Vortrag – wenn solche Aussagen einschlagen, geraten wohl die meisten von uns ins Wanken: 'Sind Sie sicher, dass Sie genug Erfahrung besitzen, um sich ein Urteil bilden zu können?', 'Sie sind doch selbst nicht von Ihrer Idee überzeugt.'

Scheint es oft so, als würden die Verbalattacken unkontrolliert herausplatzen, sind sie in Wirklichkeit zumeist exakt platziert. Sie werden eingesetzt, um uns unter Druck zu setzen und in eine unterlegene Position zu manövrieren. Kampfdialektik nennt sich diese zweifelhafte rhetorische Kunst, die vor allem in konjunkturell angespannten Phasen in den Unternehmen kursiert. Wenn die Zeiten rauer werden, wird auch die Tonlage rauer. Umso mehr gilt dann: Wer nicht weiß, wie er verbale Angriffe pariert, der verliert. Wer nicht richtig reagiert, kommt unter die Räder – und wird verbal plattgewalzt.

Die Wirkung der Kampfdialektik beruht auf einem einfachen mentalen Mechanismus: Wenn wir harsch angegangen werden, meldet unser emotionales Gehirn eine Bedrohung. In Bruchteilen von Sekunden löst das limbische System eine Kaskade von Reaktionen aus. Der Puls beginnt zu rasen, der Atem wird flacher, das Sprechtempo steigt, die Stimme rutscht nach oben, die Gestik wird fahrig. Ab dann ist es eigentlich gleichgültig, was wir sagen, überzeugend wirken wird es kaum. Und in aller Regel ist es das auch nicht.

Das Programm 'Gefahr in Verzug' verhindert nämlich auch, dass wir rationale Muster abrufen. Stresshormone schwemmen den Körper, die das Frontal- oder Denkhirn blockieren.

Extras:

  • Schlagfertigkeit zum Einstudieren: Unfairness ignorieren, ironisieren, isolieren oder identifizieren mit Brückensätzen
  • Literaturtipps: Der Praxisratgeber 'Sag es stärker' von Albert Thiele und Hinweis auf einen Fachartikel zum Thema Argumentieren

(Albert Thiele)
Quelle: managerSeminare 179, Februar 2013, Seite 36 - 40 , 19398 Zeichen
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