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Sie unterstützt die Kommunikation in Teams, dient der Entwicklung von Fach- und Führungskräften, verbessert die Zusammenarbeit mit Kunden und Klienten... Keine Frage: Supervision verspricht viel, nämlich Qualitätssteigerung in der beruflichen Arbeit. Was aber macht das Besondere dieser aus der Sozialarbeit stammenden Methode aus? Und welche Kompetenzen braucht ein Supervisor in der Wirtschaft?
Bei einem Zulieferer für optische Geräte steht ein Wechsel der Chef-Position an. Der Geschäftsführer soll sich zur Ruhe setzen und den Familienbetrieb in die Hände seines Sohnes übergeben. Doch der Senior schafft es nicht, sich von seinem Schreibtisch zu lösen: Er hat kein rechtes Vertrauen, dass der Sohn die Firma erfolgreich fortführen wird. Die Mitarbeiter registrieren das - alle Betroffenen sind verunsichert.
In dieser Situation engagiert das Unternehmen einen Supervisor. Hinter der sperrigen Bezeichnung verbirgt sich nichts anderes als die Funktion eines Beraters, Beobachters, Moderators und Zuhörers. In mehreren Gesprächen - meist mit Geschäftsführer und Sohn, mitunter auch zusätzlich mit den leitenden Angestellten - beleuchtet der beauftragte Supervisor Prof. Dr. Heinz J. Kersting die Probleme des Familienbetriebs: Was gehört zum Loslassen? Wie können die Parteien sich würdigen? Was brauchen die Mitarbeiter, um den neuen Chef akzeptieren zu können?
“Wichtig ist, dass der Supervisor den Beteiligten hilft, störende Emotionen zu überwinden”, beschreibt Organisationsberater Kersting, worauf es nicht nur im Supervisionsprozess des Geräte-Herstellers, sondern generell in der Supervision ankommt: “Wenn Menschen ihre Emotionen und unbewussten Steuerungsprogramme erkennen, eröffnen sie sich neue Handlungsmöglichkeiten.”
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