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Bild zum Beitrag Lernprojekt Selbstkenntnis
© getty images

Wer bin ich? Wie bin ich? Was will ich?

Lernprojekt Selbstkenntnis

Wer bin ich? Wie bin ich? Was will ich? Vermutlich hat sich jeder schon einmal diese drei Fragen gestellt. Die Suche nach dem Selbst ist so alt wie der Mensch, aber kein Selbstzweck. Für Führungskräfte ist sie besonders wichtig. Denn je genauer sie sich selbst kennen, desto besser können sie sich und ihre Mitarbeiter führen. Warum Selbsterkenntnis so schwierig ist und wie sie trotzdem gelingt.

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'Ich lasse meine Mitarbeiter ja gar nicht zu Wort kommen.' 'Ich fahre ihnen ständig über den Mund.' 'Ich wusste nicht, dass ich so harsch wirke'. Der Abteilungsleiter eines großen Mittelständlers schaut kopfschüttelnd auf den Monitor. 'Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen: Der in dem Film, das bin ich nicht.'

Der Film ist eine Videoaufzeichnung, die Produzentin Karin von Schumann. Sie hat den Manager mit einer Kamera ins Meeting begleitet, sein Verhalten eingefangen, um es ihm vor Augen zu führen. Coaching on the Record nennt sie die Methode, Selbstschau durch Selbstshow sozusagen. 'Die Reaktion ist typisch', sagt die Münchner Beraterin. 'Viele Führungskräfte reiben sich verwundert die Augen, wenn sie sich selbst in Aktion sehen.'

Anderer Anbieter, ähnliche Beobachtung: Beim Consulting-Unternehmen Kienbaum werden in der Führungskräfteberatung häufig Selbstbildanalysen durchgeführt. 'Verzerrungen in der Selbstwahrnehmung sind kein ungewöhnliches Ergebnis, eher ein üblicher Befund', schildert Kienbaum-Principal Stefan Scheidt. Seine Erfahrung, die er nicht nur mit Karin von Schumann, sondern mit vielen Beratern, Weiterbildern und Führungsexperten teilt: 'Ganz gleich wie gut eine Führungskraft darin ist, andere einzuschätzen – bei der Selbsteinschätzung liegt sie meistens mehr oder weniger daneben.'

Das liegt nicht an mangelnder Selbstaufmerksamkeit, nicht an Ignoranz, nicht an Arroganz. Ganz und gar nicht. 'Die meisten Manager reflektieren durchaus ihr Handeln und ihr Verhalten', so Scheidts Erfahrung. Denn dass Selbstreflexion oder Introspektion, wie der klassische Weg zur Selbsterkenntnis in psychologischer Fachsprache heißt, für Führungskräfte wichtig ist, sei bekannt. Wäre auch merkwürdig, wenn es anders wäre. Denn es gibt keine Wahrheitslehre und kaum eine Führungslehre, die das Thema nicht aufgreift.

Extras:

  • Fünf Schritte zum Selbst: Von Coaching bis zu Persönlichkeitstests
  • Literaturtipps: Kurzrezension eines Buchs über eine neue Philosophie des Selbsts und Hinweis auf einen Fachartikel über Persönlichkeitstests

(Andree Martens)
Quelle: managerSeminare 180, März 2013, Seite 30 - 36 , 24007 Zeichen
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