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Unruhe in Karlsruhe. Es ist Ende Januar 2008, Learntec-Time. Von der Euphorie des Vorjahres, als die Messe erstmals in den neuen luftigen Hallen in Rheinstetten stattfand, ist nichts mehr zu spüren. Die Branche zeigt ihr altes wie neues Gesicht: E-Learning ist in Karlsruhe eine Insel. Findet sie noch Anschluss?
Es war zu Zeiten des E-Learning-Hypes, die Learntec war noch im Herzen Karlsruhes zu Hause, da fragte ein Journalist auf der Pressekonferenz unbefangen: „Gibt es E-Learning auch jenseits von Karlsruhe?“ Heute, Ende Januar 2008, nach der 16. Learntec, die vor den Toren Karlsruhes stattfand, muss man fragen: „Gibt es E-Learning auch weiterhin in Karlsruhe?“
Was schon in gewisser Weise der ersten Frage, der, die gestellt wurde, als die Fächerstadt noch Multimedia-Mekka war und Treffpunkt der E-Pilger, innewohnte, nahm vom 29. bis 31. Januar 2008 sichtbar in verschiedenen Formen Gestalt an: E-Learning ist eine Insel, das Thema Lerntechnologie ist eine Randerscheinung, irgendwie isoliert.
Einige Eindrücke: Ankunft am Bahnhof, Stirnrunzeln beim Taxifahrer: „Findet in Karlsruhe gerade eine Messe statt?“ Zugegeben: Der Großteil der Besucher nimmt den Shuttle-Bus, daher ist der Taxiverkehr wenig rege. Ankunft dann in Rheinstetten, die Eröffnungsveranstaltung ist im Gange. Es reden Michael Hüther, Direktor des deutschen Instituts der Wirtschaft, und Robert Zollitsch, seines Zeichens Erzbischof. Ihr Thema: Unternehmensethik, Unternehmenskultur.
Es folgt eine Podiumsdiskussion über Managergehälter. Das Thema ist populär, hat aber doch nichts mit Lerntechnologie zu tun. Sind wir auf der richtigen Veranstaltung? Zweiter Tag: Der große Eingangsbereich der Messehalle ist leer, eine Gruppe Asiaten ist angekommen und schaut sich um: Where is the exhibition?
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