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Fortschritt durch Rückschritt

Downshifting

Druck, Tempo, Arbeitslast – der Joballtag nagt an mancher Psyche. Erste Führungskräfte ziehen Konsequenzen. Weil sie mehr Lebensqualität wollen, satteln sie beruflich um oder reduzieren die Arbeitszeit. Downshifting nennt sich diese Strategie des Herunterschaltens im Job auf Kosten von Status und Karriere. Doch wann bewirkt der Tritt auf die Bremse tatsächlich einen Vorwärtsschub in puncto Wohlbefinden?

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'Willst du das noch den Rest deines Lebens machen?' – Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere stellt sich Alexandra Metzger diese Frage. Als Führungskraft bei einem deutschen Autohersteller leitet sie einkaufsseitig Fahrzeugprojekte in Emerging Markets. Zeitweise hat sie 35 Mitarbeiter unter sich. Trotzdem empfindet sie sich nur als kleines Rad in einem großen Getriebe. In ihrer Sandwich-Position im Mittelmanagement fühlt sie sich eingeengt. Entscheidungsspielräume hat sie kaum. Um ihren anspruchsvollen Aufgaben gerecht zu werden, lebt die 35–Jährige für ihren Job, arbeitet zwölf Stunden am Tag. Zeit für Hobbys und Freunde? Fehlanzeige. Aus dieser Tretmühle will sie raus. Metzger macht einen radikalen Schnitt: Sie kündigt ihren Job. Einfach so – ohne zu wissen, wie es weitergeht.

'Ich wusste nur: Ich will anders arbeiten und anders leben. Ich will mehr Raum für das haben, was mir wirklich wichtig ist', erzählt Metzger im Rückblick auf ihren mutigen Schritt. Bereut hat sie ihre Kündigung nie. Alexandra Metzger arbeitet heute selbstständig. Sie ist Führungskräftetrainerin – und glücklich: 'Ich habe heute viel mehr Freiheiten und kann selber bestimmen, was ich tue', schwärmt sie.

Die ehemalige Konzernführungskraft bildet keine Ausnahme: Für viele Menschen sind ein hoch dotierter Job und ein guter Status heute längst nicht mehr alles. Sie suchen nach dem tieferen Sinn im Beruf wie im Leben. Leben, um zu arbeiten, arbeiten, um sich Einfamilienhaus, Carport und eine Designer-Garderobe leisten zu können – das kann es nicht sein, so der Gedanke. Erst recht nicht, wenn die Arbeit gleichzeitig als über Gebühren belastend und kräftezehrend erlebt wird. Wer konsequent ist, sucht nach Alternativen – und findet sie: wie der Investmentbanker, der sich statt um Geld lieber um Kinder kümmert und Schulleiter wird.

Extras:

  • Von Auszeit bis Ressourcencheck: Schritt für Schritt zum Downshifting
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen von vier Büchern über Karriere, Glück und Selbstbestimmung
  • Linktipps: Hinweise auf drei Webseiten mit weiterführenden Informationen zum Thema Downshifting

Autor(en): Sabrina Gerbrecht, Svenja Gloger
Quelle: managerSeminare 189, Dezember 2013, Seite 64 - 69 , 25461 Zeichen
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