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#1
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Führungsirrtümer haben in der Krise Hochkonjunktur
Im Moment ertönen sie wieder lauter denn je: Die Rufe nach den harten Hunden, den Fakten- und Zahlenorientierten an der Führungsfront. Dass sich Manager mit Emotionen beschäftigen, gilt derzeit als nicht opportun.
Völlig falsch, meint Angelika Leder, Coach aus Frankfurt/Main. Die Beraterin plädiert gerade in der Krise für einen beziehungsorientierten Führungsstil. Was meinen Sie? Liegt Leder richtig? Mehr zum Thema finden Sie hier |
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#2
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Charismatiker ducken sich weg
Recht hat sie, die Frau Leder. Gerade in Krisenzeiten bedarf es der Fähigkeit, die Sorgen der Mitarbeiter wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen. Genauso wichtig ist es in der Krise aber auch, dass die Führungskräfte ihren Mitarbeitern wieder Mut und Optimismus einhauchen, dass Sie Begeisterung wecken. Kurzum: Es braucht charismatischer Leader. Die sieht man allerdings meistens nur dann, wenn es gut läuft und sie sich im Erfolg sonnen können. Sie sind die ersten, die abtauchen, sobald es schlecht läuft. Das ist ärgerlich.
Geändert von Olaf Grummel (10.08.2009 um 15:10 Uhr). |
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#3
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Fakten, Fakten, Fakten...
...die sollten auch in der Krise Hochkonjunktur haben. Das Dumme daran ist nur, dass viele Führungskräfte die Faktenlage vornehmlich in Excel-Tabellen suchen und sich beim "Gedankenaustausch" über Fakten auf die mantraartige Wiederholung der den Mitarbeitern ohnehin bekannten Umsatz- und Renditevorgaben beschränken. Der eine oder andere weiß zwar, dass Meinungen, Emotionen und andere "weiche" Faktoren auch Tatsachen sind, bezieht das allerdings eher auf die eigene Meinung und weniger auf die Meinungen seiner Kunden oder gar Mitarbeiter. Will also sagen: ich sehe zur Zeit nicht eine durch die Krise verstärkte Angst vor Emotionen (Angelika Leder: "Konjuktur hat auch der Irrtum ´Emotionen kann ich mir nicht leisten´") und auch nicht den Bedarf nach charismatischen Leadern (Olaf Grummel). Mein Eindruck ist eher, dass die Krise das verbreitete Defizit an authentischer und situationsgerechter Führung, die mit ihren eigenen und fremden Emotionen klar kommt, besonders sichtbar macht.
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