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#1
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Abgrenzung zwischen Supervision und Coaching
Coachs und Supervisoren versuchen ihre Professionen mit viel Aufwand gegeneinander abzugrenzen. Coaching sei eher Instrument der Personalentwicklung, Supervision eher der Persönlichkeitsentwicklung, heißt es beispielsweise. Supervisoren werfen Coachs zudem oft vor, nichts anderes zu tun, als Arbeitskräfte auf subtile Weise dazu zu bringen, mehr zu leisten. Die Coachs kontern, dass die Supervision kein Verständnis für die Prozesse der kapitalistischen Wirtschaft habe. Dies alles sind sinnlose Grabenkämpfe, denn Coaching und Supervision seien praktisch nicht voneinander zu unterscheiden, lautet dagegen das wissenschaftliche Fazit des Bielefelder Organisationssoziologen Professor Dr. Stefan Kühl. Was meinen Sie: Hat Kühl Recht?
Mehr zum Thema lesen Sie hier. |
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#2
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Möglicherweise macht es für den Klienten keinen Unterschied, ob sein gegenüber sich Coach oder Supervisor nennt. Für mich als ausgebildeten Supervisor ist es jedoch interessant, auf welchem Ausbildungshintergrund sich jemand Coach oder Supervisor nennt. Dabei ist für mich nicht die Anerkennung durch einen der vielen Verbände oder Dachverbände entscheidend, sondern vielmehr der Anteil an Ausbildungszeiten und -inhalten. Ich empfehle allen zukünftigen Klienten, sich ihren Coach oder Supervisor daraufhin genau anzuschauen und dann zu prüfen, inwieweit die Chemie stimmt, um entsprechendes Vertrauen aufbauen zu können, dass auch unangenehme und schmerzhafte Rückmeldungen aushält!
Bei neuen Supervisionsprozessen (die oft als"Coaching" begonnen werden) kläre ich stets zu Beginn die Assoziationen des Klienten mit den Begrifflichkeiten. Dabei erläutere ich auch, was für mich den Unterschied ausmacht und warum ich mich als Supervisor und nicht als Coach bezeichne. Wenn darüber ein gemeinsamer Informationstand hergestellt wurde, ist es mir letztendlich egal, ob der Klient z. B. in seiner Firma oder bei den Kollegen die Vokabeln "Coach" oder "Supervisor" gebraucht. Stephan Rietz |
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#3
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Der Unterschied
Supervision ist ein Verfahren zur Reflexion beruflicher (Problem-)Situationen. Sie dient der Erhaltung und Entwicklung beruflicher Handlungsfähigkeit. Supervision kommt immer dann regelmäßig zum Einsatz, wenn das Hauptinstrument der Arbeitstätigkeit des Supervisanden die Beziehung ist. Dies betrifft z.B. Führungskräfte ebenso wie Beschäftigte in sozialen Berufen. Die regelmäßige, im Idealfall berufslebenslange Reflexion, "pflegt" dieses Hauptinstrument, indem sie die Fähigkeit des Supervisanden entwickelt, seine beruflichen Beziehungen professionell zu gestalten.
Coaching ist ein Verfahren zur Beratung und Begleitung von Menschen in anspruchvollen und schwierigen Berufssituationen. Coaching bezieht sich stets auf ein gemeinsam zuvor vereinbartes Coachingziel und ist damit inhaltlich und zeitlich klar begrenzt. Aktive Übungen des angestrebten Verhaltens und Aufgaben für die Zeit zwischen den Coachingsitzungen gehören zum Standard des Methodenrepertoires. Ich finde es sowohl für den Berater als auch für den Klienten wichtig, eine klare Vorstellung zu haben, in welchem Format gerade gearbeitet wird, weil sich Kontrakt und Setting klarer fassen lassen. |