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15. November 2011 | Von Nicole Bußmann

Neue Coaching-Umfrage: Wie entwickelt sich der Markt?

Gerade erst hat der Deutsche Bundesverband Coaching e.V. (DBVC) die Ergebnisse einer Coaching-Studie durch die Philipps-Universität Marburg veröffentlicht, da ruft der Verband schon wieder zu einer Coaching-Befragung auf. Dieses Mal sind als Antwortende nur die Coachs gefragt.


Bereits zum zehnten Mal führt das BCO – Büro für Coaching und Organisationsberatung in Kooperation mit dem DBVC seine Umfrage durch. Traditionell erfasst die Langzeitstudie die wirtschaftliche Situation von Coachs. Dieses Mal ist zudem eine Schwerpunktsetzung erfolgt: Im Mittelpunkt steht die Internationalität des Coaching-Geschäfts. Neben der Frage, wie sich der Coaching-Markt entwickelt, soll geklärt werden, ob Coaching ein lokales oder vielleicht sogar internationales Geschäft ist.

Die Umfrage läuft noch bis Ende Januar 2012. Die Fragen sind online zu beantworten. Die Ergebnisse sind für Frühjahr 2012 angekündigt, Teilnehmer erhalten sie kostenfrei, andere Interessierte gegen eine Schutzgebühr von 15 EUR.

Die vergangene Coaching-Umfrage durch BCO zeigte die Branche im Aufwind: Die Befragten waren zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Lage und freuten sich über steigende Stundensätze. 44 Prozent der 367 teilnehmenden Coachs gaben an, dass sich ihre wirtschaftliche Situation 2010 im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat. 35 Prozent sahen keine wesentliche Veränderung; nur knapp neun Prozent sahen eine Verschlechterung in dieser Zeit.

Als Grund für die insgesamt positive Bewertung der wirtschaftlichen Situation wurde der durchschnittliche Stundensatz von Coachs angegeben: Er lag 2010 bei 153 Euro. Damit hatte er noch nicht den Spitzenwert von 158 Euro aus dem Jahr 2008 erreicht, trotzdem wurde damit wieder eine Aufwärtstendenz deutlich: 2009 lag er bei nur 145 Euro. Zudem zeigte sich, dass das Honorar abhängig ist von Geschlecht, Berufserfahrung und Arbeitszeit. So erzielten Frauen geringere Honorare als Männer, nämlich durchschnittlich 139 Euro gegenüber 169 Euro, obwohl sie nicht weniger arbeiteten als ihre männlichen Kollegen.

Die Umfrage zeigte auch zwei negative Entwicklungen: Zum einen war die Zahl der durchschnittlichen Coachingproszesse auf 23 geschrumpft, zum anderen war auch die durchschnittliche Dauer der Zusammenarbeit mit einem Klienten kürzer geworden. Die Autoren der Studie, Ulrich Dehner und Jörg Middendorf, deuteten die Zahlen als Trend zu mehr Ergebnisorientierung und vermuteten gleichsam eine Entwicklung von Coaching zu einer Reparaturmaßnahme. Dieser Interpretation folgte die bereits oben erwähnte Marburger-Studie nicht: Abgeleitet von den breiter gewordenen Coaching-Anlässen, die eben nicht mehr nur eine Dezitorientierung zeigten, argumentierten die Marburger Forscher, Coaching sei nicht mehr nur eine Reparaturmaßnahme. Allerdings zeigte die Marburger-Studie auch deutlich bessere Zahlen: Demnach hatten die Coachs 24,4 Aufträge und erzielten ein Honorar von durchschnittlich 178 Euro. Spannend dürfte daher sein, welche Zahlen die neue Umfrage des BCO ergibt.

Die Ergebnisse der bisherigen neun BCO-Coaching-Umfragen sind kostenfrei hier erhältlich. Den Bericht in Training aktuell zur BCO-Umfrage finden Sie hier, den zur Marburger-Studie hier.


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