Einstimmung auf die Yoga-Übungen
Bevor Sie mit den eigentlichen Asanas beginnen (asana = wörtlich 'Haltung', wird aber auch als Übung übersetzt), ist ein Moment der Sammlung sinnvoll. Die wenigsten Menschen sind es gewohnt, wirklich einmal einen Moment zur Ruhe zu kommen. Wir sind ständig aktiv und in Bewegung, tun irgendetwas Sinnvolles, Zielgerichtetes. Nur selten nehmen wir uns Zeit innezuhalten und unsere Befindlichkeit wahrzunehmen.
Yoga-Übungen wirken umso intensiver, je konzentrierter man sie ausführt. Dazu gehört es, die Körperwahrnehmung zu schulen, zu spüren, wo der Körper gedehnt wird oder gedrückt, wo Spannungen sind, Kälte- oder Wärmegefühle.
Der Atem kann dabei helfen zu entspannen, indem man sich zum Beispiel vorstellt, ihn in die verspannten Körperregionen zu lenken. Bei der Ausatmung stellt man sich dann vor, wie die Spannungen mit dem Atem hinausströmen. Achtsamkeit und Konzentration sind Zustände und Fähigkeiten, die nicht nur der Kreativität dienlich sind, sondern überhaupt Voraussetzungen für eine gute Arbeit darstellen. Daher schadet es niemandem, solche Übungen vorzuschalten.
Anleitung für den Einstieg
Geben Sie Ihren Teilnehmern folgende Anleitung:
- Setzen Sie sich ganz vorne auf die Stuhlkante und stellen Sie die Füße in einem kleinen Abstand auseinander parallel und fest auf den Boden. (Manche Teilnehmer stellen sie sonst auf die Kante oder auf die Zehen, die Füße unterm Stuhl etc.).
- Sie können die Augen schließen, um besser die Vorgänge und Wirkungen im Körper wahrzunehmen.
- Lassen Sie die Wirbelsäule aufrichten und wachsen, stellen Sie sich vor, dass sie immer weiter nach oben wächst. Gleichzeitig lassen Sie die Schultern los und den Atem fließen.
- Konzentrieren Sie sich für einige Augenblicke auf den Atem, nehmen Sie wahr, wie die Einatmung kommt ... und die Ausatmung geschieht ... und wo die Atembewegung im Körper zu spüren ist ...
- Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit für einen Moment nur auf das Hören, so als ob Ihre Ohren ganz groß werden. Nehmen Sie alle Geräusche und Klänge wahr, hier im Raum und draußen ... Einfach wahrnehmen, ohne sie zu benennen oder zu bewerten ... wie verschiedene Instrumente in einem Orchester ... wie sie lauter und leiser werden ... in welchem Rhythmus ...
- Konzentrieren Sie sich nun wieder auf Ihren Atem.
Entspannungsübungen für Seminare
In folgendem Beitrag (aus: 'Kreative Geister wecken') finden Sie Anleitungen für verschiedene Yoga- und Qigong-Übungen, die Sie zur Entspannung in Ihren Seminaren einsetzen können:
Yoga-Übungen im Sitzen
- Brahma Mudra - Kopfdrehung
- Parvatasana - Berghaltung
- Ardha Matsyendrasana - Drehhaltung
Yoga-Übungen im Stehen
- Paschimottanasana - Vorbeuge
- Ardha Chandrasana (Halbmond) - Seitliche Dehnung
Brokatübungen (Qigong)
- Armdehnung
- Ganzen Körper dehnen
- Drehung
- Füße und Gleichgewicht
- Vorbeuge
- Stand
- Bogen schießen
- Den Mond umarmen
Darüber hinaus erhalten Sie eine Anleitung für das Trainingsspiel 'Flingo', das eine lebhafte Variante für den Einstieg in den Seminartag bietet und sehr gut mit verschiedenen Seminarthemen in Verbindung zu bringen ist (z.B. Kommunikation, Wahrnehmung, Motivation oder Beziehungsmanagement).
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