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Wertschätzung in der Kommunikation

Wertschätzung in der Kommunikation

Gesprächspartner, die sich gegenseitig achten und akzeptieren, schaffen es am besten, gute Ergebnisse und qualitativ hochwertige Lösungen zu entwickeln. Wie Sie gelassener, souveräner und überzeugender in Ihrer Argumentation und Ausstrahlung werden und wie Sie effektive Gespräche auf 'gleicher Augenhöhe' führen und mit nicht-partnerschaftlicher Einstellungen umgehen, verrät folgender Beitrag.


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Ich bin okay - Du bist okay

Schon mal gehört: Ich bin okay - Du bist okay? Das klingt sehr amerikanisch, ist es auch - und es steckt eine Menge dahinter. Vor allem die jahrzehntelange Arbeit von Eric Berne und Thomas Harris, den Vätern einer kommunikationspsychologischen Schule, der Transaktionsanalyse.

Ich bin okay - Du bist okay, das drückt umgangssprachlich aus, was man mit Akzeptanz und Toleranz meint: eine Gesprächsbeziehung auf gleicher Augenhöhe. Eine Begegnung zweier erwachsener Menschen, die sich konstruktiv daran machen, eine Aufgabe zu lösen - und dabei fair miteinander umgehen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind oder mit dem Verhalten ihres Gegenübers nicht einverstanden sind.

Beispiel: Unterschiedliche Arbeitsweisen im Betrieb
Geht es einer Firma wirtschaftlich gut, ist die Bereitschaft der Mitarbeiter und Führungskräfte, den anderen so zu lassen, wie er ist, meistens recht hoch. Abteilungsleiterin Rund zum Beispiel legt die Kundenzuordnungen ihrer Mitarbeiter am liebsten im offenen Gespräch mit ihrem Team fest. Sie moderiert eher, als dass sie bestimmt. Abteilungsleiter Eckig arbeitet entsprechende Pläne vorzugsweise alleine aus und gibt dann das fertige Ergebnis vor. Beide sagen von sich und vom anderen: Ich bin okay - und Du bist auch okay.

Die Bereitschaft zum 'Du bist okay' geht rasch verloren, wenn die Ähnlichkeit schwindet, wenn die Ressourcen (zum Beispiel das Geld) knapp werden, wenn um Funktionen und Positionen gestritten wird. Dann heißt es schnell: Ich bin okay – aber Du bist nicht okay.


Partnerschaftliche Einstellung lernen

Gesprächspartner verstehen und akzeptieren heißt nicht, ihnen zustimmen zu müssen. Idealtypischerweise probieren Sie es, Ihr Gegenüber mit Interesse und Neugier in seinem Denken und Handeln zu verstehen. Sie versuchen nachzuvollziehen, wie er zu seiner Position kommt, welche Interessen er damit verfolgt und vor welchem Hintergrund er dieses oder jenes will oder ablehnt. Nach dem Motto: 'Ich verstehe jetzt, wie Sie zu dieser Haltung kommen. Und wenn ich mir vorstelle, ich wäre an Ihrer Stelle, würde ich unter Umständen genauso handeln.'

Wie Sie eine partnerschaftliche Einstellung lernen und trainieren können und Ihren Akzeptanz-Muskel stärken, zeigt folgender Beitrag (aus: Direkt im Dialog). Mit Rollenspiel, FAQs, Checkliste, Trainingstipps und Trainingsübungen zum Thema 'Partnerschaftliche Einstellung in der Praxis'.


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