Wie stellt sich der Markt dar?
Lernprogramme zu betriebswirtschaftlichen Themen sind im Kommen. Was das Lernmedium angeht, dürfen die Anwender sowohl CD-ROMs als auch Web Based Trainings (WBTs) erwarten. Diese variieren in Grad und Gestaltung der Multimedialität und Interaktivität.
Wer ausschließlich per CD-ROM lernt, tut dies allein an seinem Rechner. Interaktiv ist das Lernen aber durchaus, werden vom Anwender doch Eingaben oder Zuordnungen erwartet.
Sobald das Lernprogramm als WBT läuft, ist tutorieller Kontakt möglich. Die Kommunikation erfolgt zumeist per E-Mail. Der Teletutor antwortet auf Fragen in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
Eine Sonderstellung beim Lernen per Internet nehmen die Online-Kurse ein. Der Unterschied zu herkömmlichen WBTs: Das Know-how ist nicht in eine aufwendige multimediale Software umgesetzt, sondern wird zum großen Teil vom Dozenten vermittelt, der sich zum Online-Kurs mit den Teilnehmern in einer virtuellen Lernumgebung trifft. Diese Kurse finden an fixen Terminen statt. Der Kontakt zum beratenden Tutor und zu anderen Teilnehmern ist hier meist enger als bei Kursen, in die ständig eingestiegen werden kann.
Wie kommt man zum richtigen Lernprogramm?
Bevor sich der Anwender für ein Produkt entscheidet, sollte er sich jedoch klar darüber sein, was er eigentlich von dem Lernprogramm erwartet bzw. welche Ziele er mit Absolvieren eines Kurses verfolgt.
Zu checken ist:
- Inhalt: Soll das Programm tief gehend einzelne betriebswirtschaftliche Fachgebiete wie Controlling oder Buchführung behandeln? Oder eher einen allgemeinen Überblick über BWL liefern? Soll das Programm auf eine Prüfung bei der IHK oder eine universitäre Zwischenprüfung vorbereiten? Wird Wert gelegt auf Anpassung der Inhalte an unternehmensspezifische Gegebenheiten? etc.
- Arbeitsaufwand: Wie viel Zeit kann und will der Anwender aufwenden? Es gibt Lernprogramme mit einem Arbeitsaufwand bis etwa 50 Stunden. Andere Programme, Crashkurse, wiederum kommen mit 30 Minuten aus. Zwischen diesen Extremen finden sich jedoch alle möglichen Varianten in Bezug auf Tiefe und Arbeitsaufwand.
- Aufbereitung des Lernstoffs: Soll das Programm nüchtern Fakten und Inhalte vermitteln? Oder ist eine Rahmenhandlung mit Edutainment-Charakter erwünscht?
- Lernform: Will der Anwender autonom lernen – ohne Kontakt zu Tutor und Mitlernenden, dafür flexibel von Ort und Zeit? Oder bevorzugt der Anwender fixe Zusammenkünfte im Netz? Sollen die Lernenden persönlich angesprochen und betreut werden?
Vor dem Kauf eines Lernprogrammes empfiehlt es sich, zunächst Demoversionen der favorisierten Programme zu testen. Schnell lässt sich erkennen, ob ein Programm technisch und inhaltlich den Erwartungen entspricht und ohne Probleme auf dem eigenen Rechner läuft.
Was wurde untersucht?
Die managerSeminare Marktübersicht konzentriert sich auf das deutschsprachige Angebot an Standardsoftware sowie auf Online-Kurse zur Vermittlung betriebswirtschaftlichen Wissens.
Kaufmännisches Vorwissen setzt keiner der vorgestellten Kurse voraus, BWL-Laien kommen nach Aussage der Hersteller überall durch - und: Für jedes Bedürfnis gibt es das passende Programm.
Neben allgemeinen Produkt-Informationen, wie Kurzbeschreibung, Hersteller und Kontaktdaten, hat managerSeminare bei den 21 untersuchten WBTs auf folgende Punkte geachtet:
- Link zur Demoversion
- Zielgruppe
- technische Voraussetzungen
- Bearbeitungsdauer
- Preis
- Rahmenhandlung
- Fallbeispiele
- Lernerfolgskontrolle
- Tutor
Die Unterscheidung in Kategorien erleichtert die Suche nach dem passenden Lernprogramm. Die Kategorien lauten:
- Programme für bestimmte Zielgruppen
- Programme mit Edutainment-Charakter
- Programme, die nur einzelne Themen bearbeiten
- Programme, die das gesamte BWL-Spektrum behandeln
Zeitpunkt der Erhebung: Januar 2002
21 WBT-Programme für das BWL-Training
Die Marktübersicht können Sie als Pdf-Datei laden.
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