Wie stellt sich der Markt dar?
Das generalistisch und international ausgerichtete Studium zum Master of Business Administration genießt eine Popularität wie kaum eine andere Managementausbildung. Experten schätzen, dass weltweit mehrere Hunderttausend Studierende in MBA-Studiengängen immatrikuliert sind.
Mittlerweile können Interessenten in den USA zwischen über 900 Programmen wählen. Eine vergleichbare Größenordnung dürfte inzwischen auch das Angebot in Europa erreicht haben. Allein in Deutschland gibt es laut der aktuellen Staufenbiel-Studie MBA-Trends 06/07 derzeit rund 200 Programme.
Die Qualität der Ausbildungsangebote ist jedoch sehr unterschiedlich: So ist beispielsweise nur knapp die Hälfte der US-amerikanischen Programme von der AACSB akkreditiert. Ähnliches gilt für die europäischen Programme, von denen lediglich knapp 70 über eine internationale Akkreditierung durch AACSB oder EQUIS verfügen.
Neben dem dynamischen Wachstum des MBA-Marktes zeichnet sich ein weiterer Trend ab: Die Business-Schools orientieren sich zunehmend an den Kundenwünschen nach einer breiteren Angebotspalette. So ist eine immer stärkere Fragmentierung im Sinne inhaltlich und zeitlich flexibler Studienmodelle und die Entwicklung zahlreicher spezieller Master-Programme zu beobachten.
Da fällt es den Aspiranten einer qualitativ anspruchsvollen Management-Weiterbildung und den rekrutierenden Unternehmen gleichermaßen schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Umso wichtiger wird es, sich über die spezifischen Ziele und Inhalte der zahlreichen Studienangebote, über ihre jeweiligen Stärken und Schwächen umfassend zu informieren. Denn nicht nur die Entscheidung für ein bestimmtes Programm, auch die Rekrutierung eines MBA-Absolventen ist mit einer nicht unerheblichen Investition an Zeit und finanziellen Mitteln verbunden.
Wie kommt man zum richtigen MBA-Programm?
Aufgrund der vielen weniger anspruchsvollen MBA-Programme sollte das Angebot zunächst genau geprüft werden.
- Einen ersten Hinweis auf die Qualität eines Programmes geben die Zugangsvoraussetzungen. Diese bestimmen das Teilnehmerprofil und damit letztlich auch das Anspruchsniveau des Studiums. Neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium ist im Allgemeinen der Nachweis von soliden Englischkenntnissen durch den TOEFL-Test und der Managementqualitäten durch den GMAT obligatorisch. Immer wichtiger geworden sind die Berufserfahrungen sowie die Persönlichkeit des Bewerbers. Viele Business-Schools geben sich im Zulassungsverfahren nicht mit schriftlichen Bewerbungsunterlagen zufrieden. Sie verlangen ein telefonisches Interview oder führen sogar persönliche Gespräche mit den Bewerbern.
- Weiterhin sind die Zusammensetzung der Fakultät, die Philosophie der Schule, die Programmstruktur und -inhalte, die Internationalität und Praxisnähe der Ausbildung sowie die Career- und Placement-Aktivitäten wichtige Faktoren, wenn es darum geht, die Eignung einer Business-School zu bestimmen.
- Eines der wichtigsten Kriterien für die Beurteilung der Qualität eines Programmes ist seine Akkreditierung. In Deutschland wurde 1998 der so genannte Akkreditierungsrat gegründet, der die Aufgabe hat, Agenturen zu akkreditieren, die die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge nach Überprüfung ihrer inhaltlichen Qualität zertifizieren. Im Hinblick auf die Akkreditierung von praxisbezogenen Studiengängen im Bereich Wirtschaftswissenschaften, darunter MBA-Programme, hat man sich für die Foundation for International Business Administration Accreditation, kurz FIBAA, als Akkreditierer entschieden. Parallel sind in einigen Fällen auch regionale Akkreditierer wie AQUAS oder ZEvA aktiv.
- Vor der Programmwahl sollten die eigenen Ziele geklärt werden: Was will man erreichen? Soll eine berufliche Umorientierung erfolgen? Oder ist eine internationale Karriere das Ziel? Geht es vor allem um den Erwerb spezifischen Fach-Know-hows, um sich in einem bestimmten Bereich (z.B. Marketing) fit zu machen? Oder ist eine anregende Lernatmosphäre vor dem
Eintritt ins Berufsleben das entscheidende Motiv?
Es kommt also maßgeblich auf ein umfassendes Matching zwischen den persönlichen Voraussetzungen und Zielen einerseits und dem konkreten Angebot der Schule andererseits an.
Was wurde untersucht?
Die Marktübersicht ist zweigeteilt:
Der erste Teil liefert Ihnen ein Adress-Verzeichnis mit amerikanischen und europäischen MBA-Schools.
Im zweiten Teil finden Sie einen detaillierten Vergleich von elf deutschen MBA-Anbietern:
- Name und Anschrift des MBA-Anbieters
- Kurzbeschreibung des MBA-Anbieters
- Größe der Fakultät
- Zahl der Absolventen
- Angebote des MBA-Anbieters
- inhaltliche Schwerpunkte des/der angebotenen Programms/e
- Programmaufbau
- Zulassungsvoraussetzungen
- Laufzeit
- Kosten des Programms
- Studienbeginn
- max. Teilnehmerzahl pro Studiengang
- Akkreditierung
- sonstige Angebote bzw. Besonderheiten
Erhebungszeitraum: Juli 2006
Marktübersicht: internationale und deutsche MBA-Programme
Die MBA-Marktübersicht (aus: 'Jahrbuch Seminare 2007') inkl. wichtigen Hintergrundinformationen zum Thema MBA können Sie hier als PDF-Datei laden.
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