Wie stellt sich der Markt dar?
Das Studium zum Master of Business Administration genießt eine Popularität wie kaum eine andere Managementausbildung. Experten schätzen, dass weltweit über 350.000 Studierende in MBA-Studiengängen immatrikuliert sind. Von den jährlich rund 130.000 Absolventen entfallen auf die USA allein rund 107.000, auf Europa ca. 20.000. In Deutschland erwerben jährlich
rund 1.600 Studienteilnehmer den MBA-Titel.
Mittlerweile gibt es nach einer Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung weltweit rund 1.400 Einrichtungen, die insgesamt etwa 5.000 MBA-Programme anbieten. Allein in den USA können Interessenten zwischen mehr als 900 Programmen wählen. In Europa wird das Angebot auf mehrere hundert geschätzt, davon rund 120 in Deutschland.
Zielsetzung des MBA-Studiums ist eine in der Regel generalistische und internationale Ausbildung, die nicht nur die Erweiterung der fachlichen, sondern auch der sozialen Kompetenz der Teilnehmer im Auge hat. Gefördert werden sollen insbesondere Kenntnisse und Fertigkeiten in folgenden Bereichen:
- Systematische Problemidentifizierung und -analyse
- Entscheidungsfindung und -umsetzung
- Erarbeitung von Organisationskonzepten
- Entwicklung von Unternehmensstrategien
- Politische, soziale und ökologische Umwelt des Unternehmens
- Führungs- und Verhandlungstechniken
- Teamarbeit, Kommunikation und Präsentation
Das MBA-Studium kann entweder als Vollzeitstudium oder berufsbegleitend als Teilzeit-, Modular- bzw. Fernstudium absolviert werden. Für ein Vollzeitprogramm muss man mit zehn bis 24 Monaten rechnen. Die Dauer der berufsbegleitenden Programme variiert zwischen 14 Monaten und fünf Jahren.
Wie kommt man zum richtigen MBA-Programm?
Aufgrund der vielen weniger anspruchsvollen MBA-Programme sollte das Angebot zunächst genau geprüft werden.
- Einen ersten Hinweis auf die Qualität eines Programmes geben die Zugangsvoraussetzungen. Diese bestimmen das Teilnehmerprofil und damit letztlich auch das Anspruchsniveau des Studiums. Neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium ist im Allgemeinen der Nachweis von soliden Englischkenntnissen durch den TOEFL-Test und der Managementqualitäten durch den GMAT obligatorisch. Immer wichtiger geworden sind die Berufserfahrungen sowie die Persönlichkeit des Bewerbers. Viele Business-Schools geben sich im Zulassungsverfahren nicht mit schriftlichen Bewerbungsunterlagen zufrieden. Sie verlangen ein telefonisches Interview oder führen sogar persönliche Gespräche mit den Bewerbern.
- Weiterhin sind die Zusammensetzung der Fakultät, die Philosophie der Schule, die Programmstruktur und -inhalte, die Internationalität und Praxisnähe der Ausbildung sowie die Career- und Placement-Aktivitäten wichtige Faktoren, wenn es darum geht, die Eignung einer Business-School zu bestimmen.
- Eines der wichtigsten Kriterien für die Beurteilung der Qualität eines Programmes ist seine Akkreditierung. In Deutschland wurde 1998 der so genannte Akkreditierungsrat gegründet, der die Aufgabe hat, Agenturen zu akkreditieren, die die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge nach Überprüfung ihrer inhaltlichen Qualität zertifizieren. Im Hinblick auf die Akkreditierung von praxisbezogenen Studiengängen im Bereich Wirtschaftswissenschaften, darunter MBA-Programme, hat man sich für die Foundation for International Business Administration Accreditation, kurz FIBAA, als Akkreditierer entschieden. Parallel sind in einigen Fällen auch regionale Akkreditierer wie AQUAS oder ZEvA aktiv.
- Vor der Programmwahl sollten die eigenen Ziele geklärt werden: Was will man erreichen? Soll eine berufliche Umorientierung erfolgen? Oder ist eine internationale Karriere das Ziel? Geht es vor allem um den Erwerb spezifischen Fach-Know-hows, um sich in einem bestimmten Bereich (z.B. Marketing) fit zu machen? Oder ist eine anregende Lernatmosphäre vor dem
Eintritt ins Berufsleben das entscheidende Motiv?
Es kommt also maßgeblich auf ein umfassendes Matching zwischen den persönlichen Voraussetzungen und Zielen einerseits und dem konkreten Angebot der Schule andererseits an.
Was wurde untersucht?
In der Marktübersicht werden elf deutsche MBA-Anbieter porträtiert, die 20 verschiedene Programme anbieten. Die einzelnen Porträts beinhalten folgende Punkte:
- Name und Anschrift des MBA-Anbieters
- Kurzbeschreibung des MBA-Anbieters
- Größe der Fakultät
- Angebote des MBA-Anbieters
- inhaltliche Schwerpunkte des Programms
- Programmaufbau
- Zulassungsvoraussetzungen
- Laufzeit
- Kosten des Programms
- Studienbeginn
- max. Teilnehmerzahl pro Studiengang
- Akkreditierung
- sonstige Angebote bzw. Besonderheiten
Erhebungszeitraum: September 2003
Marktübersicht: 11 deutsche MBA-Anbieter und ihre Programme
Die Marktübersicht 'Ausgewählte deutsche MBA-Anbieter im Porträt' (aus: 'Jahrbuch Seminare 2004') können Sie hier als PDF-Datei laden.
zurück