Wie stellt sich der Markt dar?
Für das äußerst heterogene Berufsbild des Personalentwicklers gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, die notwendigen Qualifikationen nicht ausschließlich durch Learning-by-doing im eigenen Unternehmen zu erwerben. Birgt dies doch die Gefahr, betriebsblind zu werden, externe Impulse und Ideen nicht mehr wahrzunehmen, um irgendwann genau vor den Legitimationsproblemen zu stehen, mit denen sich aktuell viele Personalentwickler konfrontiert sehen.
Mehrere Hochschulen bieten Aufbaustudiengänge und berufsbegleitende PE-Lehrgänge an. So hat zum Beispiel das Zentrum für Fernstudien und universitäre Weiterbildung (ZFUW) an der TU Kaiserslautern bereits seit einigen Jahren ein viersemestriges Fernstudium Personalentwicklung im Programm. Bausteine sind neben der Vermittlung betriebswirtschaftlicher Grundlagen der Unternehmensführung auch Organisationsberatung, Wissens- und Change-Management.
Vergleichbare Weiterbildungsangebote gibt es u.a. an den Universitäten in Braunschweig und Bielefeld sowie am European Center der University of Southern Queensland im baden-württembergischen Bretten.
Neben den Hochschulen bieten einige Industrie- und Handelskammern längerfristige Lehrgänge an. Daneben gibt es zahlreiche Modul-Programme und Kompaktveranstaltungen privater Trainer und Berater sowie der DGFP. Das Spektrum der Themen reicht von Moderationstechniken, Konfliktmanagement und Führungsmethoden bis hin zur Bildungsbedarfsanalyse und der Integration von e-Learning in betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen.
Wie wähle ich das richtige Angebot aus?
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Personalentwickler sollten sich vor der Buchung eines Lehrgangs genau überlegen, welchen Bedarf sie decken wollen.
- Brauche ich einen Überblick? Oder suche ich die Vertiefung?
- Welcher Schwerpunkt passt zurzeit am besten zu meinen Aufgaben?
Mit einem Kurs allein ist es meist nicht getan: Wesentlich ist es, sein Lernprojekt langfristig anzulegen und im Laufe der Zeit die einzelnen PE-Themen sinnvoll miteinander zu vernetzen, so lautet die Empfehlung von DGFP-Chef Böhm.
Wer allerdings - wie in vielen kleinen Betrieben üblich - die Personalentwicklung nebenher betreiben muss, kann von sich selbst nicht verlangen, mit der gesamten PE-Palette zu malen. Nebenamtliche Personalentwickler sollten ihr Hauptaugenmerk vor allem darauf richten, wie sie eine kompetente Zusammenarbeit mit externen Trainern gestalten können. Wie finde ich den richtigen Trainer oder Berater? Wie errechne ich den personellen und finanziellen Aufwand einer Kooperation mit externen Helfern? Was muss ich bei der gemeinsamen Entwicklung von Trainingszielen beachten? Das wären mögliche Themen.
Was wurde für die Marktübersicht untersucht?
Für die Marktübersicht wurden 23 Qualifizierungsangebote für Personalentwickler unter die Lupe genommen. Folgende Punkte wurden dabei berücksichtigt:
- Titel des Programms
- Teilnehmer/Zielgruppe
- Inhaltliche Schwerpunkte
- Lehrmethoden
- Abschluss
- Dauer
- Termine/Ort
- Kosten
- Kontakt
Zeitpunkt der Erhebung: Juli 2006
23 PE-Qualifizierungen im Überblick
Die Marktübersicht '23 PE-Qualifizierungen im Überblick' (aus: 'Jahrbuch Seminare 2007') inkl. einen Fachartikel zum Thema 'Personalentwickler: Propheten oder Profis?' können Sie hier als PDF-Datei laden.
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